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Der treue Zionswächter · 1847-11-09 · 45 (9.11.1847) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
45 (9.11.1847)
Date
1847-11-09
Page
– (sequence 6)
Language
German
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welche die alten Bekenntnisse bei Eonfirmationen zu beseitigen begehre? In diesem liege der Glaube der Kirche, und er, der Kirche Schirmherr, sei entschlossen, denselben zu bewabren. Das sage er im Bewußtsein, daß er vor Gott stehe. Glaubens.- und' Gewissensfreibclt habe er gewälrrt, so weit cs ihin bei seiner Pflicht möglich gewesen,' durch das Patent vom 80. März^ Las siebe mit dem Landrecht in Uebercinstimmung; in diesem sei die Kirche in ihrem wabreu Bestände vorausgesetzt. Mau sollte nicht meinen, daß Tausende von Unterschriften einen Eindruck auf ihn hcrvorznbringen vermöchten. ES gelte die Wahrheit. Möge cs immerhin nur ein Häuflein sein, das dieser getreu bleibe; die Menge entscheide nicht. Sie selbst aber möchten - wob! bedenken, was sie thaten, und demgemäß auch gegen ihre Mitbürger sich aussprecheu. Sie möchten der Zeit vertrauen; er habe ja den Kirchen durch Synoden Raum geschaffen, sich zu entwickeln. Auch ihre Petition sei nicht znrückgewiescn; aber sie möchten sic jetzt wieder an sich nehmen und über ihren Inhalt noch einmal mit sich selbst zu Nathe gehen. Breslau, 20. Oct. Für Regulirnng des hiesigen Synagogenwesens ist Herr Negicrungsrath Bergins zum königl Eommissarius ernannt worden. Vorgestern fand unter seinem Vorsitze eine Versammlung sämmtlicher Vorstände der hiesigen Synagogen und der einzelnen durch milde Stiftungen gegründeten Gesellschaften statt; zu derselben waren natürlich auch die beiden Herren Rabbiner l)r. Geiger und Tiktiu gezogen worden. Der Vorschlag, zwei Synagogen zu bilden und dadurch die Reformpartei und die Orthodoxen zu trennen, wurde nicht angenommen. Es wird Ein Bezirk oder Ein Gemeindewescn gebildet für Breslau, doch werden dazu noch 21 Familien genommen, welche in der Nähe von Breslau wohnen; dagegen werden die Juden aus dem Oblauer und Brieger Kreise, welche nach einem Vorschläge mit den Breslauer.vereinigt werden sollten, für sich Einen Bezirk bilden. Die Mitglieder drs Vorstandes sollen nach den einzelnen Stadtbezirken so wie die Stadtverordneten gewählt werden. Vorläufig ernannte der königl. Commsssarius sechs Mitglieder der Versammlung, welche ihm bei der Berathung des Wahlmodus assiüiren sollen und zwar drei aus den Reformern, drei aus den Orthodoxen: Die Herren Lotterieeinnehmcr Schreiber, vr. Friedenthal, Banquier E. Hcymann, Iadason, Gradenwitz, Davidson. (Die Schles. Ztg. vom 22. Oct. bringt einen, Breslau vom 21. Oer., ratirten, Artikel, der den voxanstehenden in folgenden Punkten berichtigt: Es.waren zu der obenerwähnten LersaMilnttg sammtliche Mitglieder des Obcrvorstchcrcollegiums, der Rabbiner O,. Geiger und noch ändere Gemcindemitglicdcr, wahrscheinlich als Vorsteher hiesiger Synagogen und milder Stiftungen hinzngcfügt wurden, eingeladen. Auf das Ersuchen einiger Gemeindcmitglieder wurde auch das Erscheinen des Hrn. Tiktin und noch vier anderer Gemeindcmitglicder gestattet, damit auch die orthodoxe Richtung genügend vertreten sei. Das' vem Eommissarius ernannte Eomite besteht aus drei Mitgliedern des Vorstandes und zwei anderen Herren, die Wahl eines Sechsten ist noch nicht entschieden. Der Vorstand hat seit längerer Zeit einen Plan ausgearbcitet, .wonach bei der nenznbildenden Synagogengemeinde zwei Eultusvcrbände für die verschiedenen religiösen Anforderungen zu sorgen hätten. (Schl. Ztg.) Ivestphaten. Soest. Auf der westphäliscken Synode kam die Frage über Ehen zwischen Inden und Christen , zur Sprache; mit drei Viertheilen der Stimmen erklärte die Synode, daß sie ihre Freude und ihren Dank dafür aussprcche, daß der König der Proposition des Vereinigten Landtages, betreffend die Zulässigkeit der Eben zwischen Ekristen und Juden kein Gehör gegeben habe; auch lebe sie der Zuver' sicht, daß derlei Anträgen ferner weit von der christl. Staatsreglcment eben so wenig Gehör gegeben werde. (Rh. Beob.) Chronologische Skizzen aus der Geschichte des heiligen Landes. Aus pW ficvv 2. Th. von pW des berühmten Nabbinen I. Schwarz in Jerusalem. Im Jahre 5383 lernte cvc wo '-> auf der cn rn des rc ön zu Worms, und erzählte

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