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Der treue Zionswächter · 1848-04-17 · 16 (17.4.1848) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
16 (17.4.1848)
Date
1848-04-17
Page
– (sequence 3)
Language
German
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»M ISS HZ» Schlimmste gewesen! — M! noch viel Schlimmeres entstand ja hierans. DaS Schmerzgefühl jener Zurücksetzung wurde so allgemein, so lebhaft empfunden , daß zu den verschiedenartigsten, ja zu den verkehrtesten Mitteln gegriffen wurde, um den Schmerz zu lindern, um die Krankheit zu hebe«. Genesen wollte man durch eine neue Krankheit, erstarken durch ein neues Siechlhum. Um sich den Mitbürgern emeS andern Glaubens anzuschmiegen, ym sich in ihre Gunst einzuschmcicheln suchten Viele aus Israel alles Das adzustreifen, was uns in religiöser Beziehung von andern deutschen Stämmen unterscheidet. Man leugne es; man sage, was man wolle; es ist dennoch also. Der Versuch zur Reformation entstand in der Zudenheir nur wegen Emanzipation. Zn dem Streben nach bürgerlicher Gleichstellung stürmten Viele an gegen die von Gott selbst gezogene Scheidewand und »vollren unS eigenmächtig auch hinsichtlich der Religivnsgesetze Jenen glcichstellen. denen diese Gesetze nicht vorgeschrieben sind. Za, die Verblendung, der Wahn ging so »veir, daß man mit GotreSwort umging, wie mir einem menschlichen. Man beutelte, man rüttelte, man drehte an der Lehre Moscheh's herum, bis sie dem erwünschten Zwecke — vermeintlich — angepaßt war; man stutzte sie nach dem Leisten der Zeit; man vergaß, daß sie erhaben ist über alle Zeitereignisse, über alle Veränderlichkeiten; man vergaß, baß der Gesetzgeber ein Ewiger, ein Unveränderlicher ist; man vergaß mir einem Worte: Gottes. (Beschluß folgt.) Gesellrgkeitstrie-. Von Dawid Leopold Straffer. «CS ist nicht gut. daß der Mensch allein sei, ich will ihm einen Gehülfen geben.» Unter den mannigfachen tausendfältigen Kräften und Trieben, welche dem Menschen innewohnen, ist keiner von so mehrfachem Nutze»», moralischer Wichtigkeit, lebensbedingender Nvthwendigkeir. charakteristischen Menschzeichen als der Geselligkeitstrieb; alle übrigen Triebe und Effekte, als Liebe, Mitleid, Nachsicht, Wohlrhun rc.. sind mehr allgemeine Znstmkre» mehr khierisch, welche Gorr allen seinen Geschöpfen eingepflanzr, weil sie Bedingnisse, evnüitio s!ne qua i»on zur Aufrechthaltung der Welt, des Lebens, der harmonischen Schöpfung, der natürlichen Ruhe und Eintracht sind. Nur der GesellschafkStrieb. die Association und Assimilation ist rein menschlich, ist ein himmlisches Geschenk, welches nur ihm zu TKeil worden; sie ist die Salbung deS Lebens, die Kette, welche alle zusammenschließr, nach ihrer verschiedenen Lage, vermöge der Entwickelung der menschlichen Kultur sich ausbilder. Aber so wie der Mensch zwei Naturen besitzt» eine physische und moralische, so wie alle seine Handlungen sich nach diesen zwei Punkten richten, diese zwei Seiten, welche all sein Thun und Denken lenken; so auch zerrheilr sich dieser Trieb in zwei Zweige, nämlich in sinnliche und moralische, »venn gleich der Stamm und die Wurzel rein bleibt, d. h. immer das menschliche Herz. 1t. Schon bei oer ersten Entstehung nnd Entfaltung des Menschen, bei seinem ersten Eintritte in diese große Welt, wo er noch alleiniger Beherrscher aller anderen Geschöpfe war und die ganze Narur ihn» zu Gebote stand, wird eine Abneigung gegen die Einsamkeit und Neigung zum Umgänge »nie Anderen wahrqenommen. Alles hakte sein Gleiches, nur er nicht, jedes Geschöpf seinen Gefährten, nur er ganz allein frei wie der Vogel in der großen menschenleeren Welt, er beneidete die übrigen Geschöpfe, die weit glücklicher waren als er,*^ er war ,»»»glücklich, nicht zufrieden mir sich selbst, denn eö fehlte »hm das Edelste, ein gleichfühlenbes Herz. Nein er rvar nicht wahr fre», »venn auch negativ physisch, doch nicht positiv. Einsamkeit ist für deS Menschen Geist eine Fessel, und nur in der Gesellschaft der Association erwachet dieser, wird erweckt die Neigung zur persönlichen Freiheit aber noch mehr, da die positive Freiheit die negative als nvthwendige Bedingung voranssetzk (vib. Kisewefrer s Psychololgie Phisiologie d. m. Seele. S.273». 3tV . So ist die Abgeschlossenheit ein Kerker für die moralische Freiheit, ein Grab für das moralische Gefühl, für den moralischen Sinn, die sich nur durch da« in der menschlichen Gesellschaft hervorgebrachre und entwickelte Gesetz kundgegeben. — Mittheilen heißt empfangen, denn es thuk dem menschlichen Verstände und Herzen Noch seine Gefühle hinauszusenden. Anderen mirzutheilen, damit sie desto reicher zurückkehren, so wie das Licht durch die Reflection seiner Strahlen erst mehr Lebhaftigkeit, mehr Kraft erhält. Verfehlt wäre also der Menschen Zweck, er stände nicht viel höher *) ckr. vstiäras 'ui WL7;'p» ','v Hö» 27 '' ''X 7P)V

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