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Der treue Zionswächter · 1847-11-16 · 46 (16.11.1847) · page 7

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
46 (16.11.1847)
Date
1847-11-16
Page
– (sequence 7)
Language
German
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»W S7S -W» Sckulunterrkcht beginnt mit bem größten Conrraste zwischen dem vorigen Kinderleben und dem Schulleben und der Lehrer kommt nie auf dem Gedanken des Unr rechkS, das in seinem Verfahren liegt. Man erwägt darum nicht, daß wie bei der physische» Kindeserziehung die Verletzung des Gesetzes deS Allmähligen. so bedeutenden Schaden oft verursacht, z. D. daS zu schnelle Angewöhnen des Säuglings an chaS Licht, auch dieselbe Sünde bei der intellektuellen Erziehung einen noch größeren Nachtheil veranlassen könne. Oben wurde bemerkt, außer der DaSsedow- und Rochowschen Unterrichtsmethode, welche lediglich nur auf formale Uebungen deS Verstandes ausgehen, und der Pestalozzischen, welche diese Uebungen zwar mehr regelt, aber sich jedoch noch immer nicht über Zahl. Maaß und Sprache, mit glücklichem Erfolge auedehnre, kennen wir außer dem Schreibnnd Leseunterricht sonst keine ganz bestimmte, und etwa von ihrem Urheber oder von ihrer Tendenz aus bezeichnet« Elemenrarun« rerrichtsmethode für die übrigen Lehrgegenstände. Eben darum läßt sich so weniges außer dem Lese- und Srdreibuncertchc im Allgemeinen für die Beantwortung unse, rer Frage: Wie soll das Kind als Mensch unterrichtet werden, in der Erfahrung finden. Alles, waS man noch sagen könnte, läßt sich darauf zurückführen. Man bemerkt das Streben, im Unterricht vom Leichteren zum Schwereren zu bemessen, die ersten Anschauungen zu bestimmen, die Ausdehnung ihres Kreises zu bestimmen. Alles d»eS ist der Deurtheilung einejeden Lehrers noch überlassen, und daher haben wir in dieser Beziehung eine unerhörte Menge von Umerrichrsweisen, oder im Grunde genommen — gar keine, weil es doch uur — eine für — Menschen geben kann. Das Resultat unseres Umhersuchens und Beobachtenvereinigt sich denn offenbar in dem Satze: Die Beantwortung obiger Haubtfragen finden wir in der Erfahrung nicht. — Wir müssen daher sie auf einem andern Wege suchen. Der einzuschlagende Weg ist der des Nachdenkenüber den Zweck deS MenschenunterrichkeS, denn daS Unterrichten muß einen bestimmten Zweck haben. Folglich sind die Gegenstände des Unterrichtes, so wie die Unterrichtsart nur die Mittel, den Zweck sicher zu erreichen. So laßt uns denn den angedeuteten Weg betretenum einmal zu dem Ziele einer sichern» Kenntniß in De« zug auf einen so wichtigen Gegenstand zu kommen. Der zweckmäßigste Gang, den wir Vagu nehmen, ist, sicher der, wodurch wir auf dev Höhe gelangen, um das allgemeine Gebier der Uukerrichtslehrei zu, überschauen, und zugleich dm besonderen Kreis zufirieen, den wir daher zu durchwandern haben, um auch di« EtemenkarunrerrtchkSlehre zu durckdrittgen. Demnach wird sich unsere Aufgabe in zwei Haupt« stücke »heilen, nämlich im ersten, von der allgemeinen Unterrichtslehre; im zweiten, von der Elewentarunferrichrslehre handeln. Doch laßt unS den Gegenstand noch näher betrachten. und eS wirb sich bald zeigen, daß wir noch eine andere, und zwar vorzüglichere Abcheilung d»S Werkes treffen müssen. (Fortsetzung folgrZ — Zeitungsnachrichten. Preußen. Berlin, d. 29. Oct. Nachdem das neue Gesetz über die Verhältnisse der Juden bestimmt har, daß dieselben an Universitäten, so weit die Statuten nicht entgegensteken, als Docenten und Professoren für gewisse Lehrfächer zugelassen werden können, kommt es jetzt zunächst darauf an, genau zu ermitteln, was die Statuten der sämmtlichen preussischen Universitäten in dieser Beziehnng gestatten und versagen. Zu dem Ende hak der Minister Eichhorn unterm 28. v. M. in einem Circulare alle Regierungs-Bevollmächtigten an den Universitäten aufgefordert zu veranlassen, daß die einzelnen Fakultäten, so wie auch Rector und Senat 1) über den faktischen Stand der Sache und 2) wenn die Statuten die Zulassung der Juden zu den im Gesetze bezeichneten akademischen Lehrfächern nicht gestatten, über die Frage, ob eine Modifikation derselben für zulässig und angemessen zu erachten sei, näher berathen und sich äußern. Bei der Wichtigkeit der Sache — heißt es in dem betreffenden Reskript — ist nichts zu verabsäumen, waS zu einer vielseitigen und gründlichen Berathung beitragen

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