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Der treue Zionswächter · 1847-12-07 · 49 (7.12.1847) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
49 (7.12.1847)
Date
1847-12-07
Page
– (sequence 4)
Language
German
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sieht. Alle, ober doch die meisten Uebertretungen des Gesetzes sind der Art, daß Die, die sich solche zu Schulden kommen lassen, a dem Drange der Zeiru,»stände, der Genußr oder Gewinnsucht, der Wollust, den Verlockungen re. nicht zu widerstehen vermögen, ohne deshalb zu erklären. daß das Iudenlhum dies cder jenes nicht verbiete. keineswegs die Gültigkeit des Gesetzes an und für sich leugnen, sondern nur dessen Anwendung, die mehr oder minder strenge Auslegung desselben u. dgl.; und e ihre Ueberrrcrung immer nur momentan ist; wobei sie Vor-Heilc und Versuchungen obsiege, wenn sie zur bessern Erkcnntniß, zum richtigen Verständnisse des heiligen Gesetzes kommen, oder was sonst sie dazu bewegt, ohne daß der Rücktritt durch irgend Etwas erschwert sei. Wie auch sonst Uebkreter e für sich allein stehen. Ihr Beispiel kann wol für Andere verführen,ch sein, aber ihre Abweichung har keinen sektirerischen Charakter. (Das wäre erst der Fall, wenn sie eine Erklärung ausstcUren, daß alle, die mir ihnen gleicher Gesinnung sind, z. B den Sabbarh nicht ferner als Ruhetag ansehen wollen, in.welchem Falle sie ebenfalls als aus dem israelitischen Kirchenverband herausgerreren anzusehen wären.) Dieser erstreckt sich bei ihnen nicht einmal auf ihre Kinder; treten pflegen, so können sie doch frommeren Sinnes werden und daher leicht wieder im vollen Sinne des WorreS Israeliten sein. Wie ganz anders rücksichtlich der Ueberrretung des heiligen Gebotes der Beschneidung, zumal wo solche den offenbar zu Seckirern, versündigen sich und die Kinder, die nicht beschnitten worben, fortwährend — da sie in keinem Augenblicke frei sind von der Verpflichtung, sich beschneiden zu lassen — schneiden den Weg zur Rückkehr ab, entziehen wenigstens diese Hoffnung den Gläubigen; denn daß die Kinder später nachholen werden, was bei ihnen unterlassen worden, laßt sich bei der allerdings im spakern Alter weit schmerzlicheren Operation und der stets gewisiermaßen damit verbundenen Prostitution sicher nicht erwarten; wie denn auch Eltern durch Unterlassung dieser in jedem Betrachte Hauptceremonie zur Genüge mann fesiiren, daß keine israelitische Ceremonie ihnen heilig ist, und was vermöchte ihre Kinder in die Arme deS Glaubens zurückzufühen? Wenn irgendwo, so ist hier Einschreirung der Kirchcnbehörde nicht bloS gerechtfertigt, sondern heilige Pflicht. Ganz zu demselben Resultate gelangt man endlich auch, wenn man die Sache nach den allgemein geltenden kirchenrechtlichen Grundsätzen beurrheilr. Eine NeUgi« gionsgesellschafr besteht, die nach dem Schriftwerke seit Jahrtausenden ein Gebot für unablässiges Erfordernis, für wesentlichen Dcstandtheil des Zudenrhums gehalten und immer noch hält. Einige Individuen gung weiter anzufechren. fragen wir, ob dieselben nicht selbst sich mir dieser so bedeutenden Abweichung von dem bisher Angenommenen aus der religiösen Gesellschaft excommuniciren, mit ihrem Principe und ihrer Lehrweise in solchem Conflict mir den von ihren bisherigen Lehrern und Geistlichen befolgten gerakhen, daß diese türder nicht mit gutem Gewissen ihren geistlichen Beistand zu leisten vermögen zu Handlungen, welche in Ucbercinsiimmnng mit der Ucberzcugung dieser Neligionsgrsellschaft ihre religiöse Weihe und Kraft erhalten sollen.-— biblischen Standpunkte, immer stellt sich uns als Resultat heraus' daß der Israelit, der vorsätzlich die Beschneidung bei seinen Kindern nicht übr, weil er sie für unwesentlich zum Israelitenthum erklärt, angesehen werden muß, als sei er gänzlich aus dem israelitischkirchlichen Verbände ycrausgetreten. Geschichte der ZLömerherrschaft Ln Zrrdäa rr. -er Zerstörung Jerusalems Von I. Salvador. Deutsch von 1)r. Ludwig Sichler. Dieselben Ideen, welche den bereits mehrfach als Vertreter der Größe des Zudenrhums bekannten Ver-

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