Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 27 (6.7.1847)
- Date
- 1847-07-06
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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werden, sondern sichtbar wird Gottes Arm walten, gleichmäßig sichtbar w«rd an allen Erdenenden sein das von Gorr uns beschiedene Heil. Zn dem Genüsse solcher Hoffnungen nur wird jeder Moment unsers Daseins angenehmer, süßer und bedeutender. Aber ohne Erle, nicht im schnellen Fluge, sagt der Prophet, schreitet dieses große Schicksal durch die Welt, doch verzaget Israel nicht und laßt seine großen Hoffnungen nichr schwinden denn es weiß^ sicher nicht durch deS Augenblickes Laune, nichr durch Begünstigung deS ver öndrrlichen Zeitgeistes, sondern durch das sichtbar göttliche Walten scheint jenem verheißenen Morgen voran, das sicvrbar göttliche Walten beschließt schützend den Zug; und das Gute wird zwar langsam, aber für ewige Zelten sich recht und freudig gründen. Keineswegs aber soll oamir gesagt sein, daß Israel die von hochherzigen Regierungen edelmürhig dargebotenen Begünstigungen mit Gleichgültigkeit betrachten solle. O nein.' vielmehr wenn ohne sich anfzudringen, ohne Aufopferung der Värersirten und geheiligten Gebrauche der Segen von oben kömmt, muß er dankbar und mir offenen Armen empfangen werden. Ja Nach dem Smne unserer Weisen soll jede kleine Begünstigung als Vorspiel jener zu erwartenden großen und vollständigen Befreiung betrachtet werden, so ersehen wir aus V? IS;wpL '7> d27 f>"p 'a 's) > P1272 'vZcn» INN ift-n!>27s> ovs)2 t>7p2 I'rötw ökl->L' X b'.7 12 '27 '2 lv^n 12 pppc '7b '7 7'si ''2' ,727!°>',7 N2bv lX7c ,7p H ,7s-p'l? ,7j?y'^ ,7b'pp2 Rabbi Lhia R. und Rabbi Simon den CH. ergingen sich des Morgens in einer Ebene, da betrachteten sie die Morgenröthe, als sie ihre Glanzstrahlen ernporzu, senden begann, da sprach Rabbi Chija zu Rabbi Simon: sieh doch, mein Meister, mit diesem Natur4 spiel har Israels Erlösung Ähnlichkeit, Anfangs zeigen sich nur Lichtfunken, im Fortschrelren aber verbreitet sich das Licht immer mehr und mehr, bis zum vollen Glanze. — So sind Israels Hoffnungen auf GoneS Wort gestützt; und grausam will man es dieser Hoffnung berauben, man will jedes auf diese Hoffnung bezügliche Gebet (vorzüglich -sviy) abgeschaffr wissen. Aber durch des Sophisten nichtiges Geklügel bricht klarer Sinn und Schlichtheit die Bahn. MageNdorf, (Insel Schütt) Ende Mai l'-w. Die Geschichte -er israelitischen Schule zu Halberstadt. (Fortsetzung) Diese Erkenmniß wollen wir den Kindern beibringen; sie ist die unsrige, die unS überkommen, die wahrhaft jüdische. Sie umschließt unsere Nebenmenschen als Brüder, ist die Grundlage des Sirrengesehes und führt zu jener Zeit, wo alle Menschen den Jubel« ton anstimmcn: Wir sind Kinder eines Vaters, haben Wir wollen an diesem Tempel bauen. Sind wir unserm Ziele nahe? haben wir dasselbe erreicht? W»r haben noch Viel zu chu§, um diesem Ideale enrgegenzustreben. Unsre rheuern Freunde, die nicht. Sie haben gewissenhaft in unserm Sinne, im Geiste des Stifters gewirkt, haben eS an Fleiß, Beharrlichkeit, Ausdauer. Ermunterung, Liebe und Treue nichr fehlen lassen. Die Krankheit liegt außerhalb der Schule, und darum die Heilung so schwierig, und alle Schutz- und Abwehrmittel, Methoden und Einrichtungen werden nicht eher den wahren Segen ergießen, b»s das Uebel mir der Würzet gehoben ist. Unsere Schule sieht leider nicht genug im Bunde mit dem Hause. Das ist die Krankheit, die ihren Stoff durch Auswüchse allerlei Arr früh oder spar, mehr oder weniger zeigt, und das Bestehn in den innersten Fasern ergreift. So lange der Schule das Recht abgesprochen wird, die ausgesprochene Tendenz durchzuführen; so lange manche Eltern die Milck, die ihre älrern Kinder gesund und stark «m Glauben machte, abgeschmackt und sauer für die jüngern halten, — ist an kein Ge, sunden zu denken. So lange die Kinder frühzeitig der Schule entnommen und nach Lehranstalten geschickt werden, und die Eltern den Religionsunterricht mit 1 bis 2 Stunden wöchentlich abgemacht glauben, nicht bedenkend, daß ja der ganze Unterricht den religiösen Typus kragen müsse — ist Hascharath Z'wi verschmähe und unsre Schule krankt. So lange unsre im Wohlthun hochberühmte Gemeinde ihre Alten und Kranken wol großherzig unterstützt, aber Nichts thur für die Schule, die Gesunde an Willen und Kraft, für die Gesunden an Geist und Herz, die Bildner der Jugend; so lange sie die Wohl,