Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 41 (12.10.1847)
- Date
- 1847-10-12
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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mit WeHEhMetz n^chd^nkr, dWLehnt er sich aüU üacy 'fener^'^reiye'rrs''nach'jsner Reinheft des Herzens, nach jenem wahre» Werkhc des Lebens; aber solcher Augenblrcke hat er nur wenige, und die Ge» nvhnheir und der Häng" zum Lasier haben schon so rief gtwu/Lelr^ d.Lß er, allein. . .m,r ejgncr Macht, nicht im L lande ist, sich zu erheben und zu besreien; das Lasier »st so anziehend, daß er immer wieder in das Verderben zurück fällt und sich so ein Leben bereiter voll Kummer, voll Trauer, voll Verachtung, voll Elend denen David sagt: „In ihrem Munde ist nicht Redlichkeit; Unheil brürcr ihr Herz; ein offenes Grab ,hr Rachen; die Sprache, glatte Heuchelei. Voll Meineid. Trug und Arglist ist sein Mund; Unheil unter seiner Zunge. Er liegt im Hinterhalte, die Unschuld heimlich zu erwürgen. Die in düsteren Todeeschatlen sitzen, eingrsperrc von Zwang und Eisen; Gottes Worten widerspenstig. schändeten sie des Höchsten Ralh. Und wenn du so deinen Bruder findest, daß er nach Rettung schmachtet, und in sich keine Kraft dazu fühlt, bekümmerst du dich wol, die Fesseln, welche das Laster ihm angelegt har, durch deine Bemühung ihm wieder adzunehmen.— Bist du nicht gleichgültig, liegt es dir wol am Herzen, wie er endet, ob gut oder böse? — Freuest du dich nicht sogar noch, daß er durch die verkehr:« Richtung, welche er seinem Wandel gegeben har, verachtet werde, und durch das Laster, dem er nachgegang.n ist, umkomme? — Aber hast du wol die Lehre vergessen: WaS du von deinem Gotte im Himmel siehst, das übe nach Kräften auf Erden? — Löset ja der Ewige die Gefesselten: warum willst du, o Sterblicher! dich deines lief gesunkenen Bruders nicht annehmen? — Warum willst du nicht da retten, wo noch gerettet werden kann? — Gehe zu ihm hin, zeige ihm mit der Kraft deiner Vernunft und deiner Sprache wie es norhwendig sei. daß er den bisherigen Wandel ganz verlasse, daß nur auf der Bahn der Tugend Glück und Heil und Segen zu finden sei. — Gehe zu ihm hin, zeige ihm mit der Kraft deiner Vernunft, wie alle Ergötzungen, die das Laster spendet, nicht verglichen «erden können auch mit einem Vergnügen, das die Tugend gewähr?. Nimm ihn in deine Gesellschaft, wo er nur Werke der Tugend wahrnimmt sund keine Gelegenheit sinder, wieder znrückzukehren zu einem vorigen Wandel. Dann wird e r durch deine Bemühung freier athmen, und sich zu Her Würde eines denkenden Wesens emporgehoben sehen, was er durch eigrtft Kraft nft vermocht haben' wurde; und du hast citl hichnslisWs^ Werk verrichtet, aus den Banden der Hünd.e''Wnen'.Brüd'er befreit, wie dein Vater im Himmel^die Gefesselten löst: i« / „Der Ewige löst die Gefesselten:" Haben wir nun, über den Mann gesprochen, der bei sich weiß, daß er nicht handelt, wie er als Mensch handeln müßte, nur er kann einmal die zur Natur gewordene Gewohnheit nicht leicht aufgeben; haben wir gelhan, wie gegen ihn das Benehmen eines tugendhaften Mannes sein soll, um dessen Besserung zu bewirken; so wollen wir ferner über diejenigen Menschen sprechen, welche auf ihrem Irrwege forrgehen, ohne zu wissen, daß sie sich darauf befinden, und angeben die Mittel, welches von Seiten des beobachtenden Mannes zur Hülfeleistung benutzt werden soll. Anders ist der Blick des Menschen beim Lode, anders beim Tadel. Wenn gelobt, gepriesen, emporgehoben werden soll; da schauer der Sterbliche zuvor auf sich, und denkt nicht, oder nur sehr selten, an Len Nächsten. (Fortsetzung folgt.) Skizze aus Jerusalem. (Fortsetzung) Links, am Abhänge des Berges war ein Dorf, welches äußerst hohen Berg hinauf, dessen höchster Gipfel uns eine Strecke zur linken blieb und ehemals v'r'L hieß., Das Gebirge umher ist zum Thcil mit Weinreben bepflanzt; auch hatten wir viele Gärten hier auf beiden Seiten, welche mit hohe» Mauern umgeben waren, und als ich noch eine Viertelstunde meinen Thronen freien Lauf, welche stromweife über meine Wangen rollten. Und als ich mich satt geweint hatte, setzte