Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 7 (15.2.1848)
- Date
- 1848-02-15
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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»ZH SS HZ. dem Sinne aber, wie das Rescript diesen Grundsatz faßte, daß die Beschneidung zum Eintritt in die Gemeinde und zur Gliedschaft an der Gemeinde, diese als Subjekt von Pflichten, Rechten und Fähigkeiten gedacht, in keinerlei weder affirmativ noch negativ bedingendem Bezüge stehe, ist jener Grundsatz nicht blos kein unbestrittener, sondern ein auf talmudischem Standpunkte unerhörter. 2) „Nur entweder Unkenntniß des Iudenthums oder das Streben nach dessen allmäliger Auflösung kann dem Israeliten, welcher die Beschneidung grundsätzlich verwirft, zu allen Rechren und Fähigkeiten der Gemeinde die Stellung eines Nichtjuten geben." So Dr. E. Der Rabbiner Horwitz in Wien sagt mit dürren Worten (S- 32 f.): Vielleicht ist der Rabbiner Horwitz ein Ignorant! Der Rabbiner Mecklenburg in Königsberg sagt in seinem hebräischen Gutachten (S. 231) : Der vorsätzliche und grundsätzliche Uebertrcter des Be- Lielleicht ist der Rabbiner Mecklenburg ein verkappter Iudenbekehrer!? Mit dem dritten Punkte steht es nicht besser. 3) „Derjenige welcher -von einem mosaischen ceremoniellen Gesetz deshalb sich entbindet, weil es durchaus seinen religiösen Gedanken mehr ausdrückt und eben dadurch nach seiner unerschütterlichen Ucberzeugung von Gott wieder aufgehoben ist, hingegen mir innerster Seele, mit seinem ganzen Leben an den ewigen Wahrheiten und rein religiösen Gesetzen des Iudenthums hängt, nicht nur vom Iudenthum nicht abgefallen, sondern vielmehr als ein emsiger Arbeiter an der Herbeiführung des Messiasreiches zu betrachten ist." Diesen Grundsatz bezeichnet Dr. E., wie die beiden vorigen, als seine tiefinnere, heilige Überzeugung. Ich würde kein Wort dagegen verloren haben, wenn er in dem Schreiben nach Teterow der Gemeinde daselbst gesagt hätte: so denke er, so der israelitische Oberrath in Schwerin, so die Reformfreunde in Frankfurt, so die Braunschweiger Rabbiner-Versammlung trotz des öffentlichen Widerspruchs, welchen hundert und sechszeyn Rabbiner Deutschlands, Frankreichs, der Schweiz und Ungarns gegen die zwanzig und einige in Brauyschweig erhoben haben. Aber Dr. E. bezeichnete obigen Grundsatz in dem Schreiben nach Teterow als Grundsatz des Iudenthums und das ist die Selbsttäuschung, gegen die ich im Namen der geschichtlichen Wahrheit prvtestirt habe und prvtestire. Denn das Wort von der „Nlchtverbindlichkeit mosaischer Gesetze auf der gegenwärtigen Entwickelungöstufe," welches dem Vater und der ganzen Gemeinde in Teterow verlesen wurde, ist nur die Ansicht einer seit einigen Jahren entstandenen Fraktion im Iudenthum, nicht des Iudenthums, welches vielmehr von jeher mit absoluter Uebereinstimmung jede Selbstentbindung von irgend welchem im Zustande des gegenwärtigen Erils erfüllbaren mosaischen Gesetze für Abfall von sich selbst erklärt har. Nicht individuelles Meinen und Belieben kann von dem geoffenbarten Gesetze entbinden, sondern nur eine zweite Gottesoffenbarung — so lehrt daS Indenthum , und das Ekristenthum, welches sich als jene zweite Goltcsoffenbarung weiß, gicbt ihm Beifall. Aus dem Geiste des Rabbinismus heraus sagt der als Kenner und Bekenner desselben berühmte Prof. Luzzato in Padua (S. 75): nicht im Leichtsinn sondern in einem Princip zn süchen i-i. Und wie sticht gegen das rosige Bild vom emsigen Arbeiter am Messiasreiche das Nachtbild ab, welches ihm der Bezirksrabbiner Löwen stein im Großherzogth. Baden zur Seite stellt (S. 187 f.) So als Jude Geborne wenn er auch nur ein einziges