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Der treue Zionswächter · 1847-11-23 · 47 (23.11.1847) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
47 (23.11.1847)
Date
1847-11-23
Page
– (sequence 2)
Language
German
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vachMyd,» Neigungen, soydxr» nach vernünftigen. heilbri>»aenden GrHhen^kMdel^. Wenn wir wü» diese -- Brse^^f^stP»..'«Yh.^cht ^efvlyrn/so' Händeln'wir^nicht ,uls.Freje^, sondern^ als Sklaven, die einer fremden. Avlh upK M)^hcne^ Kerrj^chasr, un werben Me^fre Dar.»'" , spllen wir nach Freibcir ringen, nach Selbstständigkeit, nach Hoheit über unsere eigene Natur. Wir sollen dem Reiz zur Sünde oder der Versuchung nur heldenmürhigem Ernste widersteht«, und ihm nicht unrerliegen. Zeder Mensch aber wird versucht zur Sünde, und jedes Alter hak seine eigenen Versuchungen. Die Zugend wird durch ihren Leichtsinn, da« reifere Alter dürch Leidenschaften und üble Gewohnheiten, der Greis durch Murhlosigkeit, Schwäche, Geiz und Stolz versucht. Der Einfluß unser- Körpers auf die Seele ist in dieser Welt eben so groß, als der Einfluß der Seele auf den Körper. Daher, so lange wir in diesem Leibe wohnen, das heißt so lange wir hier auf Erden leben, baden wir gegen den unerlaubten Einflnß Ve^ Körpers, ober mir Versuchungen zur Sünde, zu kämpfen. Aber in den Stunden der Versuchung erscheint die Macht der Religion im höchsten Glanze. Wo kem Anreiz zum Fehlen ist, da ist auch keine Tagend. — Oder wer wird den Dieb tugendhaft heißen , weil er nicht mehr stiehlt, während »hm dazü im Gefängnisse die Gelegenheit mangelt? Die Stunde der Versuchung Ist für den Frdnimei, und Weisen die Stunde des Triumphs seiner Religion. Nie har er anders Gelegenheit, sich so in seiner Grösse zu zeigen, nie einen Anlaß, zu erfahren, wie grsß sein Murh, seine religiöse Kraft, seine Selbstständigkeit, seilte Unabhängigkeit von der Sinnenlust sei. Die Stunde der Versuchung »st für den Weisen die Stunde seiner Selbstverherrlichung, die Stunde seiner geistigen Verklärung und seines GottähnlichwerdenS. Er fühlt sein besseres für den Himmel geborenes Selbst. Er bringt seinem heiligen Glauben ein Opfer, das um so schöner ist. um so größere Mühe und Selbstüberwindung eS ihn kostete; er spricht: Wie sollte ich ein so grosses Uebel begehen, und gegen Gott sündigen? (1. M. 39. 9) . Die Stunden der Versuchung sind jene, auf welche der Fromme einst am Ende seiner Tage mit dem in. nigsten Entzücken -urücksieht; denn sie sind ja die treuesten Bürgen und Zeugen für die »bahre' Reife ftiües Geistes zu einer bessirn Welt. zU höhcrn Bestimmungen. Sie sind es. deren Erinnerungen ihn auf dem Sterbebette btsestyt. daß er den Blick in die Ewigkeit richten, ustd bei jfch sprechen kann: Heil m ir, ich habe einen " guten Kampf gekämpfer! Zch verlasse den Wahlplah als Sieger und darf mir Freude erscheinen vor dem HeM und Könitz der Wett,' dess Mich hiehtr gesandt. Auszüge RabSiuische« Gutachten für die Beschneidung rc. rc. (Als Mmmscript gedruckt.) Frankfurt, 1814. (ForlfetzUUg.) Dem Gutachten deS Herrn ür. Adler, dämH ligen Land - Rabbiners zu Hannover, entnehmen wir Folgendest So mannichfach Und verschieden dir Ansichten über sen Grund und dett Zlveck ded Mekterwühnten rctiz»- ösen Handlung oufgefaßt werden können; so komnren doch die meisten Commentaroren darin überein, daß die Deschnridung den Zsraeliren als solchen stempelt, baß sie, wie Maimonid-s (More, 3 39) sich auedrückr, das distinguirende Merkmal ist, welches die Bekenner eines und desselben Glaubens narionaliker vereinigt, und darum auch die äußere Bedingung seiner Auf, nähme in den Geweinde-Betband ZsraelS ist. Dies» Anschauungsweise entspricht nicht nur dem biblische» Ausdrucke, daß die Deschnridung ein Zeichen cheS Bundes, d. h. ein Zeichen der Angehörigkeit sei. sondern erklärt auch > daß sir bei dem Proselyten der 'Receptionsacr ist (vergl. Zore Dea, 268 so wie ZösephuS , X. Cap. 2, §. 5, welcher, dm interessanten Fall anführr, daß dem zuiN Zudenthüme übergegangenen ZzareS, König von Adiabene, von Ananias, seinem Freunde, und Helena, seiner Murrer^ von der Beschneidung abgebrochen ward, -solche absr doch auf Anrarhen des Elieser, welcher sie oils dals 'erste» unerläßliche, die Seligkeit 'bedingende Gebot Gezeichnete, an sich vollziehen ließ —). So wie daher dei'm Proselpten ein doppeltes Moment der Aufnahme

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