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Der treue Zionswächter · 1847-07-13 · 28 (13.7.1847) · page 7

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
28 (13.7.1847)
Date
1847-07-13
Page
– (sequence 7)
Language
German
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K. Obercensurgerichtes vom 23 v . M. zum Drucke »erstattet worden: Anzeige. De» Mitgliedern der hiesigen israelitischen Gemeinde theilen wir hierdurch mit, daß die auf den Grund mündlich ausgesprochener Billigung des Herrn Polizeipräsidenten erfolgte Einladung zu dem auf Sonnrag, den 13. d. M. angesetzten deutschen Gottesdienste in der hies. Synagoge in Folge schriftlichen Erlasses desselben Herrn Präsidenten vom S. K M. an diesem Tage für aufgekoben zu betrachten ist. Bei der Kürze der Zeit bleibt uns kein anderer Weg der Bekanntmachung, als durch diese Blätter übrig. Königsberg, den 11. Juni 1847. Der Vorstand der hiesigen israelitischen Gemeinde." (H. E.) Hannover. Hannover, den 8. Juli. Gestern Abend ist Dr. Adler aus London, zum Besuche seiner altehr- . würdigen Mutter, die ihren 80jährigen Geburtstag feiert, hier angelangt. Unter Beweisen der innigsten Anhänglichkeit und der regsten Theilnahme wurde der hochgeachtete, allvcrehrke frühere Seelsorger hier ausgenommen; der sicherste Beweis, daß sein segensreiches Wirken in unserer Mitte Anerkennung gefunden, nicht fruchtlos geblieben ist! Baden. Carlsrnhe. Die seit dem Ableben des hochberühmten Oberlandesrabbinen Ascher Lob, Sohn des '''rb ^t>c bvz im Jahre 1837 vacante Stelle eines Oberlandesrabbinen des Großherzogthums und Gemcinderabbinen unserer Residenz ist dieser Tage endlich nach 10 - jähriger Vacanz definitiv wieder besetzt worden. Nach dem Scheiden Jenes wurden nämlich beide Stelle» vereint von dem Eonferenzrabbinen E. Millstätter provisorisch verwaltet. Als aber im Jahre 1842 auch dieser Confevenzrab. starb, wurden beide Funktionen getrennt, und die des ^Oberrabbinen, "so wie dessen Stelle beim Oberrath provisorisch vom Oberrath Epstein — mehrfach in diesen Bl. als Zielscheibe aller Angriffe der badischen Neologie genannt — verwaltet, die als Gemeinderabbiner der Synagogengemeinde Carlsruhe vom Rabbiner B. Millstätter. Durch großherzogl. Ministerial-Rescript sind jetzt die beiden provisorischen Inhaber definitiv in ihrer Stellung, die somit nicht wieder Ln einer Persou vereint, bestätigt werden. In Bruchsal ist Jüngstens ebenfalls der greise würdige Rabbiner E. Präger, aus der Zahl der litt, mit Tode abgegangen und dessen Sohn, M- Prager, schon bei Lebzeiten dem Vater adjungirt, an dessen Stelle getreten. Grohherxogthrim Hellen. Offenbach. Unser Rabbiner, Herr Dr. F., versucht in der Frankfurter Didaskalia Nro. Ittt den von ihm in unserer Gemeinde eingeführten Sonntagsgottesdienst, welcher in Vergleich zu seinem deßfallsigen Votum in Der Breslauer Rabbinervcrsammlung mit zu den rabbinischen Inkonsequenzen gehört, die sich jene den jedesmaligen Tagesideen Huldigende so oft aussetzten, zu vertheidigeu. Diese Vertheidigung enthält aber eine ungenaue Tbalsache, die wir berichtigen müssen. Die ihm auferlegre Pflicht, mit der conformirten Jugend an den Sonntagen in der Synagoge Repetitionen im Neligiolrsnnterrichte vorzunehmen, hat derselbe allerdings treulich erfüllt, aber diese Repetitionen fanden nicht, wie es derselbe zur Vertheidigung seines gegenwärtigen neuen Lnltus angiebr, an den Sonntagen, sondern an den Sabbarben in Len Nachmittagsstunden statt.. Der jetzige SonnkagSgottesdienst ist daher nicht die nur etwa mit größerer Feierlichkeit früher statrgebabten Repetitionen, sondern ist der so oft angeregte Sonntagsgorresdienst mit all seinen Conseqenzen, welcher (§ullns in seinem Wesen als Opposition gegen das bestehende Judenthum anftritt, auf dessen Aträreu die Eintracht und der Friede der Gemeinde einem erborgten und nachgeahmten Lichtschimmer geopfert werden sollte. Ware aber wirklich, wie Herr l)e. F. vorgiebt, die erste und ernste Berautassnng dieses SonntagsgortesdienfteS die Sehnsucht,mach religiöser Belehrung und Erklärung gewesen, welche zu befriedigen aber ein Seelenhirt nicht erst das Ersuchen der confirmirten Jünglinge oder die Aufforderung des Gemeinde»orstaudes hätte abwarten, sondern unaufgefordert woi>! den Segen GotteS und sein beseligendes Mort den nach Belehrung und Erbauung lechzenden Jünglinge» Zuströmen lassen sollten, so hätte diese Erbauung auf ähnliche Weise und mit demselben Gepränge in den bis jetzt bestandenen. Repetitionen an Sabbathnachmittagen

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