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Der treue Zionswächter · 1848-04-11 · 15 (11.4.1848) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
15 (11.4.1848)
Date
1848-04-11
Page
– (sequence 6)
Language
German
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2ft nun auch jetzt noch der Wunsch der Mehrheit der Gemeinde, den Herrn Duschak zu besitzen, so legen Sie aufrichtig und wahr, ohne Leidenschaft und ohne Entstellung das ganze Sachvcrhältniß den zuständigen Behörden vor, und setzen ausführlich die Gründe Ihres Wunsches auseinander. Wahrheit und Geradheit sind in allen Fällen die besten und einzigen Führer — und Sie können überzeugt sein, wenn in der That die Wahl des Herrn Duschak für das Heil und die Wohlfahrt der Gemeinde die erspricslichere ist, so wird die väterliche Sorgfalt der Vorgesetzten Behörden sicherlich dann nur für das Bessere und Beste der Gemeinde entscheiden. Vor Allem aber, ich beschwöre Sie Alle bei Ihrem und Ihr Kindcrwohl, suchen Sie den Frieden und die brüderliche Einigkeit in Ihrer Gemeinde wieder herzustellen. So kann die Majorität oder Minorität beide mvc in reiner Absicht, rein nur, um des allgemeinen Besten willen da stehen, so kann nicht destoweniger Friede und Einigkeit herrschen. Wehe aber dem, der in so heiliger Sache, ewc!» böc handelt und spricht, aus welcher Rücksicht auch immer seine Stimme verkauft, und Den oder jenen erwählt, nicht weil er ihn für den Würdigsten hält, sondern weil dieser oder jener Umstand ihm dazu treibt! Wehe dem, der da noch auf etwas Anderes hinschaut, als auf Gott und auf das, was er vor Gott zu verantworten vermöchte! Darum vergessen Sie alles Vergangene, nnd wenn Ihnen Allen das zukünftige Wohl und Wehe der Gemeinde nicht gleich gilt, so prüfen nnd besprechen Sie nochmals ruhig, und leiden - schaftölo s, wer für das Beste ihrer Gemeinde der Beste wäre, und demnach stellen sie Ihr Gesuch an die Behörden. Mögen alle, alle Gliederder Gemeinde bedenken, der Reiz der Leidenschaft verraucht, aber das, was sie in Leidenschaft und Aufregung für die Gemeinde erwirkt, bleibt mit allen seinen seligen oder unseligen Folgen für Kind und Kindeskind auf immer! Darum gebe der Himmel Ihrer Gemeiirde Ruhe, Besonnenheit, Friede und Einigkeit zuvor, und jenen reinen Gemcinsinn, der nur das Gute und Rechte will, um des Guten und Rechten willen! Nikolsburg, den 2. Dec. 1847. Der Landcsrabbiner Hirsch. Dritter Brief. Edler Israels, unser Lehrer und Richter! Das frohe Bewußtsein, dem edlen Verlangen und heiligem Prinzipe Ew. Hochwürden völlige Genüge geleistet zu haben, berechtigt uns zu bitten, daß unser Herr nicht zürnen möge, wenn wir uns unterfangen, schon wieder mir einem Briefe zu erscheinen. -s-'t-) Oicvö. Ter schuldigsten Pflicht nnd unbedingtem Gehorsam zufolge, haben wir unsere Handlungen ganz nach dem uns aufgestellten Grundsätzen gerichtet. Sonnabend am 11. d. M. ließen wir in der Synagoge kund machen, daß Sonntag am 12. d. M., Vormittag, Alles aufs Gemeindehaus, wo der Brief vom Herrn L. K. vorgelcsen werden wird, zu erscheinen habe, um über die Erörterung und Auseinandersetzung des Brieses umständlicher und ausführlicher Angesichts der ganzen Gemeinde zu verhandeln und deliberiren zu können. Daß dies auch in gehöriger Ordnung und in aller Ruhe, auch nicht ein Wort gebrauchend, welches irgend eine Erregung augedeutet hätte, statt fand, können wir zeigen, indem wir das Gesuch, welches wir mit 48 Unterschriften nebst dem (begleitenden) Original- Briefe, von Ew. Hochwürden beim Kreisamte eingereicht haben, einliegend überschicken.. Um aber dem Interesse der strengsten Wahrheit getreu zu bleiben, muß bemerkt werden, daß von den 15, welche für Herrn F. gestimmt, ungeachtet dessen wir den Brief mittelst Abschriften cirknliren ließen, 14 nicht erschienen sind, denn sie frohlockten schon zuversichtlich, daß das Krcisamt für F. refferiren wird, plv b '?vv '2 mp' ,->27 : Es kam vom Kreisamte die Anordnung einer neuen Wahl, und wir können mit Gewißheit voraussetzen, daß Herr D. wieder mit derselben Majorität gewählt werde, so es nur Ew. Hochwürden gut heißen werden. Wir fühlen es, wie unfähig wir sind, die Emp, findnngen der Liebe, Bewnndernnfl Hochachtung und Dankbarkeit, wovon unsere Seelen ganz durchdrungen sind, ausdrücken zu können. Indem wir uns daher bloö darauf einschränken müssen, die gütige

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