Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 27 (6.7.1847)
- Date
- 1847-07-06
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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»ZA 223 der jüdisch-christlichen Mischehen dem Plenum zur Entscheidung vvrgelegt wurde, erklärten sich nur 281 Stirn men für die Befürwortung, 143 aber dagegen, so daß älso 2 Stimmen -irden erforderlichen zwei Drirth eilen fehlten, um in der Form einer Petition den Wunsch an die Krone gelangen lasten zu können. (Beschluß folgt.) Breslau. Der bekannte jüngste Trauung« Unfug Geigers, mir seinen entblößten Häuptern, Präsenrirea zweier Ringe, Küssen der Braut Seitens des Geistlichen, war Gegenstand einer lebhaften Erörterung in der jüngsten vertraulichen Volstandssitzung. So weit ich zweiten Nabbmen unter der Hand aufs Gemessenste dahm zu beicheiden , wie'er ähnlichen Unfug ein für allemale gänzlich zu unterlassen habe. Aus Bayern. Von -er mährische» Grenze. . Zm Juni. Am 23. d. war für die mährische Zndenheit ein Tag der herzlichsten Freude und deS Vertretern und Leitern entspringenden Vergnügens. Der 23. Juni, der Tag, an welchem die mährischen Gemeinden Israels den Mann, in dessen Hände sie voll Zuversicht und Vertrauen ihr theuersteS Gur, ihr kostbarstes Kleinod gelegt, in ihre Mitte einziehen sahen, wird denselben, w«r können dies G. s. D. mir Gewißheit aussprechen, ein Tag der freudigsten Erinnerung bleiben. Seiten dürfte sich beim Empfange irgend eines Landrabbiners eine sa allgemeine Freude kundgegeben haben; selten ein so allseikigeS herzliches Entgegenkommen gesehen worden sein. Unbeschreiblich groß war der Enthusiasmus, unbegrenzt das Vertrauen. mit dem Herr Hirsch empfangen wurde. Alles wetteiferte in der Darlegung der Achtung und Liebe gegen ihn; kein Alter, kein Stand blieb zurück. Nachdem zwei der Vornehmsten mir dem würdigsten der o»2'7, Herr Hirsch Telkjcher aus der Nikolsburger Gemeinde zum Empfang des Herrn Hirsch sich nach Prag begeben, und ihn von dorr abgeholt, wurde Er von den an der von dort nach Lundenburg führenden Eisenbahn nahe gelegenen Gemeinden, die präs. Hrn. Rabbinen an der Spitze, freudig begrüßt. Zn der letzten, 3 Stunden von Nikolsdurg entfernten, Gemeinde, wo ihn eine mittelst 20 Wagen von Nikolsb. dahin gefahrene Menschenmenge nebst Vielen aus der Umgegend erwarteten, angskommen, begab er sich ins Golreshaus, in welchem unter Absingung einiger Psalmen der Orrsrabbiner, Herr Mühlrad, eine kurze An, rede an ihn hielt, die Zener durch einige kräftige Worte ewiederte. Hierauf fuhr man nach Nikolsdurg, wo unter den Aeußerungen der herzlichsten Freuilenbezeugungen der Herr Landesrabbiner durch die Reihen der zahllosen Schuljugend. dieMunler Leitung der Herren Lehrer am Eingänge derZm>enstadr aufgestellr war, u. der seiner harrenden Familienväter in seine reichlich geschmückte Wohnung sich begab und die ungerheillesten Glückwünsche empfing. Von da begab man sich alsbald in dasmir Beibehaltung der alren Synagogen- Decoration herrlich verschönerte Gotteshaus, worin einst der unvergeßliche Marcus Benedict in Deriein Sr. Majestät unserS jetzigen vielgeliebten Kaisers, seine feurige Andacht am cnrc» csi? hielt zum - Geber. Hievon zurückgekehrc, wurde zu dem von dem dortigen verehrten Vorstande veranstalteten Abendessen, zu welchem die anwesenden Herren Rabbiner und Vorsteher sremder Gemeinden znqezogcn wurden, gegangen, bei welchem der ftemidschafklrchste gemürhlichste Ton sowol von Seiten des hochwürdigen Herrn Landrabbiners als der alren ehrwürdigen 2':"?. der achtbaren wissenschaftlich gebildeten Herren Nabbmen und sämmrlichen verehrten Personen herrschte. Die Würze der Tafel für jedes fromme Gemüth war sedoch, die auf die bei derselben zur Sprache gekommelich unzweideutig vernommene Aeußerung des Herrn Landrabbiners, daß Er nichts Verwerflicheres kenne, als auf dem Gebiete der Religion der Politik den geringsten Spielraum einzuräumen; oder mir andern Worten, die sogenannte Pastoralklugheir, zufolge welr eher man anders lehre als lebe, die verächtlichste Be» Handlung, das sträflichste Vergehen eines religiösen Führers sei. Diese riefgehende Aeußerung, ganz "aus dem Herzen des Herrn Hirsch gesprochen, garantirk