Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 23 (6.6.1848)
- Date
- 1848-06-06
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2625941-2626200-2626224--1438-2629073- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
<-W 182 die Heiligsprechung verdienen.*) Für einen preußischen Thaler zerreißt er doch seinen rcsp., beachtet ihn nicht, wie er erst kürzlich es erklärt hat. **) Noch mehr solcher Männer auf Euerer Seite, Ihr Wächter über Zion und die ist nahe. Zahlen sondern auch über seine früheren Freunde und schmähr daher auf mich bald in Knittelr vcrseu. bald unter der Maske eines Miltelfranken oder eines „Einfältigen''. In seiner Arglist läßt er sich über mich dieses und jenes sagen, woran ich nicht entfernt denke, *) wie ich überhaupt an etwas schöneres denken mag, als an dies alte Haus **) und mich mit etwas Bcsserm zu beschäftigen weiß, als mich mit diesem schwäbischen Rückgänger hcrumzubalgen. Seine ferneren Ausfälle und Einfältigkeiten werden daher für die Folge gänzlich von mir ignorirt werden. Mag er sich dadurch und durch sein „fleißiges Schulengehen", wodurch er sein früheres Entbindenlasscn vom Besuche der Synagoge durch die katholische Obcr-Kirchenbehörde gesühnt hat, ***) nicht Zusagen? — WaS aber meine früheren Freunde betrifft . so habe ich zu erwidern. daß ich nie eine Person und immer nur das Prinzip im Auge hatte. Huldigt aber einer meiner Freunde einem falschen Prinzip, siehct er. absichtlich oder irrthümlich, die Thatsachen anders als sie wirklich sind, so darf Freundschaft, wenn sie nicht in Parteilichkeit ausarten soll, mich nicht abhalten, berichtigend einzuschreiten; man soll von mir nicht sagen wenn gleich auf der andern Seite r-nr? rnr? ist. *) Das ist wieder das traurige Delirium. Nicht ein Wörtchen ließ ich mir über Herrn Kr., insofern solches Bezug auf meine AeuHerungcn im Z. - W. hätte, das, was nicht Schwarz aus Weiß in einem der Blätter, deren Corrcspondent er ist. von ihm selbst bekannt gemacht worden wäre- ") Eiwarum denn? wird nur Ihr Bogen voll, was kümmert cs Sie, mit was er voll wird? *-*) O, Sie Schmeichler! gar zu gütig von Ihrer Seite mich so hoch zu stellen! Kaum erscheine ich alv Hppcrorthodore. was eben nichts Außerordentliches ist, denn solcher zählt man — wahrscheinlich zu Ihrem großen Leidwesen — in Eüddcutschland zu Tausenden. und jetzt machen Sie mich sogar zu einem ran U'a was allerdings etwas seltner ist und auch bcachtcnswerther sein dürfte, denn "n Allein ich muß. leider! dies Compliment als unvcrUent zurückweiscn; sintemal und alldieweil ich mich nie und zu keiner Zeit , durch irgend eine Behörde vom Spnagogenbcsuch entbinden ließ, und ferner darum, weil ich jetzt das fleißige Schulgehcn mir nicht zum Verdienst anrcchnen kann. da ich solches vermöge eines Nebenamts, das des Vorbcters, thun muß- *) St. Nrias klingt wirklich nicht übel und wir haben dann eine Reihe von Uriasbriefen von ihm zu erwarten. Anmerk. des Herrn Kr **) Den Hppcrorthodoren spielen, ein sein, die Heiligsprechung verdienen, und so mir nichts dir nichts erklären den 2'- nicht zu beachten, und das von der einen und derselben Person zu sagen, scheint doch ein wenig widersprechend zu sein; und man könnte wähnen, Herr Krsagte auch hier, Unwahrheit. Dem ist aber nicht also, weshalb ich mich verpflichtet finde, die Sache. wie sie sich zugetragen, und wie ich sic selbst Herrn Kr. erzählte, hier zu beschreiben. Es' besteht im Würtembcrg'schen eine Verordnung. daß dem Rabbiner für eine zu haltende Leichenrede ein Kronencine Leichenrede zu halten, was ich auch, nachdem ich mir von Seiten Sr- Hochwürren des Herrn Rabbiners Adler Rath erbeten hatte, thatthunltch wegen ren Unterschied 7>v?„rz wollte er nicht gelten lassen, und wurde endlich so heftig, daß er sagtet «Ihr Würtcmbergcr seid alle also! der ai zu ...m