Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 4 (25.1.1848)
- Date
- 1848-01-25
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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soll, unter ihr mit höhnischem Spotte, gleich jener Edens-Schlange „Leichtgläubige zu verführen, und mit ihrem Geifer unsere geheiligte Religion unablässig zu besudeln, nur lauernd sie zu untergraben. Um aber manchem irregeleiteten Bruder einen brüderlichen Liebesdienst zu erweisen, ist eS die Pflicht jedes rechtgläubigen Israeliten, das Herabfallen dieser MaSke nach Kräften zu befördern, um daö eingeschrumpste Antlitz de» heurigen IudenchumS, oder waS einerlei ist, de- Phantoms der irregeleiteten Phantasie, der Anschuung preiszuzeben. (Beschluß folgt.) , «SH»— Eine Neise in das rvttrtembergische Unterland. Von Mm. (Fortsetzung) Allfhaufen, allwo der rüstige Kampfer für Wahrheit und Recht, Sal. Zebi, geboren wurde, lebte und wirkte, zahlt zwischen siebzig bis achtzig israelitische theils wohlhabende Familien, die sich fleißig mit Feldbau beschäftigen. Die schöne Synagoge wurde vor etwa zwanzig Zähren neu erbanet.— In der Person des wacker» Lehrers, Herrn Frank, habe ich eine mir sehr rheure Bekanntschaft gemacht. Dieser hak, feiner gediegnen Kennmiß und seineehrenwcrthen KarakterS wegen, so wie Herr Löwenstein in Pflaumloch, Seitender obern Schulbehörde die Erlaubniß erhalten, Schulcandidaren unterrichten zu dürfen, von welcher Erlaubniß schon beide mit dem besten Erfolg Gebrauch gemacht haben. Außerhalb Aufhausens ersteigt man einen Höhenrücken, der tine Wasserscheide -wischen Rhein und Donau bildet, das Ries HegrHyzt .und. dierFernsicht in da- Remschal eröffnet.auf tinen zuckerhurähnlich g-forMe» Berg liegende schöne Schloß, Has «an von hier -us, rechts, erblickt- und das den ganzen Sechrachgrzmp beherrscht, istvHohen Baldevu. Hier lebten bis OHM.Zehre 480t» -» welcher Zeit der letzreSprößttng idnies ^Haostr lstarb,:di» Gaaßm von Hohen Baldtzv»,'Vk ,Sch<tzHevrnjder^And«n zu Sberdovf und zu Anshtzusot. SlM.KHe des Bergs liegt das D-rfBal- »Mi. auch Inden gevShvt chabew, und -man -gigt moch.daS iFranrnbad Mnd Hss Haus in welclM» 8,lSMagoser-ewrfSr. Jenseits der ermeldeten Wasserscheide liegt das kleine Städtchen Lauchheim, ehemals dem deutschen Orden angehörig. Es wohnen daselbst 25 wohlhabende israelitische Familien. Herr Lehrer Wassermann genießt allgemeine, wohlverdiente Achtung, sowol seiner Kenntnisse als seinerühmenSwerthen Wandels wegen. Die Israeliten des Ortes waren früher, so wie alle Juden in den herrischen Besitzungen, dem Rabbinare zu Mergentheim untergeordnet. Da aber Mergentheim von hier 12 Meilen entfernt liegt, so wendeten sie sich in Casualfällen an den Rabbiner zu Oberdorf, der jedoch bei vorzunehmenben Trauungen, vom Rabbiner zu Mergentheim?ci7s> haben mußte. Die bis jetzt von mir theils besuchten, rheils mir beschrieben gewordenen Gemeinden gehören zum Rabbinarsbezirk Oberdorf, und bilden mit einen Kern des orthodoxen Zudenthums. In westlicher Richtung fortwandelnd, trifft man auf einer Strecke von sieben Meilen — bis nach Jebenhausen, keine Zudengemeinde. Man passirk Aalen, dem Geburtsort des Dichters Schubbarrs und des gekehrten Prälaten von Pahl, der sich in der würtembergischen Kammer so warm der Juden angenommen. Eine halbe Meile unterhalb Aalen-, etwa 500 Schrine links der Straße, liegt das dem Freiherrn von Wölwort gehörige Dorf Essingen. in welchem bis zum Anfang des vorigen Jahrhunderts eine zahlreiche Judengemeinde lebte, die aber während der Kriege, die Ludwig XIV. gegen Deutschland führte, freiwillig — aus welchen Gründen ist nicht bekannt — den Ork verließen, und theils in der Grafschaft Hohen Daldern, theils in der Markgrafschaft Onelzbacb, Ansbach, niederließen. In Oberdorf find noch Familien, die ihre Abstammung von denen von Eschingen Nachweisen. Man zeigt in der Nähe de-Ort-, noch den Acker, allwo der Begräbnißplatz der dortigen Juden gewesen, und noch heule zu Tage verrichten Juden au-Oberdorf, Aufhausen and Lauchheim, die de- Handels wegen nach Esfingen kamen, ötöü 'wr, an der bezeichneten Stelle die üblichen Gebete für die Hingeschiedenen. — Zwei Meile» weiter westlich liegt die ehemalige freie Reichsstadt Gmünd, die feit 1348 und bis zur Zeit in weicher sie mir dem würtembergischen Staat vereinige worben, ihre Thore hermetisch den Juden verschlossen vnd keinem Reisenden diese- Volke-, auch nicht gegen den größten Löibzoll, es erlanbte ihre Pflaster zu beb-treftn. Jetzt ist es ander-, jetzt findet man immer