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Der treue Zionswächter · 1848-03-07 · 10 (7.3.1848) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
10 (7.3.1848)
Date
1848-03-07
Page
– (sequence 3)
Language
German
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»W 75 Vas Thun das Lassen, die Verpflichtungen, difOpfer. Schicker hinaus Eure Jugend in dis weit« Well, nicht daß sie aufgebe, nein! daß sie sie verbreite, daß sie erharre, die empfangene Lehre, ihr Geltung verschaffe durch den Kampf mir dem Letzen; Arbeit und Iudenthum in wechselseitiger Ergänzung. (Fortsetzung folgt.) Die jüdische Jourrrattstik. Von — n—. (Beschluß) Jene Organe haben dem erwachenden, sich verjüngenden Geiste des Zudenrhums eine Richtung gegeben, durch welche unserer Religion arge Wunden beigebracht wurden. Indem wir diesen Geist wieder seine Bahn einlenken werden diese Wunden vernarben. Und wir können die- Mir Gottes Hülfe! Denn ihr Interesse und ihren Credit haben die reformistischen Zeitschriften verloren. Anfangs war eS der Reiz der Neuheit, der dem Ganzen noch Bestand verlieh; jetzt aber ist dieser entschwunden, und sie führen nur noch ein sieches Leben hin. Sehen wir aber auch ab von ihrem Verhältnisse zum wahrenIudemhume, so bieren die ästhetischen und literarischen Produkte auch jetzt noch nur wenig Interessantes. Bemerkungen und Auszüge aus dem Werke eines berühmten Gelehrten, die, man weiß nicht recht wie, hierherkommen, gleichsam mir den Haaren herbeigezogen erscheinen; und wieder knotige Polemik und Harts Zörgeliaden, höchst belehrende (?) Bemerkungen über unrechtmässige Eingriffe in das witzige Gebiet des andern rc. rc. füllen die Spalten derTagesblätter. Groß und vielversprechend war also die neue Richtung, die erwärmende Sonne, die dem Zudenrhum beim Beginne unseres Jahrhunderts ausgegangen, aber sie fand die wahren Geister nickt, denen sie ihre sanften Strahlen zugesender. Ein Geschlecht erstand dessen Herz nicht warm schlug für die Interessen deS wahren Zudenthnms, daS nur engr herzig unv ans beschränkter Ansicht zum Niederreißen die Hand bot, ohne zn prüfen, ob nicht Heiliges, Ehrwürdiges, Sinnvolles indem Bau läge, seit Jahrtausenden schön sich erkalten. Mögen wir nun dazu bemagen, daß der Begriff und die Mehrheit des Jur deitthums richtig erfaßt werde, mögen wir dahin wirken, daß uns jütische Wissenschaft nicht geboren werde von Lehrerw, die daS Zudenthnm verkennen, es vernichten wollen. Suchen wir nicht aus ihnen kennen zu lernen des Zudenrhums Geist und Lehren, die ihren Standpunkt außerhalb des Zndenthums genommen', sondern wenden wir uns zu den heimischen Quellen, aus welchen wir die reine Lehre schöpfen, um sie auss Leben anzuwenden, fo werden wir zum Ziele gelangen, das ein tägliches Gebet unS verzeichnet: iwc!> npiH .'n 1^70 711)^0 '7I7 ^2 l-s) DaS ruenfckltcke Herz. Von Dawid BÜrüll. (Beschluß) DaS gläubige, fromme, religiöse Herz, und alle Hoffnungen sind verwirklicht, alle Wünsche realisitt, alle Stimmen schweigen. . . Die hehre Freude, die Ruhe und Heiterkeit, die selige Zufriedenheit schlägt dorr ihren Thron auf, der Drang und die Sterblichkeit des Verlange« nimmt ein Ende, die Heftigkeit begierigen Begehrens hört anf. . . . Wenn die sanfte , erwärmende Glaubenssonne die Camera obscura deS Menschenherzens beleuchtet, dann refleeriren m ihren Strahlen eine Fülle von Glanz, daß nirgends ein Schatten, ein dunkler Körper sichtbar wird, eilend fliehen und schwinden die Nebel - wölken des Zweifels und die starre Eisesrinde „Unglaube^ schmitzr. Wir besitzen eiu schönes Eden und fühlen uns überfelig. Wenn der Polarstern der Hoffnung an dem Horizonte unserS Herzens auftauchr und die Nacht des Unglückes, die uns umgiebt, mit einem heiligen Schimmer anlächelr; wenn die süße, stärkende und tröstende Zuversicht, unS Much und Energie einflößr. nicht im Dienste deS Herrn zu erkalten, das Werk Gorres als Impuls einer jeden individuellen Handlung anzufchauen, unverdrossen über die sich demselben entgegenstemmenden Hemm- und Hindernisse, die Dahn zu brechen, trotzig und kühn Gefahren und Beschwerden aus dem Wege zu raumen, dann beschleicht uns nicht mehr Furcht und Angst, quälen uns nicht mehr Sorgen und Kummer, die Gefchösse des Unglückes verwunden nicht unser Herz, wir leben glücklich und zufrieden in dem Tempel deS HoffenS, wir besitzen ein Asyl, einen Port der Ruhe, indem wir mit gerechteren Ansprüchen als Anapagoras unsere Heimath in dem

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