Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 14 (4.4.1848)
- Date
- 1848-04-04
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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»W 10V HZ. »Jubelnd zieht ihr dann einst «Alle, die mir treulich dienen. wieder -E.ben himmlisch Gut. »Wo ihr euch nach sehnt, »Daß das Echo eurer Lieder "Und in meines Hauses Mauer »Bon de» Bergen tönt. "Wird ihr Name stehen. »Ihres Ruhmes stete Dauer -Auf dem Platz wo Dornen »Auf die Nachwelt gehn, standen - Ceder wachsen wird. " Und wer fremdem Stamm ent- «Wo sich Disteln sonst befanden sprossen »Da entkeimt die M-rth'! "Meinen Bund bewahrt. »Treu zu dienen hat beschlossen »Tugend» spricht der Herr -e- Mir auf jede Art. wahret, »Nebt Gerechtigkeit. "Wird in Zukunft auch einst »Meine Gnade offenbaret theilcn »Sich in kurzer Zeit- -Meiner Kinder Glück. Werden Sabbath nichtentwcihet, weilen Wer kern Un echt that, «Führ' in's Land zurück. Ewig' Heil ihm einst verleihet Gotr nach seinem Rath. »Wohlgefälligwirddannsteigen. Wer vom fremden Stamm ent- «Ihren Bitten wcrd' ich neigen sprossen «Stets ein willig' Ohr. Sich zum Herrn gewandt, Glaube nicht er sei verstoßen "Meinen Tempel wird man Bleibe unbekannt. nennen: » Völkcr-Andachts Ort. - Der Verschnitt'»? soll nicht geben »Alle Menschen dann erkennen Den Gedanken Raum; " «Des AUmächl'gen Wort!- -Bindoch fürmcin ganzes Leben «Unfruchtbarer Baum Spricht der Sammler der Zerstreuten, Denn, so spricht der Herr zu Israels Regent. ihnen: «Dann bin ich für alle Zeiten --» «--- Zeitungsnachrichten. Mähren. Austerlitz. Indem Sie, verehrter Hr. Redact., schon so gefällig wären, der hiesigen Rabbinatsangelegenheit in Nro. 5 und IS v. Jahrgangs einen Raum zu gönnen, so hege ich gar keinen Zweifel, daß Sie geneigt sein werden, dem ausgedehnte» Briefwechsel, der sich in deren Betreff zwischen hiesiger Gemeinde und dem OberlandeSrabbinen entspann , die Spalten Ihres geschätzten Blattes zu öffnen. Austerlitz, den 10. November 1847. Hochwürdigster Herr Landesrabbiner! Wie Ew. Hochwürden bekannt sein wird, ist das hiesige Nabbinat seit 11 Monaten bereits vakant. Herr Herrmann Duschak, gegenwärtig Oberlehrer zuTrietsch, ein Mann voll Würde und Gelehrsamkeit, dessen edler Charakter und vorzügliche Eigenschaften rühmlichst bekannt sind, u. der Proben seiner Fähigkeiten bei uns abgelegt har, ist ,mit der friedlichsten Einigkeit, und 4—5 Individuen ausgenommen, mit sämmtlicher Uebereinstimmung gewählt worden. Jedoch sollte cs bei dieser vortrefflichen und glücklichen Wahl nicht bleiben. Ein gewisser Herr Feilbogen, Kandidat der Philosophie und des Nabbinats, der ebenfalls hier eine Proberede abgelegt, klagte die Gemeinde bei der Behörde an, weil sie sich nicht zu ihm hingeneigt, und einen Mann nach ihrer Neigung, der jedoch kein absolvirrer Philosoph sei, gewählt habe. Es wurde daher, so wie es vorauszuschen war, indem es ein Gesetz zur Basis hat, vom Kreisamte sowol, als auch vom k. k. Landesgubernium, zu dem man rckurine, der Wahlakt verworfen und eine neue Wahl, welche am 26. d. M. vor sich gehen soll, angeordnet. Da aber Herr F. das Zutrauen der Gemeinde dnrckauS verloren hat, denn wie darf ein Mann, der sich einem heiligen Berufe widmet, durch Zudringlichkeit einer Gemeinde sich annähern, die sich ihm entfernt? Wie soll der Saamen gedeihen auf einem Boden, der ihn von sich wirft? Wie darf ein Volks- und Religionslehrer sich den Weg des Friedens durch Unfrieden, ja schlechterdings durch Prozesse bahnen? während für Herr Duschak, der nun auch im Besitze der Zeugnisse über sechs Lateinschulen ist, und um Bewilligung einer Privatprüfung aus der Pbilosovhie bei der Hofstelle bereits e'ngeschritten ist, die Gemeinde gesinnt ist, jedoch eine Hathora von Ew. Hochwürden, (ungeachtet dessen er schon von den rabbinischen Celebritäten unserer Zeit autorisirt ist) als unumgängliche Bedingung erachtet wird; so bitten wir ehrfurchtsvoll, daß es Ew. Hochwürden gefallen möge, um das drohende Ungewitter von Zwiespalt und Zerrüttung, welches die unausbleibliche Folge bei Aufbürdung eines Rabbiners ist, von unserer Gemeinde abznwenden, Hrn. D. einer Prüfung zu unterziehen, und ein Rabbinatsdiplom nach seinem Verdienste zu ertheilen.