Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 7 (15.2.1848)
- Date
- 1848-02-15
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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»W 53 GG» gläubige Seele, nachdem sie die rührende und sehr schauerliche Geschichte: „Wie die frommen Juden zu Cusaba ein prächtiges Haus und eine Summe von 20,000 Kaiserguldenverbrennen thaken angekörr, ausrief. Ist es aber nicht erwiesen, und Hr A. denkt sich den Fall nur also, dann — wir müssen das Kind beim daß «m ganzen Königreich Württemberg auch nicht eine jüdische Faunlie sich befindet, an deren Tisch nicht auch der orthodoxeste Jude mir ganz beruhigtem (Gewissen ZeitMgsNnchrrchteN. Mecklenburg. Letztes abgenöthigtes Wort gegen -ie Behauptungen des Landrabbinatö.*) Bo» Prof. Delitzsch. Wenn ich in einem Streite, der einem großen Theile der Äser dieser Zeitung uninteressant oder gar widerwärtig sein mag, noch einmal das Wort nehme und zwar in eben dieser Zeitung, so glaube ich dadurch berechtigt zu sei», daß hier jenes NabbinatSrescript, als cme bemerkenswerthe vatcrlän- ^Wir halcii ^nsi-rn in^Nro^ 2 Uch?G?istÄost st? 'oZu.ehu^hmc d^ag. dische Erscheinung. anS Acht der OeffeNtlichkeit gezogen , hier für eine iünere syttagogate Angelegenheit die Aufmerksamkeit des gesammtcn Publikums, auch die meinige, in Anspruch genommen wurde. Nachdem ich gethan, was ich für meine Pflicht hielt, und das Rescript mit der Freimüthigkeir, welche ja in unserer Zeit selbst königlichen und ministeriellen Erlassen gegenüber weder als Majestätsverbrechen noch als Agitation gilt, an den Prüfstein der geschichtlichen Wahrheit gehalten habe, könnte ick füglich schweigen, zumal da ich nicht hoffen konnte, das Laridcsrabbinat zu anderer Ucberzengnng zu bringen, vielmehr auf dessen schroffsten Widerspruch gefaßt sein-mußte. Aber die letzte Entgegnung des Dr. E. har die Wagschale sachlicher Gründe zugleich mit eurer solchen Menge persönlicher 2>lvectivcn belastet, daß ich allen Vescrn dieser Zeitung, welche weder Zeit noch Vust haben, dem Streite auf ein anderes Feld zu folgen', noch die folgende Auseinandersetzung schuldig bin. Das Nabbinatsrescript entschied in dem Tererowcr Weigerungsfälle nicht allein, daß das Kino als Mitglied der israelitischen Gemeinde anzuseben und zu behandeln sei, weit schon die Geburt diele Mitgliederschaft bewirke und die Unterlassung des Gebots sie nicht aufhcbe, sondern es entschied auch, daß der Vater des Kindes trotz der vorsätzlichen Weigerung in keiner Weise als ein solcher zu betrachten sei, welcher sich von der israelitischen Gemeinde lossagc oder als losgesagt von ihr zu betrachten lei. Diese zwiefache Entscheidung würde von mir nie angegriffen worden sein, wenn sie sich ans dem, was man jetzt gesunden Menschenverstand oder reine Vernnnft nennt, begründet hätte, aber sie stellte sich als das folgerechte Ergebniß von Grundsätzen hin, die auf dem Standpunkt des talmudischen Iuventhums allgemein anerkannt und durchaus unbestritten seien und berief sich mit herausfordernder Zuversicht auf die von jeher herrschende Praxis der Synagoge. Ich traute kaum meinen Augen, als ich dies in dieser Zeitung las. Denn zwar wußte ich anS dem I. 18 t3, daß damals der Verein von Reformfreunden in Frankfurt am Main im Frankfnrrer Journal (7. Juli) den Grundsatz ausgesprochen hatte, daß „die Geburt zum Inden mache, und daß der von jüdischen Eltern Erzeugte zur jüdischen