Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 51 (21.12.1847)
- Date
- 1847-12-21
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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<-IH 411 HK» Hörst du ttlcht das Ae» SUde» Höhen: „Herrschest Höhen. Sind seine Sckaarcn za zählen? Und wen überwältiget nickt sein Tugendlicht? Und wie will der Mensch Recht haben mit Gort, und wie lauter sein der vom Weibe Geborene?" (Zjob 23, 1—3) Und hörst du's nicht klingen ans fernen Zeiten in Hellen Tönen von David'» gvttgeweihter Harfe: „Tel)' ich Deine Himmel, Deiner Finger Werk, Mond und Sterne, die Du einsetzest, was ist der Mensch, daß Du sein gedenkest, und der Menschensohn, daß Du auf ihn stehest?" Mensch, besitzest du wirklich die hohkn Gaben, deren du dich rühmst, tritt noch keine gläubige Thräue in dein Auge, erfasset dich nicht Sehnsucht der Liebe zu deinem Schöpfer, überwältigen Allgewalt seiner Macht? Und rufet dein Verstand nicht : Auch ich bin ein Geschöpf, ein Werkzeug Gottes, ein Wcllkörper, ein Stern des Lichtes? Aach mir muß eine Dahn meines Wandels vvrgezeichner, ern bestimmtes Ziel gesteckt sein; auch ich muß meinen Thcil haben a» der großer Welkarbeir. Aber umsonst sehnt sich das Herz, vergebeus forschet' der Verstand« Allen Wesen ist ihre Bestimmung mit der Geburt angewiesen, sie folgen von selbst dem innern Zuge, dem Drange ihrer Natur. Der Mensch steht fragend und vathloS auf der großen. weiten Erde. Was soll ich thun? Was lassen? Was wird von mir gefordert? Wozu bin ich da? Wer kann mir sagen, was der Wille meines Schöpfers ist? Zch frage den Himmel, frage die Erde, frage alle Wesen: Könner ihr mir sagen, was der Schöpfer mir befiehlt? Sie lispeln leise, sie rufen laut, aber ihre Sprache verstehe ich nicht. Auf des Meeres Sturmes fluthen, Zu des Vesuvs Feucrgluthen Trag' ich meine Sehnsucht hin, Frage, was des RäHsels Sinn? Unbelehrt geblieben bin. Zu der Rose süßen Düften, Zu des Moders tiefen Grüften Ged' ich fragend um das Wort; Alles weiSt mich wieder fort. Nirgends find' tch Ruhevrt. So frage ich mich selber, sprich du, meine Seele, saget ihr mir, mein Herz, mein Gefühl, mein Verstand, wisset ihr mchc, was des Menschen Beruf? In das eigne Her; hernieder Steigt der Geist beängstigt wieder. Her; nicht, Geist nicht Antwort gab. So ist nun unerfüllte Sehnsucht und ewig bau, gende Furcht mein Theil, da öffnet sich über mir d>e Wolke, aus der Wolke seh' ich-ragen eine Hand, und die Hand hälr einen schimmernden Ring, von ihm Emunah, gläubigen Gehorsam, auf daß Du erkennest den Ewigen. Dem Liebenden, Fürchtenden offenbarer sich der Herr. Aus meiner Hand empfängst du, Israel, den Schlüssel des tiefsten Geheimnisses zu Volkes Erkenntniß; ich fordere nicht« von Dir, als treuen Gehorsam. Willst Du mir Dein Jawort geben? Auszüge Nabbinischerr Gutachten für die Beschneidung rc. rc. (AlS Manuskript gedruckt.) Frankfurt, »8 st. (Fortsetzung.) Dem Gutachten deS Herrn DezirkSrabbinerS I. Löwenstrin zu Gailingen entnehme« wir Folgendes: Noch bin ich aber eine Erklärung zu geben, einen in dem bisher Gefagron scheinbar obwaltenden Widerspruch zu lösen schuldig. Aian könntnämlich fragen: Worin bestehr denn die eigentlich, Wichtigkeit des BeschneidungSgebows? worin unterscheidet es sich von am Vern Religionsgeboren? Daß durch die Ausübung desselben nicht der Eintritt in das Zudenrhum, sondern „Der Eintritt in de« Bund Abrahamsbechätiyc werden soll, was will das heißen? Zur Lösung Vieser Fragen nenne ich nur ein einziges Wörtchen, genommen aus der nie versiegenden, nie zu erschöpfenden, aber auch von allem Schisma« ober, fiächlichen Reformvrrstrche nichk z» trübenden Quelle, eS ist das Wörtchen tvsi, dessen sich Sie h. S. (1. M. 17. IO zuS Bezeichnung dev Wichtigkeit der Beschneidung bedient, (als Grundwort der Accasaeivbezeichnvna, oder der Redeforrw, in welcher dasjenige Ding ausgedrückr wird, welches von der Subjektivität in die Ob»