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Der treue Zionswächter · 1848-01-25 · 4 (25.1.1848) · page 7

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
4 (25.1.1848)
Date
1848-01-25
Page
– (sequence 7)
Language
German
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»w 3 t Wum 14- IS Piaster in der Theurung verkauft wurde, für 4j Piaster gekauft wird, und da es nahe zur Erndte ist, so hofft man das Maas für LZ Piaster kaufen zu können. Dieser Bericht ist wirklich wahr, aber leider die Hoffnungen der Menschen sind trügerisch. Es herrschte das vorige Jahr eine große Theurung in Syrien, weil die Heuschrecken großen Schaden anrichteten. Die Aussaat de- Getreide stand sehr gut, daher ist s kein Wunder, wenn nahe vor der Erndte sich Fälle in Syrien ereignen, wo der Bauer, der sehr gedrückt von Landesabgabeu wird, recht eigentlich eine Quantität Waitzen sehr billig verkauft, um schnell zu etwas baarem Gelds zu gelange» und seine Schulden dem Pascha zu zahlen. Es ist auch allgemein bekannt, daß der Waitzen in Palästina kaum ein Jahr aufbehalten wird, ein gewisses fliegendes Insekt höhlt, und frißt die Waihenkörnchen von der Mitte, auf solche Art und Weise, daß beinahe nichts mehr übLig bleibt, als eine dicke kleine Hülse; daher muß der Waitzen zur gehörigen Zeit verkauft und gekauft werden, aber läßt der Bauer ein Restchen Getreide noch liegen, um nahe vor der Erndte es zu verkaufen, so hat dies erwähnte Jnsektchen, bestimmt schon großen Schaden augerichtet, dann kauft man diesen elenden Waitzen freilich billiger. Dieses Jahr war Gottlob ein gesegnetes Jahr, die Waitzeuerndte fiel wirklich gut aus, aber was hilft es — die türkischen Aklwrde» wissen nicht Maaßregeln zu ergreifen. Das Maas Waitzen kostet 6 — 8 Piaster — Warum? Die Ausfuhr des Getreide ist gr.'ß — daher herrscht noch ungeheure Theurung in Palästina. Man denke doch, das Geld ist hier sehr theuer und rar. Ein Piaster, welcher 40 Para zählt, ungefähr 6 Kreuzer Silber, kömmt uns so schwer, als in Deutschland 40 Kreuzer Silber — und dazu noch eine sehr große Theurung. Vor 15 Jahren galt das Maas Waitzen 60 - 70 Para. Ferner haben die Heuschrecken dieses Jahr große Verheerungen an Lebensmitteln angerichtet. Nächst dem Brode ist in Palästina daS Baumöl der wichtigste Lebenszweig. Man bereitet die Speisen vom Baumöl, (geschmolzen) man braucht es statt Lichter rc. rc. Der Heuschreck fraß die Oliven, nagte sie vom Bäume herad, weshalb auch das Baumöl uns gewöhnlich theuer. Gottlob, das Getreide litt dadurch keinen Schaden, weil der Zug der Heuschrecke, nahe vor der Erndte sich einftellte. M. Lachs. «w-res». Wahlsprüche und Tittenlehren des Orients. Von S. Hsrowitz au- Tarnvpol. 1. Als Rabbi Mair das Buch Job endigte, sprach er wie folgt: Das Leben des Menschen endet mir dem Tode, das des Viehes mit dem Schlachten, doch sind beide für den Tod bestimmt; Heit dem Manne aber, der ans den Triften der Weisheirslehre herangewachsen, dessen Streben sich in derselben zu vervollkommne«, bezweckt, der seinem Schövfer durch tugendhaftes Leben Vergnügen*) macht, im Wcltthale eines guten Rufes sich erfreuet, und in solchem von demselben scheidet, wie es heißt: (Pred. 7, 1.) Besser guter Ruf als köstliches Del, und der Sterbetag als der der Geburt. (Berach. 17, 1.) Wie oft beachten die Rabbincn zn Jawna diesen Wahlspruch vor: Ich und mein Mitgenoß sind Geschöpfe. Ich verrichte meine Geschäfte zu Hause, er die semigcn zu Felde. Ich mache mich des Morgens zu meinem, er zn seinem Geschäfte auf. Ebensowenig wie er mich mit den meinigen, so beneide auch ich ihn nicht mit den seinigen. Um aber mit unserem Vortheil, daß wir uns mit Erhabenem, sie sich aber mit minder Würdigem**) beschäftigen, nicht groß zu thun, brachte man uns Folgendes bei; Gleichviel ist cs, ob man sich mit Erhabenem oder minder Erhabenem beschäftiget, wann nur das Herz alles aufrichtig um des Himmels Willen verrichtet. (Berach. 17, 1.) Phrase: in: kann mich diesem etwas zu orientalischen Ausdruck zum Vorschuß dienen. **) Rach meiner Übersetzung nrv n. -roß und klein, fallt all das Schwierige, das nach Erklärung Naschi's und des Koseb's stattfand, weg.

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