Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 46 (16.11.1847)
- Date
- 1847-11-16
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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«M 374 W* Beschveidung bas Zel ch-n an unserem Körper, so sind Mildr, und Barmherzigkeit! das Zeichen unserer Seele. l. Besucht elni Solcher die Synagoge,- so »ehr« Mawlihn Md »ejse-.;Hm^Äüen-sSlhk:M«>wi«L man sonst? einen.Fremden ehre; er darf ober, nicht 7 «nrex dlecgesetzlicheiZahl?7dcr Betenden' mitgerechyer > ihm auch ^eine Ehrenverrichtung übertragen werden; nur am Todestage seiner Ettern kann eine Ausnahme gegattet «erde», daß man zu deren Seelenheil auch seine Spenden annehme. -7- Erkrankt er und bereut seine Sünden, so werden seine srühern Vergehungen nicht berücksichtigt und er wird wie jeder Andere begraben; ist solches jedock nicht der Fall, so wird seiner Leiche ein Separargrab angewiesen, wie eS der Fall ist bei den gesetzlich Hingerichteten. (Sanhedr. C. 6.) Dem unbeschnittenen Sohne gegenüber, ist folgen» de- Verfahren einzuhalren: Sobald er zur Einsicht gelangt, hat die Neligionsbehörde, ihn in Kenntniß zu setzen, daß er als Jude geboren und daher sich zu beschneiden verpflichtet sei. Erreicht er das zwanzigste Jahr, ohne sich beschnitten zu haben, so treten alle erwähnten exclusiven Maaßreqeln eiy. Weicht er jedoch von dem irreligiösen Wandel seines Vaters ab und beobachtet eine geraume Zerr alle positiven Gebote und verspricht und verpflichtet sich, seine Söhne beschneiden zu lassen, wenn er deren bekomme, erklärt aber, sich, seiner schwachen körperlichen Konstitution wegen, nicht beschneiden lassen zu können, so ist er in diesem Falle, meiner Meinung nach, nicht zurückzustoßen; denn so wie unsere Weisen Dem unbeschnitten;u bleiben erlauben, dessen Brüder in Folge der Deschneidung gestorben sind, ebenso können wir den reuigen Sünder in unseren Religionsvcrband ausnehmen, wenn Angst und Furcht ihn von ter Deschneidung abhalren. Har doch der Prophet Elisa (aus gleichem Grund«) dem Naaman erlaubt, mit seinem Herrn das Geber im Götzentempel zu verrichten! — Was die Verehelichung mit einem Unbeschnitkenen betrifft, so ist eS mir außer Zweifel, daß wir unsere Tochter keinem Israeliten," der sich zu beschneiden weigert, zur Frau geben dürfen; die Tochter des unbeschnmenen Israeliten jedoch dürfen wir unfern Söhnen geben. Jedoch sollen wir auch hier vorsichtig sein, falls sie sich zu ihren väterlichen Grundsätzen bekennt; denn ist auch der Mann vermögend, seine Frau zu sich heranzubilden, so ist doch die Folge immer ungewiß. Worin rmd wie soll unterrichtet r.- 7,^ Werden? von Fraser. (Fortsetzung.) - -- - , M^Anttrkichr^ir'eife der Elementarschule hat bisher außer der 'Dassedow^chen, Röchöwschen und.Pestalözzisch cnUnterrichrsm erhode sich immer nur auf den Unterricht im Lesen und Schreiben beschränkt, und darüber sich vorzugsweise ausgesprochen. Was den Un, terricht in den übrigen Kenntnissen berriflr, ist sie bis jetzt noch so vag und unbestimmt, daß sich Nichts von ihr alS Regel angeben läßt. Wir müssen uns daher auch nur auf die Beobacht tung des Lese» und SchreibeunterrichkS allein beschränken, um die Unterrichtsweise der Schule nach der Mehrzahl kennen zu lernen. Es sind aber dieser Unter nchtöweisen nur zwe» vorzügliche Arten bekannt. Es wird dem Kinde entweder ein Buchstabe vorgezeigt, und ihm dabei der Name desselben angegeben, und wenn es auf diese Weise das ganze ABC kennt, ihm die Zusammensetzung der Buchstaben zu Sylben, endlich die Zusammensetzung der Sylben zu Wörtern gelehrt, oder es wird ihm ein Buchstabe vvrgezeigt, und > ihm davon der Laut, der. er in der Aussprache bezeich, ner, vorgerönr, damit ihm das Kind nachröne, und denn Wiedersehen den Ton wiederhole. Vermag nun der Schüler dies bei allen Buchstaben des Alpyadere, jo wird ihm die Zusammensetzung der Laute in Worten gezeigt. Bei beiden Leseunlerrtchrsmechoven wird daS Schreiben auf dieselbe mechanische Weise gelehrt, daß Buchstaben. Sylben und Worte vorgeschrieben werden, damit der Schüler sie nachbilde. Sparer folgt daS orthographische und kaligraphische Schreiben. Beide Methoden unterdrücken den kindlichen Gerst schon im. ersten Entfalten zerstören die Bildung des Gemüchs, begründen den Mechanismus und erzeugen eine Abnri» gütig gegen den Unterricht, wie w»r später noch mehr einsehen werden. . So wird denn der erste LindeSunterrichr, aus Mangel der ächten Unterrichtswe,se wieder, indem er herkömmliche Regeln befolgt, die nicht auf die Gesetze des kindlichen -Werdens berechnet sind, zur Kjndesryrannei, und zwar mn so mehr, da er den Zustand de» KindeS, in welchem es sich beim Ueberrrttt zum Unterricht befindet, gar nicht berücksichtiget. Der erste