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Der treue Zionswächter · 1847-07-13 · 28 (13.7.1847) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
28 (13.7.1847)
Date
1847-07-13
Page
– (sequence 5)
Language
German
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»IH 229 löst «erden. An dem Düsen der ganzen geschaffenen Natur wird ihm nicht wohl, er sucht etwas Höhere» und dieses Suchen soll frühe sein Ziel kennen lernen. Tausend Fragen über sein eigenes Woher? und Wohin? kommen von allen Seiten ihm entgegen, und ohne die Antwort auf sie, bleibt das Innerste seines Wesens, bleibt seine Bestimmung auf Erden ihm ewig verborgen! Darum — noch einmal — kann keine wahre Menschencrziehnng gedacht werden, ohne Erziehung und Bildung zur Religion. (Beschluß folgt.) Dis Geschichte der israelitischen Schule zu Halberstadt. (Beschluß ) Immer bleibt die Schule die Pflanzstätte der Gemeinde: je durcdbildeter die Kinder in derselben werden; je klarer die Urberzeugung ihrer Pflichten als Menschen, Unrerrhanen, Gemeindemirglieder ist; je strebsamer sie aus derselbe» entlassen werden für Kunst, Wissenschaft und Ausbildung höherer kaufmännischer Kenntnisse; desto treuere und gebildetere Unterrhauen erlangt der Sraqr, desto innigere Tbeilnehmer die Gemeinde, um so glücklichere Glieder die Familie, und was der Geber Einigkeit und Liebe Aller zu Allen, vor dem Segen des Höchsten. ' Das Haus zu bringen in den treuen Bund mit der Schule, ist deshalb unsere ernstliche und dringende Bitte, wenn der Unterricht gedeihlicher und ersprießlicher sein, nachhaltiger wirken soll. Ellern und Lehrer müssen Hand in Hand an der Heranbildung der Zöglinge, arbeiten, wenn sie nicht Beide die bittre Erfahrung machen wollen, daß ihre vereinzelten Bemühungen und Bestrebungen erfolglos bleiben, ja der zu erwartende Segen sich in Trauer verwandelt; wenn sie nicht einst daß Klagelied des Propheten vom Weinberge des Herrn anstimmen wollen: „Wir hofften auf Trauben, und Vor Ertrag war Heerlinge auf Gerechtigkeit und siehe — Gebrechlichkeit auf Wohlthat und nun — Gewaltthat. ES giebt manche Mittel, wodurch selbst diejenigen Eltern, deren Ausbildung und Geschäft es nicht gestartet . sich thatiger um den Unterricht und die Erziehung ihrer Kinder zu kümmern, in den Stand gesetzt werden, durch treue Benutzung die Wirksamkeit der Schule zu erhöhen. Wir rechnen dazu: 1) Man flöße den Kindern Hochachtung und Liebe vor der Schule ein. Die Schule kann nur in dem Grade nützen, in welchem sie geachtet wird. Die Kinder müssen zu der Erkennmiß kommen, daß die Schule diejenige Anstalt ist, wo ihr zeitliches und ewiges Wohl begründet wird, und daß es die Lehrer sind, die durch Liebe und Treue, durch kräftiges und belehrendes Beispiel sie ihrer Bestimmung, ihrem Ziele, ihrer Vervollkommnung näher bringen; dadurch w«rd dem Lehrer manche Kränkung durch Nachlässigkeit, manche üble Laune durch Zeitverlust, mancher Verdruß durch Ungehorsam erspart. Nur durch einen strengen Gehorsam kann eine Schule blühen, und der Unterricht förderlich gemacht werden. Gehorsam ist die Grundlage jeder Tugend des Kindes, ist die einzige des jugendlichen Alters. 2) Man bewahre sie vor Zerstreurheir. Es ist sehr nachrheilig, daß die Kinder aus zu großer Nachsicht oder Gulmüthigkeir mit Vergnügen bekannt werden, die eine gute Schule bedingt von der Aufmerksamkeit während des Unterrichts, von der Achrung und Liebe gegen die Lehrer und gleichgültig gegen ihre Pflichten als Schüler. 3) Man gewöhne sie an Tharigkeir und Ordnung Gar manches Kind, welches mit glücklichen Anlagen ausgestattet ist, wird oft an Ausbildung derselben behindert, weil es zu Hause nicht angehalten-wird, die Aufgaben pünktlich und ordentlich zu liefern. Kinder müssen ihre Spielstunden haben, aber man bewillige sie ihnen nichr eher, bis man sich überzeuge, daß sie »hre Aufgaben nach Vorschrift gemacht. 4) Man halte sie zur Wohlanstandigkeir an; sie ist die äußere Form, die Hülle, die den innern Kern, die Sittlichkeit, verbirgt und zur Tugend führ', die ihnen Wohlwollen und Liebe bei ihren Vorge,ehren und bei Jedermann verschafft. Ein freundlicher Blick» ein artiges ^Benehmen, dienstfertiges Zuvorkvnrmc» machen auch bei stiefmütterlichen Anlagen das Kind lieber und werrher und den Unterricht gedeihlicher. 5) Freie und offene Milchellung Seitens der Elreru über daS Betragen zu Hause Seitens der Lehrer über die Fortschritte, über das Verhalun in dr,Schule

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