Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 4 (25.1.1848)
- Date
- 1848-01-25
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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<»W 30 OKD mit ihm sprechen und ihn ganz bescheiden fragen: „Wie hast Dn's gefunden? und wie hat's dem Herrn gefallen?" Und wenn er alsdann darauf antwortet: ,,Jch Hab' es anders gefunden, als ich cs gehofft und gewünscht, und gefallen hat eS mir gar nichtso würden wir erwiedern: »Das freuet uns! Habens aber nicht anders vermuthet." — Noch würden wir zu ihm sagen: „Sehen Sie lieber Herr! bei uns ist solch' eine Masse Religiosität im Volke, und die frommen Uebungen und heiligen Gebräuche sind so tief in sein Herz gewurzelt, und es fühlt sich so wahrhaft glücklich dabei, daß die Blätteraufschneiderei es im geringsten nicht aufechten, vielmehr ganz ohne Spur zurückzulassen, ihm vorübergehen. Uud käme ja Einmal ein Lehrer, der die Taschen bauschig voll von neumodischen Entwürfen und den Kopf voll von radikalen (wie sie es jetzt heißen) Gedanken hätte, so würde er, sobald er so ein Jahr im Amte und unter der Gemeinde lebt, merken, daß sein Kopf doch nicht hart genug ist, um nicht an der felsenfesten Mauer des Glaubens dieser Gemeinde zu zerschellen, so zahm und so bedächtig, wie es sich ein Jahr vorder, von solch' einem Sprudclkopfe gar nicht hat erhoffen lassen. — Ja, noch mehr, wenn ein solcher Lehrer, aus lauter Unmuth darüber, daß seine Gemeinde sogar starr ist — auch so ein Wörtchen, das von Herrn Geiger vor und von vielen üachgegcigt worden — dem Amte entsagt, optischer Kunst sich hingiebt, damit er durch seine frauenhofcrsche Gläser, welche die besten sind, und in nicht allzugroßer Ferne verfertigt werden, denn solche werden fabrizier in München, der Hauptstadt Baierns, nach einer reformistischen Gemeinde, sich Umsehen zu können, die etwa unter dem Ringe des Satnruus, oder auf dem Uranus hauset, so veranlaßt ihn auch bald diese trostlose Aussicht, schnell wieder in den Schulrock zu schlüpfen, und das Neformiren an die Wand zu Hängen." Und nachdem wir so gesprochen haben werden und nachdem er, der viel erwähnte Redakteur des wenig gelesenen Blattes, zur eignen, bessern Ansicht gekommen sein wird, denke» wir, daß er geheilt von seiner unrichtigen Meinung, in Beziehung auf uus Würtemberger, friedlich und wohlbehalten in sein Rabbinat zürückkehren Und ittKolge, wenu.er alsdann noch etwas mit uns zu thun haben mag, manierlicher schildern dürfte. (Beschluß folgt) Baden. Mannheim. Die jüngste Spnagogenraths- Wahl Hieselbst, ist bekanntlich im streng konservativen Sinne ausgefallen, und alle gegen dieselbe versuchten Machinationen, sind wie i« d. Bl. mehrfach mitgetheilt, von Seiten der hohen und höchsten Staatsbehörden entschieden zurückgewiesen worden. Jetzt haben nun die neologen Synagogenräthe, da ihre Wirksamkeit gehemmt, und es ihnen ferner nicht vergönnt sei, in ihrem Rrformations-, d. h. Zerstörungswerke fortzusahren, noch weniger die gedeihlichen Früchte dieser ihrer Aussaat heranreifen zu sehen, ihre Dimission eiugereicht. Ob selbige Seitens der Behörden angenommen wird, ist noch nicht entschieden. Wir unsererseits rufen den Scheidenden mit voller Inbrunst ein herzliches Lebewohl und eine „nicht baldige Wiederkehr" zu. Palästina. Jerusalem, rZ-w ^"2 '7 2?, 1. Decbr. 1817. Groß ist der Schmerz, den wir hier im heiligen Lande fühlen wegen der Krankheitsfälle des Herrn H. Lehren. Kaum ein halbes Jahr, seitdem dieser nufer edler Wohlthäter krank daniederliegt, und schon, obwol auch jetzt noch 'das würdige Amsterdamer Comitte, wie früher, mit regem Eifer für uns strebt und unermüdlich unserer Noth gedenkt, fühlen wir dennoch den großen Verlust seiner Verwaltung. Die Geldspenden laufen immer weniger und weniger für Jerusalem ein. Möge der liebe Gott dem Bievermanne basd seine frühere Gesundheit ganz wiederschenken. Und Euch, Mitdrüber nn Ausland, bitten wir, erbarmet Euch ferner auch Eurer Mer Mütter, Jerusalem, sie schmachtet und lechzet ick Lrauerschleict gehüllt, ruft laut ihre verstoßenen Kinder. Wendet Euch nicht ab, gedenkt ihrer Vergangenheit, mehr noch ihrer Zukunft. ^Ä>r.'Sachs. ' Jerusalem, nw 7 21», d. 8 Dec.. 18^7. Man las im Zionswächter, ,vom .;r2 von Jerusalem berichtet, daß das Maas Waitze», welches