Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 36 (7.9.1847)
- Date
- 1847-09-07
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Wer Organ zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Iudenthums. Mit Könizl. Dänischem Privilegio. Verantwortlicher Redaetenr: Dr. Enoch,! ..... . Direcror und Oberlehrer zu Aliona. 3. Jahrgang. Altona, den 7. September L847 36. Bon diesem Blatte erschein wöchentlich einmal, Dienstags, ein Bogen. Das Abonnement auf ein Iabr ist 5 P Et. (2 Thlr. pr., 3Fl. 30Xr.) Man abonnin bei allen löbl. Postämtern, soliden Buchhandlungen und ZeirungS-Erpeditionen. Inhalt. Das preußische Judcngesetz. 292 Metrische.- Bibelübersetzung ...... . . » : 295 Z' lrungönachrichlcn aus Berlin, dem Würtembergischen - London . . . . . . . , »v 286 Briefwechsel.... . » 290 Über das DerhäftnL^ der traditionellen Erklärung zum buchstäblichen Sinne der Heiligen Schrift. " '. " Von L Ä.. (Fortsetzung) 4. Es wurden ferner dem Moses gewisse Regeln mirgctheilt, wonach man Dinge behandeln könne, derer weder in schriftlichen noch mündlichen Gesetzen Erwäh- Acren, wie das Gesetz zu erforschen sei. Die Anwendungen dieser Regeln, so wie überhaupt die Überwachung und Erhaltung der Tradition, wurden den Aelkesien des Volks, Len Sanhcdrin, übertragen. Neckt soll sein für euch Alle. Israel« soll ein Volk mit Einem Gesetze sein; was dem Einen verboten, soll es auch dem Andern sein. Aals die Meinung eines Einzelnen kann daher, yjckk Rücksicht genommen werden. Auch das eigne Gewissen oder die eigne Ansicht darf nicht als entscheidender , Maaßsiatl^, ^trachtet werden. Der Einzelne muß sich,dsA,-grHheile der Gefammchcie unterwerfen Md die ^^Etheit., wsrd repräsenrirr, dargestellr durch die Obrigktzit'. Wv daher eine Obrigkeit die ihr durch götlttches Gesetz verwiesene Macht nicht überschritten, darf sie von Jedem unbedingt den Gehorsam fordern; der Einzelne darf hier nicht sagen, „was ihr wißt, weiß ich, ihr seid Menschen wie ich und könnt irren wie ich, warum soll ich mein Urrheil, meine Erkennrniß verwerfen und eurer Ansicht huldigen?" Ungereimt wäre es, so zu reden. Wo sollte dann die Einheit bleiben, die bei einem Volke, einer Körperschaft nochwendig vorhanden sein muß. Wo Jeder nach seiner Einsicht handelt, meine er eö