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Der treue Zionswächter · 1848-02-01 · 5 (1.2.1848) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
5 (1.2.1848)
Date
1848-02-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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»W 37 Zeit«ngsnachrichten. Mecklenburg Schwerin. Wie nicht anders zu erwarten, hat die Einhorn'sche Clique ihren ganzen Grimm vorzüglich gegen Prof. Delitzsch gerichtet, und fällt iu gleichgesinnten jüd. Organen, wie in ,.Z. b. 2," und „Isr." mit wahrer Beserker-Wuth über denselben her. Auch der „Hamb. Corresp." enthielt eine solche Erpectoration gegen Delitzsch, worauf indeß baldigst nachstehende Erwiederung ward: Einmalige Abfertigung deS „Eingesandt aus Mecklenburg." Schwerin. Mit einem Anonymus, der in cynischer Maske „ungebundene Tendenzen" proclamirt. ziemt es sick nicht eine confessionelle Polemik anzufachen. Aber die traurige Insolenz, tausendjährige, religiöse Institutionen vor das Forum der gesunden Vernunft mir nichts, dir nichts zu verwerfen, verdient der öffentlichen Mißachtung hittgcsiellt zu werden. Wenn Freisckärlersche Inserate, eine wissenschaftliche Celebrität, wie Prof. Delitzsch, mit Invcctiven heimsuchen, bemitleiden wir solche geistlose Methode und können nur anrathen, das Terrain der Presse fernerhin nickt mit den Harlekinswaffen zu tyrannisiren, und Schlagwörter, Allegorieen als Argumente einzusctzen. Andere Geister haben schon längst das dem „Iudenbekehrer" zugeschriebene Werk zu fördern gesucht, und man sehe nach Mecklenburg, von welcher Seite der heilige Friede zertrümmert wurde! Ehrlich. Aus -cm kics. (Beschluß.) Lassen wir jetzt den Iör. d. 19. Iahrh. und seinen Redakteur weiter unberücksicktiget, und seken uns nach thenrern Leuten um! und das sind unter Andern, ganz besonders unsere lieben Amtsbrüder im Würtembergiscken, denn diese sind fast -In recht biedere Männer, und von weit größerm Einfluß auf das Volk, als manche Blätter zugeben wollen. — Und sie üben ihren Einfluß zum Guten*) *) Sind sie aber ihres Einflusses verlustig, so liegt der Grund eben darin, weil sie ihn nicht zur Erhaltung Wenn ich aber den Lehrern einen nicht gering zu schätzenden Einfluß auf die Gemeinden zuschrelde, so müssen Sie, mein geehrtester Herr Redakteur, ja nicht glauben, es rege sich iw mir der alte Adam, des Schulmeisters Stotz. - Ach Du mein Gott! Gott! Schulmeister und Stolz einigen sich so wenig, als Feuer und Wasser! Und wenn auch dieses sündhafte Gelüst bei uns einkehren wollte, so fänden sich mit jedem Tage tausend Gelegenheiten, die den böse» Geist austreiben würden: Ja, die Kinder der Lehrer könne» etwa aufgedunsen vom Hunger, sie selbst aber nicht aufgeblasen vom Hechmuth sein. Auch halte ich gar nichts von dem Dasein eines Schulmeister-Stolzes, noch weniger als von dem Vorhandensein eines Pfaffen-Srolzes. Solche Denamsungen sind, nach meinem Dafürhalten, eitle Erfindungen böswilliger Menschen, die uns etwas anheften wollen. Daß aber der Lehrer in Wirklichkeit ein Pfund Einflttß übt, das geht also zu. — Der Lehrer lebt nickt nur i m Volke, sondern er lebt auch mir ,hm, er nimmt Anrheil an seinen Leiden und Freuden, weint und lackt mit ihm; er theilr die Muhen der Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder, freuet sick, wenn diese gut geartet sind und betrübt sick, wenn sie unleidlich werden. Er steht auch darum dem Volke näher weil kein gelehrter Dunst ikn umgiebr, und er nicht immer hinter klassischen Werken verschanzt ist. Dabei ist sein Rock nicht feiner als der der andern Menschenkinder, und seine Ausdrucksweise nicht mit vornehmen Leibphrasen durchwlrkr. Er versteht Alle und Alle verstehen ihn, und so findet er bald den Weg zum Herzen, wenn sem Herz eben selbst ehrlich und gut ist. — Weil nun der seinem Gott und seiner Lehre — ich spreche von dem alten Gott und von der alten Lekre, — getreue Lehrer, ein getreues Geschlecht erhalten und eine rechtschaffene Jugend heranzubilden vermögend ist, so wollen wir uns nach einigen solchen Lehrern umsehen; und sie, wenn daS bis jetzt noch nicht geschehen ist. Ihnen vorführen. Da treffen wir zuerst außer dem den Lesern dieser Blätter hinlänglich durch Gelehrsamkeit». Religionstreue bekannten Hrn. Maison, den Hrn. Lehrer Alerander Elsaffrr zu Oberdorf. Dieser ist der Sohn des sel. Herrn Baruck Elsässer, Lehrer in Freundenrhal und Enkel des sel. Herrn Alerander Elsasier,

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