Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 36 (7.9.1847)
- Date
- 1847-09-07
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2625941-2626146-2626183--1080-2628676- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
noch so gut, habe er auch die beste Ansicht, bald wird jedes gesellschaftliche Band zerrissen sein, und kein Ansehen, keine Autorität mehr gelten und zu wirken fäligiöser Beziehung keine Norm geben könne, daß es dem Ncligionslehrer ja gestattet sei zu lehren, zu überzeugen und zu ermahnen; cs müßce aber jedem Emzel, ncn anheim gestellt werden, mir seiner Ueberzcugung Erwae vereinigen zu können oder nicht; in religiöser Beziehung dürfe und könne Gehorsam nicht erzwungen werden. Dieser Grundsatz kann aber nur Anwendung finden so lange von Ueberzeugtscln oder Nichtüberzeugtsein die Rede ist. Bin ich aber freiwillig oder norhwendig durch Geburt in eine Gesellschaft getreten, deren Tendenz (Vorgesetzte Stimme) eine politische, religiöse, moralische, oder irgend , eine andere Verbindlich; keir von mir fordert, so bleibt es meine erste und heiligste Pflicht, dieser Gesellschaft gegenüber mit meiner ganzen Thärigkeir, mir aller Kraft, die in mir wohnt, mir allem Eifer, dessen ich fähig bin, mich der Entschließung derer zu unterwerfen, d'Nen von der Gesellschaft das Beschließungsrccht übertragen worden ist. Handle ich nun'"diesen Gesetzen' entgegenso hat die Gesellschaft üichr allein das' Recht, es ist vielmehr die Pflicht/ mich zu bestrafen und zum Gehorsam an; zuhalten. Vöndiesem-Gesichrspnncce aus haben wir dir jüdische Religion denersten Aufruf Gottes an sein Volk aufzufässerft' Ihr sollt wir rin Volk sein und ich euer " Gon?« Zhr svllru mir ein Priesterreich sein und ein herliges^Vötk? Ichbim der EMge> uteuer Göttder ich?8tch Hdüs ^Oechflftft-tzeführk 'Prve^ -'Hedttikr? -daßdu ' ünv'der Ewigjft ener ' dir^uzu'ver.' 'liehM 'M'l yilßrHss^ M^stSMeSrst^ -überäll^vMde 'W MH ^ütifivklegMtenLWvrrest-uavstze MschtMl^stzieHeilMSchre^ihrem ^^^WW^alK'Mch^gafl^'irnd ^st^k'stg zi^-besötgen-habe. *'^jiöASuHild Zß Wille "des-allweiscn Vaters, " dEdlftch Mftß Vdlk^ chstrch seine Geschichte, seine Verfassung und Handlungen die allgemeinen, ewig de; stehenden Religionöwahrheirenüber die ganze Erde klar ausgesprochen in der eben angeführten Stelle: „Ihr sollt mein Volk sein und ein heiliges Volk." Das Judeurhum in seinem ganzen Umfange aber zum Volke, will also eine Körperschaft gewährt sehen, und fordert, von deren Bekennern alle Rechte und Pflichten einer solchen. (Beschluß folgt.) Cultrrr des religiösen Gefühls durch die Mütter. (Beschluß.)' Liebe, Vertrauen und Dank mag man die Elemente der Religiosität nennen, da das Verhalrniß hxr Kinder zu den Eltern das schönste und wahrste Symbol des Verhältnisses zu dem Vater aller .Wesen, zu Gpft ist. Die Sittlichkeit aber erscheint vielmehr in dem Sinne für Recht und Pflicht, in der Beherrschung seiner selbst, in der Unterwerfung der Neigung unter die Vernunft, in dem Wohlgefallen an Harmonie und an dem Wohlsein aller empfindenden Wesen. 5) Kann aber, wird man weiter fragen, nicht wiederum die Mutter den. Sinn für dieses Alles am Gerade diese können jeden Augenblick benutzen - von diesen wird durch unmerkliche Nachahmung Alles am ersten angenommen. Wenn sie also nicht dlos zärtlich liebende,, wenn sie selbst sittlich gute und kindlich fromme Erzieherinnen, jrnd.: so wird.auch, ihr, ganzes Betragen, ihr Handeln und Dulden, ihr Hede;; und. Schweigen, die. Harmonie ihrer Aeußerungen über Alles, was. um schj.he^ , ^yxgeht^. wie ttch ^efru^rentzxr- Hame Michas .Herz,-^welches,, dchE Natur ftl^-.für-, daS^Sittlich^rchd Hesigsöft. u^r geMK^^,ha,^-.^all^,'fl.^rxr Machen, ,, Hup HD'**,zMrze'lnwen r»;rst-dayygesch)ehr, Herzu Wn rHe .verdorbeneHMschaft.^cS. U.n^yures Die Belehrung führt stufenweise zur Einsicht in die ewigen Gesetze sittlicher Naturen, und bringt zum Bewußtsein, was das Vernunftwesen durch Freiheit sein soll und sein kann. Die Erkenntniß bekommt Kraft