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Der treue Zionswächter · 1847-12-21 · 51 (21.12.1847) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
51 (21.12.1847)
Date
1847-12-21
Page
– (sequence 6)
Language
German
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»W 4l4 Wv genen unter die Zahl derjenigen, von welchen fortwährend welche gekreuzigt wurden, um den Widerstehenden wehr' Schrecken emzufiößcn. - Wenige Tage darauf erregte ein anderes Schauspiel die Auflnerksamkeir beider Armer». Ein jüdischer Soldat, der auf Vorposten stand, forderte denicnigen der Feinde, welcher für den Stärksten und Tapfersten gelte zum Zweikampf heraus; er begleitete seine Herausi forderung mit würhenden Schimpfreden gegen RoM. Dieser Milizsoldat, Namens Zonakhas, war von gemeinem Ansehen, kleinem Wuchs uud ziemlich elendem Gesichte. Anfangs nahm man sich nicht die Mühe ihm zu antworten, aber endlich riefen seine Prahlereien den Zorn eines Reiters hervor, welcher Pudens hieß. Dieser Krieger, welcher einen Mann von so armseligen Ansehn verachtete, lief mir solcher Hast auf ihn zu, daß er fast zu den Füßen Zonathas fiel und dieser, dessen Schwert schon gezückt war, stach ihm damit in die Seite. Darauf trat er den Körper des Pudens mir Füßen, schwang sein blutiges Schwert und sein Schild und schrie aus Leibeskräften, es thate ihm leid, daß er nicht alle Verheeret seines Vaterlandes auf dieselbe in IonathaS Munde stocken, und er fiel lobt neben der Leiche seines überwundenen Feindes nieder. (Fortsetzung folge.) ZeitrmgsrrnrhmchteN. Mecklenburg-Schwerin. Daß auch in unserm Lande ein Vater sich geweigert, seinen nengebornen Sohn beschneiden zu lassen, möchte nach vorangegangenen Vorkommnissen kaum noch zu bewundern sein, daß aber ein Rabbiner allen und jeden Debatten in Bezug auf Viesen Verfall dadurch ansbengtindem er erklärt, der betreffende Knabe sei auch ohne Beschneidung so gut Jude, als mit derselben, wie dies unser Landesrabbiner gethan, ist eine Erscheinung, so nagelneu, daß sie uns der Besprechung wohl werth erscheint. Was H. Dr. H. nnd andere Koryphäen dcS Reformvercins nicht ansznsprechen gewagt, was die N.-V., die im „Erlauben" wahrhaft nicht zn spröde mrd zurückhaltend war, nicht einmalanz«deuten sich gekraute, das lehrt ein Landrabbiner, kaum 3 Monate im Amte, ohne Scherl, ohne Anstoß, will praktisch dieser Theorie nachgelebt haben. Sollen wir es offen bekennen, die Wege der Vorsehung sind wunderbar, doch stets gerecht und weise. Wir freuen uns solcher Entscheidung nicht, und doch trägt auch sie ihr Gutes in sich. Wessen unsere! modernen Rabbinen fähig, in dieser Beziehung hat k längst kein Zweifel mehr vbgewaltet. E. und seine Genossen, die Neformgeistlichen gehören dem Inden- > thume so wenig ferner an, als es Uhlich und die ihm Gleichgesinnten der evangelischen Kirche. Aber mögen auch die Ansichten der Staatsregiernngcn in Bezug auf die rel. Fragen der Gegenwart noch so verschiedener Art sein, mag vor Allem der Grundsatz volle Anerkennung nnd Bewährung finden, daß jeder rel. Ansicht und Glaubensmeinung der weiteste, s ungehindertste Raum zur freien Entwickelung eingeräumt werden müssen, mögen die verschiedenartigstcn Seelen mit einem höher« oder geringeren Grade von, ja selbst ohne allen äußern Gottesdienst, im k Staate geduldet werden, einen Endpunkt giebt es, - wo ein „Weiter" nicht ferner gcdnlder werden kann und darf, wo dem „Fortschritt" ein entschiedenes Z „Halt" entgegengerufen werden muß. Preußens! weise und gerechte Negierung hat es bereits ausgesprechen, wie im Kreise derKirche diese selbst nicht in Frage gestellt werden darf, die Basis ihres Beß stchcns anerkannt werden müsse, wer sich in seinem > Gewissen hiezu nicht veranlaßt fühle, dem bleibe l nur eins übrig: Austritt. Und dahin — wir sind der festen Ucberzengung — wird es auch bald im Kreise des Judenthums ebenfalls gedeihen. Die seit Jahren steigende mrd immer fortschreitende Bex wegnng einiger weniger jüd. Geistlichen rmd ihnen gleichgesinnter Privaten hat bereits einen Standpunkt erreicht, auf welchem das Judenthum selbst in Frage gestellt wird. Hier selbst, ohne alle und jede Einmischung deS Staates» ohne die nothwendige Cottseqenz der Regierung ist und muH aber das Ende, der Grenzstein der Bewegung fei«, jenseits derselben giebt es kein Juden thnm mehr, mir — freie Gemeinden. Und in diesem Sinne freuen wir uns sogar des -anfangs erwähnten Bescheides eines Rabbinen. E. und seine gleichgesinnten Reformgei nossen, sie haben es amsgrfprwchen, was längst Z

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