Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 9 (28.2.1848)
- Date
- 1848-02-28
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Svrößlinge für unsere altehrwürdige Religion bisher gegeben und stets geben werben, ihrer Pflege, ihrer Obhur vertrauen wir unser höchstes Kleinod an, — die Zukunft unserer göttlichen Religion. (Fortsetzung folgt.) Die jüdische Journalistik. Von - n-. Eine große Epoche hat das Iah'Kundert geboren; Aber der große Moment findet ein kleines Geschlecht. Wenn in irgend einem Zeiträume neue Ideen, neue Rlchrungen und Verhältnisse sich kundgeben, neue, unerwartete Resultate zum Vorichein gekommen sind, so sind selbige nicht bemerkbarer uud auffallender hervorg,treten, als geradenn dem unsrigen. Zur Verbreitung und Verallgemeinerung der in der Mensch enwclr aufrauchenden Ansichten, die so gewaltig, überraschend -und nachdrücklich die Lebensbeziehungen erfaßten. so mit Ernst Alles ergriffen und bewältigten, trug vorzugsweise die Presse bei,, ja wir möchten dieser fast ganz allein die Macht vindiciren. die einen so mächtigen Emflüß äußerte. Wenn auch früher Hw und da «ine Idee sich geltend machte, die von einer bedeutenden Persönlichkeit aueging, so verschaffte diese fick nur Geltung in einem größer» öder kleinern Kreise ihrer Verehrer und Gönner; war diese Sache auch in praktischer Hinsicht nützlich, bewährte solche sich als heilbringend in ihren Folgen, so verstrichen dennoch viele, viele Jahre, bis allgemeine Anerkennung ihr zu Theil geworden unh dieselbe als Gemeingut sich allen darstellce, UM so weniger konnte demgemäß dasjenige sich Anhänger/gewinnen, waS als unedel und unwirksamsich zeigte in der religiösen, in der moralischen oder in der politischen Welt. Insbesondere war es demnach auch die Tageslirerakur, die eine so große Potenz abgab, ein so mächtiger Hebel geworden iff. üm das von irgend einem Geiste erzeugte — mochte es eine feste , oder unhaltbare und schwankende Basis haben — schnell in Umlauf zu bringen, und das kleine Lichr» das melieichr in irgend einem Winkel nur einen dämmen,den Schein von sich warf, entweder weithin zur wohlthätigen. hellstrahlenden Leuchte werden zu lassen, oder gar zu. einer wildaufloderndeu Flamm-, die verheerend UM sich griff, und Vieles in Trümmer verwandelte.. Wir können annehmen, daß die publicistische und journalistische Literatur erst etwa über ein halbes Säcnlum so sehr in Ausnahme kam, und seitdem die verschiedenen Zeitschriften. Wochenschriften und Journale wie Pilze aus der Erde hervorschießen, und immer daS Eine wieder bas Andere verdrängt. Zurückblicken müssen wir auf dre frühere Zeit, wenn wir uns die Erscheinungen der Gegenwart verdeutlichen, erklären wollen, denn in jener wurzeln die wirkenden und bedingenden Ursachen, woraus die Folgen der jetzigen Zustände entsprungen Hier Hab.» w«c natürlich nur diejenige Tagesluera'ur im Auge, welche, nn Schoße des IudenthumS geboren und mir demselben in Beziehung stehet. Wir sind jedoch keineswegs gewillek, einen likerar-historischen Stoff unser» geehrten Lesern hiermit zu bieren, sondern wollen nur von nnscrm Standpuncre aus den Einfluß bemerken, welchen diese Schriften auf das orrhodop, Iudenrhum geübt, ob sie zerstören? und niederreißend auf dasselbe eingegeden könnten, allein leider! müss.ir w«r hier bekennen, daß di- Wirkungen nach dieser Seite hin sehr unbefriedigend ausgefallen, nur wenig Erkleckliches und Heilsames hier zu Stande kam. Gegen Ende vorigen Jahrhunderts erst vereinten sich, unsers Wissens, mehre, « Gelehrte, die ein periodisches Blakt begründeten. W»r sehen hier von den philologischen, ästhetischen und so»- dienten, ad, allein anch diese erschienen oft im trüben sichre da man mir Vprurlheilen gegen das Jude,ich»,in und jüdischen Lehrbegriff sich an die Besprechung iür bischer Maserien wagte. Als man sich frei.r fühlte, und das Joch, das so sehr auf Israel lasiere, sich zu lüften begann, ergriff man gern diese Gelegenheit, um des religiösen Druckes — indem man die religiösen Satzungen als eine Bürde betrachtete — durch angegebene Scheingründe los zu werben. Nicht wenigen Anrheil harren an dieser Umbildung die damals im Umlauf gekommenen philosophischen Ideen, die. von unseren westlichen Nachbaren auf uns gekommen, si tz durch Deutschland Bahn brachen. Eine seichte Aufklärerei welche man für wahre, ächte Fortentwickelung ausgab, Witzeleien und Spöttereien auf den Bestand religiöser Institure, waren Folgen dieser einseitigen Richtung. Waren auch einzelne Männer, welche mir Wärme des Zudenthums sich anuahmen. so waren sie d.och nlchr kräftig genug, Einhalt zu khun solchem