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Der treue Zionswächter · 1848-05-16 · 20 (16.5.1848) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
20 (16.5.1848)
Date
1848-05-16
Page
– (sequence 6)
Language
German
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1S8 Verehrer -es Ceremoniellen, nur dieser Stern vom Geschmeiß seiner besudelten Vernunft benebelt, kann solche Zrrthümer verbreiten wollen? Daher die Behauptung unerschütterlich, solche regellose Frechheit entstand nie in Israeli Ein dunkler Stern, als Irrlicht verführend, aufgerauchr, der Abfall und Abtrünnigkeit lehrt! -sti-nn nw rncvL r>v. Rabbi Simon erklärt sehr gelungen: Zalkut 878, „der die rnw nach seiner Vernunft messend, sie an die Zeit bindet, als menschliche Satzung sie achtet, diese zerstören daS göttliche Bündniß. Hier lehrt auch die prophetische wie ralmu, bische Epoche, daß die Satzung nicht von der Zeit geschleppt werden darf!! Urcheile frommer Leser, und beherzige die hier aufgestellte göttliche Wahrheit, nur den Irrungen seiner Glaubensbrüder abgeneigt und feindlich gesinnt. --- ZsrtAAAsUKchrichteU. prerchen. Berlin. Aus der Provinz Posen treffen fortwährend viele deutsche und jüdische Flüchtlinge mit stets erneuerten Schreckensnachrichten hier ein. Oesterreich. Wien. Sr. k. k. Majestät haben mit wahrem Bedauern aus einer Eingabe achtbarer Israeliten, die kürzlich in Presburg gegen die israelitische Bevölkerung stattgcfundenen Attentate vernommen , und ihr schmerzliches Mißfallen über diese gesetzlosen Vorfälle und Verletzungen der öffentlichen Sicherheit, welche jedes Mitglied des Staates, ohne Unterschied des Standes und der Religion anzusprechen berechtigt ist , auszudrücken geruhet. Es ist der ernste Wille des Kaisers, daß dieser Schutz keinem seiner Unterthaneu versagt werde. Mähren. Seit einiger Zeit ist mir Ihre Zeitschrift nicht mehr sv regelmäßig zugekpmmen, woran wohl die Buchhandlung, durch welche ich sie beziehe, Schuld sein durfte, und erwarte ich sie demnächst. Da ich aber sonach nicht weiß, waS sie seit der letzten für Europa an politischen Begebenheiten so ereignißpollen Zeit bringt, erlaube ich mir, Sie darauf aufmerksam zu machen, unter den obwaltenden Verhältnissen, die Spalten Ihres Wächter ebenfalls auch den politisch-jüdischen Begebenheiten , versteht sich im orthodoxen Sinne , zu öffnen. Herr De.! '>v r'pw daß gerade in demjenigen europäischen Theile, wo unsere Religionsstürmer mit namenloser Wuth am Einreißen der altehrwürdigen Form unserer Gotteslehre arbeiteten, der politische Himmel mit seinen. Aller Augen auf sich ziehenden leuchtenden Sternen, die am Horizonte der Religion sich gezeigten Wölken auseinander trieb. Wer hat jetzt ein Ohr für die verführerischen Worte eines R. V. oder einer R. V.? Wer denkt jetzt. ob die weiland Rabbinerversammlung wird in diesem Jahre in Mannheim abgehalten werden? Und gewiß ziehen sich jene Männer, die Mit kannibalischer Wuth das Herz unserer Religion zerfleischten, für jetzt auf das politische Feld zurück. Um daher ihren Wächter für die Zukunft, wo die religiösen Kämpfe wieder in den Vordergrund treten dürften, zu erhalten, soll er, meiner Ansicht nach, in diesem völlig politischen Moment vorzüglich politisch - jüdische Ereignisse bringen. Aus diesem Gesichtspunkte übermache ich Ihnen für heute nachstehende Zeilen. Presling, den 27. April 1848. Dorr -er Mährischen Grenze, April. Der Oberlandesrabbiner Herr Hirsch, seit den ewig denkwürdigen Wiener Märztagen für Mährens Juden auf loyalem Wege mannigfach thätig, hat unterm 16. d. die Gemeinden aufgefordert, aus ihrer Mitte einen Deputaten nach Nikolsburg zu schicken, um die nöthigen Schritte zur Verbesserung ihrer überaus gedrückten Lage zu berathen Wenige kleine Gemeinden abgerechnet, welchen das diesfallige Kundschreiben, der Entfernung wegen, zu spät zugekommen, waren alle Mährische IudeNgemeinden durch würdige Deputiere vertreten. In den beiden am 21- und 22. d., unter den Ausspicien des Herrn Oberlandesrabbiners abgehaltenen Versammlungen, vereinigte man sich dahin, die gerechten Beschwerden der Mährischen Juden vor die so eben in Brünn versammelten Mährischen Landstände zu bringen und diese erlauchte Versammlung zu bitten, bei der nächsten Eröffnung des aLgemeineu Oesterreichischen Landtages in Stettin, für die der

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