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Der treue Zionswächter · 1848-06-06 · 23 (6.6.1848) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
23 (6.6.1848)
Date
1848-06-06
Page
– (sequence 5)
Language
German
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regsten Gange ist, wie die, cheilweise verkappten Leiter immer inehr und mehr hervorgezogen in Untersuchung genommen, und jedenfalls der wolverdienten Strafe nicht entgehen werden. Die Republik will Gleichheit und Gerechtigkeit für Alle, und was sie will, das vollführt sie auch mit unzerstörbarer, eiserner Consequenz. Unsere sonstigen Gemeinde Verhältnisse sind freilich für den Augenblick ziemlich in Frage gestellt. Denn wird die Trennung der Kirche vom Staate bis dahin fortgeführt, daß die Besoldung der Geistlichen von Staatswegen gänzlich aufhört und einzig und allein der Gemeinden zur Last fallen, so wird dadurch jedenfalls eine gewaltige, umfassende Umrusverhälrnissr hervorgerufen. Ich werde Ihnen seiner Zeit Näheres darüber mirtheilen. Von der mährischen Grenze. Mai. Das in meinem Frnhern erwähnte, unter dem 27. v. M. in Brünn znsammengetretene Eomitee, hat den Entschluß, gefaßt, sich mit der von ihm berathenen hochwichtigen Angelegenheit vorerst an das im Laufe d. M. zu Frankfurt am Main sich constitnircnde deutsche Parlament zu wenden. Die Garantien der liberalen Gesinnung und des humanen Geistes dieser mit den edelsten Deutschen besetzten Versammlung, lassen mit Recht erwarten, daß sie ihre gewichtvollc Stimme für völlige Emancipation — worauf obiges Comitee, gestützt auf Recht und Vernunft, anträgt — jeder von der Theilnahme am Wohl und Weh des Staates mehr oder weniger ausgeschlossenen Religionsgenossenschaft erhoben, und bei den betreffenden Negierungen die ganze Macht ihrer Autorität aufbieten würde, um dieses hohe Ziel im ersten Jahre ihrer segensreichen parlamentarischen Sitzungen zu erreichen. Der Herr Oberlandsrabbiner wird an der Spitze einer Deputation persönlich in Frankfurt erscheinen; Gott mit ihm! Don Unruhen und drohenden Bewegungen gegen die Juden, sind, G. s. D., außer in Großmeseritfch, wo der Fanatismus eines katholischen Kapelans, das alte Gespenst der Entweihung einer Hostie, Entwendung einer Monstranz, herauf beschwor, und den Pöbel durch dieses bewährte Mittel gegen die Juden, als die angeblichen Thäter derselben, aufzureizen suchte, welche Demonstration jedoch, durch das besonnene und kluge Benehmen der dortigen Beamten unterdrückt wurde, wenig Spuren vorhanden. In vielen Orten herrscht zwischen den christlichen und jüdischen Bewohnern ein nur lobend zu erwähnendes Vernehmen. Der Umstand, daß auch die Israeliten zu der bereits stattgehabten Wahl derjenigen Männer, welchen die Ernennung der Vertreter für Mähren im deutschen Parlamente übertragen wurde, zugezogen wurden, hat seine wohlthatige Wirkung auf die christliche Bevölkerung nicht verfehlt; und darf dies, als der erste politische Akt betrachtet werden, bei welchem beide Thcile in wohlthätiger Berührung kamen, und ihn gemeinschaftlich, zum weitern Derftändniß gemeinsam zu berathcnder politischer Gegenstände, ruhig und freundlich ausführten. Unser humanes Landesgubernium hat es übrigens nicht unterlassen, ein kräftiges Wort an lue christlichen Einwohner des Landes zur Fernhalkung jeder Unbill, die sich etwa hie und da Jemand gegen die Inden erlauben möchte, zu erlassen, und den Letztern, so cs sich nur im Entferntesten nöthig zeigen sollte, zu ihrem Schutze die kräftigste Abwehr zugesagt. Wir zollen dem humanen Landespräsidium hierfür unfern wärmsten Dank; hoffen jedoch zu Gott, hiervon keinen Gebrauch machen zu dürfen. Nus dem Ries. (B-schluß ) Ganz nach Ueberläufer Weise begeifert er nicht nur, was er sonst bis in die Wolken erhob, wie diese Zeitschrift, in die er sogar einige Zeilen geschrieben, *) teln mit theurem Gelde, denn vier Jahre hindurch zahlte ich ihn ganz allein, und in den andern trugen einige Mitleser etwas nur sehr Weniges von den Pränumerationskosten. Allein stände, die gräuliche Kritik gegen Napoport, und die ewtgen Ausfälle gegen den Z.-W entleivet. Aber wo, wann hätte ich den Orient begeifert? Oder

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