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Der treue Zionswächter · 1848-05-30 · 22 (30.5.1848) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
22 (30.5.1848)
Date
1848-05-30
Page
– (sequence 3)
Language
German
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flammen himmlischen Feuers, die von ihm dargebrachten Opfer verzehrend, öffentlich bezeugte, daß sein Dienst vom Herrn wohlgefällig angenommen war; welche sefrommen und geliebten Söhne, durch ein Versehen das göttliche Wort übertretend, während ihres Priesicrdienstes lm Hciligthum starben, und damit die allgemeine Freude in eben solche Trauer verwandelt ward. Doch im Unglück wie im Glück entfalten große See, len ihren Glanz. Hatte Aron durch Würde zuerst seine innere Freude gemildert, und hatte er nickt won, sem feierlichen Tage ein solches gegebenes Beispiel für das Volk Gorres sein, wie beseligend der Eindruck sein, den ein so erhabenes Tugendmuster auf das Ger mürh der Gläubigen machte. Und seiner Gottseligkeit zum Preise offenbarte der Herr ihm ein Gesetz, welches auch ferner ihm Mäßigkeit zu bewahren empfahl, wo Berauschung möglich, und auf seinen heiligen Dienst störend einwirken konnte. Ein Gesetz, welches im buchstäblichen Sinne zwar nur ihm und seinen Nachkommen gegeben, jedoch in seiner Bedeutung Israel zum Vorbild dienen sollte, wie der Dienst des Herrn sich nicht mir Berauschung verträgt, wie derjenige, der berufen ist. Heiliges von Gemeines, Reines von Unreines ^zu sondern, stets sein klares Bewußtsein bewahren muß, damit keine Verwirrung der Sinne ihn entweihe, und ihn für den Dienst des Herrn unfähig mache. Auch wir m. Fr., sind als Israeliten, als Theile des Priestervolks. Gottes Diener in seinem Erdentempel, dessen Gewölbe die große Tagesleuchte, das nächt» liche Srernheer schmückt. Auch wir stehen allesammt hienieden im m im Zelte der bestimmten Zeitlichkeit für alle Lebendigen. Auch wir haben den hör hen Beruf, das Heilige hochzuachten und daS Unwürdige zu verschmähen; reine, gottgefällige Genüsse zu wählen, und sinnliche unreine zu verabscheuen. Darum dürfen Lebensgenüsse nie bis zur Berauschung uns bereichen, und sie zum Wahne verleiten, die Deurrhe«- lung der Wege Gorres sich anzumaaßen. Mäßig in Lebensgenüssen, mäßig in Wonne wie im Kummer dein. Mäßigkeit erhält ihn aufrecht im Sternenzelte der Zeitlichkeit hienieden. Mäßigkeit erhält ihn aufrecht, damit die Stürme der Leidenschaften ihn nickt beugen. Mäßigkeit erhält ihm sein inneres Dewußtiein und klärt seine Seele auf, bis sie einst verklärt zur ewigen Seeligkeit auffiiegr. Die Jetztzeit und das Jndenthnin Von (Fortsetzung.) 1) Die Aufgabe des IudenchumS als selbstständiges 2Zolk.') Nur an Deinen Vätern hatte der Ewige Wohlgefallen. sie zu lieben, ges Volk; dieses sind die W»r:e, Israels. Erov- 19, l>. Neu verjüngt war die Erde aus der Sündflurh hervorgegangen, ein frisches Grün deckte die Flur, kraftvoll schoß die Saat empor, und das schartige Laub bekränzte die zweigreichen Bäume. Der Weinses inhaltsvollen Thema's geben können; wir beabsichtigen in dem Folgendem nur zu zeigen, daß das Judenthum als religiöses Institut, nie als ein politischer Staat bestanden har; deshalb an keine Staatssorm gebunden ist.

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