Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 51 (21.12.1847)
- Date
- 1847-12-21
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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jectivität tritt) heißt: Zeichend. i. ^ersinnlichung, vb,ective Darstellung eines Begriffes, und zwar hier d s -Begriffes, von -d m Verhältnisse zwischen Gott und Mensch. Jener begriffen als. »»ei:sicher Wvhlthäcer, Dj.scrderuseir,zur. Golte^kennrniß rind der damit vt.rdur.dtten, GlücheliLkeil., besvn.df.rs.Israel, als Traqer und Verbreiter der reinen Goneserkennlniß. Gott .urach nämlich zu Abraham, dem Ahnherrn der Gläubigen : Ich bin der Allmächtige re. So ist die Deschncidung zwar kein Lacramenr, bas erst zum Juden macht, aber ein Fundament des Iudenthums, ein Zeichen des dem Iudenrhum zu Grunde liegenden, beseligenden Verhältnisses zwischen Gort und Mensch, welches am Sinai zwischen Gort und dem zur Verbreitung der höher,, Menschenwürde berufene,, Israel ins Leben getreten ,st. Diese Besch,,eidung nun, dieses Zeichen des Ver.- hälruisses zwischen Gott und Mensch, diesen Ausdruck der angeborncn Verpflichtung zum Eintritte in den Bund des Stammvaters Abraham als Grundlage des spärern sinaischen Bundes, diese Quelle der ganzen mosaischen Lehre, die Deschncidung, diese sollre nun die erste Zielscheibe leichtfertigen rcformatvrischen Spiels fein? Gegen 4000 Jahre sinder ein ganzer Volksstamm seine Beruhigung seine Erhebung, seine Seligkett. seinen Trost, seine Hoffnung bei allen Schlager, dcS Schicksals, sowoi bei denen des Einzelnen, als bei denen der Gesammkheir, in der geoffcnbartcn Lehre Mofchc's; und diese geoffenbarte Lehre Moscheh'S har die Lebensgeschichle der Patriarchen zur Basis (5. M. 7, 7 8); und dieses Patriarchenleben wird durch die Beschneidung, als Zeichen des Bundes, besiegelt und in ihr den späten Nachkommen vergegenwärtigt und verewigt; und nun sollte durch einen einzigen Streich dieses ganze ehrwürdige, heilige Gebäude in seinen Grundlagen erschüttert werden? Jude will man heißen, und dennoch daS Fundament des Zudenthums an seinen Kindern nicht objektiv darstellen? Die zarrcn Pflanzen des Zudenthums sollen aller Wurzel beraubt werden und dennoch gedeihen? — Welche Verirrung in einer sich unfehlbar denkenden Zeit! — (Fortsetzung folgt.) Geschichte der Römerherrschaft i» Judäa u. der Zerstörung Jernsatems. Von I. Salvador. Deutsch von D,. Ludwig Cichler. (Fortsetzung.) Dieses u. einige Mißverständnisse, so wie eine Vorliebe für Bezeichnungen und schwankende Ausdrücke abgerechnet, ist die Uebersehung im Allgemeinen fließend und treu. Dem Buche sind vier Karten bcigegcben, welche des historischen Vergleichs wegen nvlhwendig sind, namentlich erleichtert die Angabe der Angriffspunkte auf der vierten, dem Plane Jerusalems, die Versinnlichung des lehren Kampfe« dieser Stadt, dessen Ende wir noch dem Buche entlehnen wollen. Wir wählen die Einnahme des Tempels, nachdem bereits die nördlichen Theile der Stadt sowie das Forr Amonia in die Hände der Römer gefallen waren und Hunger und Pest die Reihen der Streiter gelichtet hatten. „Nach der Einnahme der Festung Antonia harre Titus noch den Berg Moria, auf welchem der Tempel stand, und den Berg Zion zn belagern, welcher die obere Stadt einnahm Den Tempel, das Haus des Wortes und der Sekrift angreifen. den Keim dieses Gebäudes Umstürzen, den Palast des heiligen Gesetzes zu zerstören, das hieß das Herz der Nationalität, der Religion und des Geschlechtes der Juden zu Tode treffen. Lange und grenzenlose Wehklagen mußten einer solchen Wunde folgen und Niemand vermochte dieselbe zu schließen, bevor alle Völker die verschiedensten Phasen der Barbarei, des Elends und der Knechtschaft durchgemacht. Sieben Tage hindurch war die römische Armee damit beschäftigt, die Festung zu schleifen, und nur ein Thurm wurde verschont, von welchem herab man die Bewegungen der Verthcidigrr der Tempelplatte beobachten konnte. Auch der Wall des Stadttheiles Acra. oder der unteren Stadt, und alle diesseits des Berges rissen; dadurch erhielten die Legionen mehr Raum für die neuen Werke, welche sie aufzuführen hatten- Von nun waren die Legionen durch keine Mauer mehr von der untern Stadt getrennt. Aber da dieser Skadttheil im Westen durch die erste Ringmauer der Plattform des Tempels beherrscht war und er enge Straßen enthielt, so widerstanden Paläste, die mit Zinnen versehen waren, und andere Häuser noch dem Sieger. Der