Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 13 (28.3.1848)
- Date
- 1848-03-28
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Du wirst mir das nicht vorwerfenfühlst und glaubst Du doch wie ich, oder besser: fühle und glaube ich Hoch wie Du! — Obseur« Begriffe? Worin bestanden denn eigentlich diese vbscuren Begriffe der alten Zeit? Etwa darin, das man fest und unverbrüchlich an Gott und seinem Wort hangle? Daß man den Worten Gottes unbedingten Glauben schenkte? Wahrlich, dann freue ich mich. Einer der guten, alten Zeit zu fein; und diese vbscuren Begriffe, ich rühme mich ihrer! Oder will man etwa der alten Zeit vorwerfen: ste harren die Gesetze der Humanitär nicht aekannt? Nun wahrlich! Ich brauchte nur eine Wanderung durch -pro und TwZn anzurrecen, um Dir unzählige solcher Humanikäregcsetze als Belege gegen diese Anklage anzuführen. — Thun nicht diese Neologen, als hätten diese Gesetze, diese Pflichten deS Menschen gegen den Menschen, sie vorgeschlagen, als wären sie uns nicht schon Jahrtausende hindurch theuer und heilig , als wären sie ihr und nicht Gotte« Wort, als wäre daS: f-Z Zv) 2N2N HZ -spft nft HZ ,-pvr -zviZ NI?jZ, z^' HZ ,;i'^h7> -s'nhp 1?» nh k'rpn HZi 'psZ nh svhn 'n HZ -)^u V7 von ihnen ausgegangen! als hätten sie die Wahrheit de- Teh Zh .yZpZ?rh zh HZ? r:h-)I zuerst eingesehen! Hört man ihre schönen Phrasen über die Theilhgstigkeit a lder Menschen an den Freuden eines künftigen Lebens, wahrlich, man wird versuch^ zu glauben, daS pZn??Z c» yZp? mp'h »?'vn tft'p?^Z. sei ihrem Hirne entsprungen! meint man nichtdiese Neologen hätten es uns gelehrt, bei Handel und Wandel mit Nichtjvpen gewissenhaft, ohne Hinterlist zu Werke zu gehen, und thaten sie es etwa noch früher als daS wv7 iZ':hi w'd Zc?rw7 7i^h;'chZ 'a h 'rZ? m-? Z?v'"p ,7"Z pZip) Zc;v'2 V'P s'cw?"2P statuirr wurde? All diese Gesetze kannte und beherzigte auch die alte Zeit — und waren etwa diele ihre vbscuren Begriff«? Werde» mir aber diese Humanitärsmänner einwenden : die Juden der alten Zeit kannten und hatten keine Pflichten gegen den Staat, in dem sie lebten, sie harren gar keinen oder nur einen sehr dunkeln Begriff über das Berhalmiß ihrer Stellung zum Staate; sie isolieren sich^ zu einem Staate im Staate, und strebten nicht nach Förderung des Srqars- und Gemeindewohls? Uiid da- ZpZ Zh?c» 'pZü '? 7pP?? -,5h VP? viZonh '577) 'V v'Zcn'p vZ)? 7ch?Zu??cZ?-?»?V»ZN '2 '7 Zh?7VZ 'ZZ^sn?vo cc^h 'N-Z^I i'p'? v"c?'p,')?'Zcdas wäre bei der längsten Nabb.-Vex, fammlnng auSgeheckt worden? Und daS >'7Zp7 '2 7 (/'p 'vp hn n'c?'77z ' i'v')) >7 und w'Zcz ZZcpp '? (p'zh 'p7») rvcZp Zc Härten wir dem Reformge»ste des neunzehnten JahrhunderS zu danken? Äll^ diese Grundsätze waren auch den Juden der lieben alten Zeit mir unverläschdaren Zügen ins Herz geschrieben, und wenn unendlicher Druck, zahllose Mißhandlungen Jude und Jndenchum verfolgten lag da etwa die Schuld am Odscuranlismus des Jndenthums des Unterdrückten, ober nicht vielmehr an dem der Unterdrücker? Und wenn wir uns heutzutage eines minder drückenden, ja günstigen Looses erfreuen, haben wir in unserem Vorschritte das Verdienst zn suchen, und nicht vielmehr in dem der üff mlichen Meinung? In der altere» Zeir erblickte der N'chrMe im Juden etwas Fremdartiges, durch Humanitär der Dogmen, durch das Alter seiner Religion, durch seine Ausdauer in dieser, trotz aller Leiden, die er ihretwegen duldile. etwas JmponirendeS. und das war Grund genug ihn zu verfolgen! Während heutzutage eben diese Humanität der Dogmen, eben dieses Alter des Glaubens, eben dies« Ausdauer im Glauben als gewichtige Gründe erscheinen, den Juden zu schützen, mir politische» Rechten zu versehen! Wollte sich das Juder.rhmn reformiren,*) ich bin fest überzeugt, es verlöre viel, sehr viel a» Achtung. an Geltung dem Nichljuden. denn während es jetzt einer r,ef wurzelnden Ei ke gleicht, die Jahrtausende hindurch den Kampf m«e Sturm und Ungewitter ruhmvoll bestanden, wenn auch RegenstrKme ihre Blätter mirgerissen, Wirbelwinde ihre Aeste zerschmettert, den Stamm, den kraftvollen, beugx kein Sturm, NNterwühlt kein Regen, spaltet kkin Blei.*! penn ewig wurzelt per Stamm pes Heiligen*')! Während es jetzt, sage ick, der alten, ehrwürdigen Eiche gleicht, gliche. cs nach einer Reformation einer aufgeschvsssnen Schmarotzerpflanze, pollgesogen von ihrer Stühe „Neuerungssuchr," Pie nur so lange lebt, als sie die Stühe nähren kann! Bei Reformation, oder besser, bei Umschaffung, kann Pie jüptsche Religion nicht bestehen; und wenn jene hei Andern möglich, ja npthwendig war, bei der jüdischen ist sie es nicht; und was noch m-hr, Gebräuche. herkömmliche Sitten, die uns auf den ersten Blick geringfügig erscheinen , gewinnen bei genauer ») Ich meine eine allgemeine Reformation im Gebiete der Religion, nicht wie jetzt von einzelnen Giiev'exn ausgepeur.