Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 8 (22.2.1848)
- Date
- 1848-02-22
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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61 HZ. verehrten LandeLvaters, wird endlich auch hier, wie bei vielen ähnlichen Fällen bereits die Gewissensfreiheit aller seiner Umerchanen zu schützen und zu sichern nicht unterlassen. Metrische Bibelübersetzung. .7 " - O ' 5 »7 N Gott der Rache. Gott der Rache, Hilf üns in gerechter Sache! Nach Verdienst, o Herr der Welten; Laß den Stolzen doch vergelten! Dem durch Deiner Lehre Quelle Wird des Lebens Ansicht Helle; Still verfolgt er diese Richtung Und den Sünder trifft — Bernichtnng! - Wenn ich schon zu stürzen dachte, Deine Gnad' mir Hülfe brachte- Werd' von Dir ich neu beseelet. Ist mit Druck Dein Thron verbunden, Mein Gesetz bei Dir entschwunden? Laß sie Unrecht nur verfechten Und verdammen den Gerechten. Dich, dich wird zu allen Zeiten Gottes Beistand stets geleiten! Und in ihrer Sünden Falle Tilgt der Herr die Frevler alle! Wahlsprücke und Sitteulehren -es Orients. 8. Rabbi Abon sagte: Wer der Zeit voranlanfcn will, den stößt sie barsch zurück, (sie leistet ikm Widerstand) der sich aber von ihr geduldig leiten läßt, dem steht sie milde bei. (Berach. 6l, 1.) S. Rabbi Mair sagte: Ter Mensch fuge sich geduldig in des Schicksals Fügungen, und tröste sich damit, daß alles vom Himmel Veschiedene, selbst das Dunkelste und Düsterste, von guten Folgen ist. Folgendes Geschichrchen mag zum Beispiele dienen. Rabbi Akiba hatte auf seiner Wanderung einen Esel, einen Hahn und eine Lampe mit sich. In einem Städtchen angekommen, ersuchte er um Nachtquartier. Die Leute desselben aber weigerten sich, ihm solches zu gewähren, und wiesen ihm seine Bitte ab. Mit den Worten: „Alles vom Himmel Veschiedene, ist von guten Folgen»,, ließ er das Städtchen im Rücken, und setzte froh seine Reise fort. Auf'S Freie angelangt, gab er sich der nächtlichen Ruhe hin. Kaum aber verflossen einige Minuten, da kam plötzlich ein heißhungriger Löwe gelaufen, packte den armen Esel zwischen seinen Mörderklanen, und machte sich mit seiner Beute auS dein Staube. Bald darauf kam ein Marder, schlich sich leise zum Hahne hin, erdrosselte daS unschuldige Thierchen und zahlte Fersengeld. Nicht lange dauerte eS, da entstand ein heftiger Sturm und bücS die Lampe aus. Er ließ sich all dies gefallen uns sagte: „Alles vom Himmel Veschiedene ist von guten Folgen". Des Morgens machte er sich zu Fuße nach der Stadt hin. Wie groß war sein Entsetze»: Die Stadt ausgeplündert, eine Beute der Habgie-