Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 25 (22.6.1847)
- Date
- 1847-06-22
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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»W 203 an des Einen LebenSschößling knüpft der Andere liebevoll hiuzufllegend daS himmelaufflatternde Band de- Glaubens. besetzt mit dem strahlenden Juwel eigenes für Ho» eingebüßren Verlustes. (Forts, folgt.) Die Geschichte der israelitischen Schule zu Halberstadt, dargestellt in zwei Reden, gehalten bei der fünfzigjährigen Jubelfeier derselben am l. April 1846. von G. Lasch, Oberlehrer und S. Bär, Lehrer an genannter Schule. ES ist sonder Zweifel ein höchst verdienstliches, den Zwecken des religiösen JudenthumS durchaus enr» sprechendes Unternehmen. daS jüdische Schulwesen in seinen mannigfachsten Beziehungen, in seiner Bedeut» samkeir. seiner Anwendbarkeit für das Leben dem Auge des prüfenden Beschauer-, deforschenden Denkers vorzuführen. Die jüdische Schule bildet einen so wesentlichen Bestandtheil des jüdischen GesammtlebenS, ist so innig verwebt mit dem Heile, der religiösen Zu, kunjt der Judenheik überhaupt, daß sie kräftigen, heben, feiern, zu gleicher Zeit daS Judenthum selbst heben, feiern heißt. Wenn nun aber diese Schule gar eine so bewährte, wie die in Rede stehende ist, wenn die Veranlassung zur Feier eine so seltene und bedeutende, wenn endlich, mehr als Alles, daS an sich selbst schon Gewichtige, durch die Art und Weife, wie anerkannte, an Gelehrsamkeit und Frömmigkeit erprobte jüdische Schulmänner, und dieses sind die Herren Herausgeber, eS behandeln, noch mehr gehoben, in noch innigeren Zusammenhang gebracht wird, mit jüdischer Religion, jüdischem Leben; dann tst «S gewiß Pflicht, solche- Streben nach Gebühr zu würdigen, die beabsichtigten, heiligen Zwecken desselben mir allen zu Gebote stehenden Mitteln zu fördern. Um indeß unser Unheil zu rechtfertigen und zu moriviren, lassen wir aubeiden Reden hier größere Auszüge folgen, audenen d»e geehrten Leser selbst entnehmen mögen, inwiefern sie dieser unserer Ansicht beipflichten mögen. Ist eS mir Recht, so spricht der Oberlehrer Herr Lasch, eine schöne Sitte, Jubelzeiken feierlich zu begehen, und geschieht dies gewöhnlich bei Personen, deren Dienst-Jubiläum größtenteils zugleich der Abschluß ihrer fernem Thärigkete tst, um wie viel mehr har eine solche Anstalt da- Recht, ihr Jubiläum zu feiern, da sie in ihrer Wirksamkeit nicht aufhörr, da fie in voller Lebenskraft mir der Hülfe Gotteimmer weiter vorwärts schreitet, und in dieser Zeit viellecht erst den festen Boden gewonnen har, auf dem sie auch sicher vorwärts schreiten kann. Nach einem so bedeutenden Zeitabschnitt, den die Anstalt zurückgelegt, kann sie die Feier nicht würdiger begehen, als durch einen Rückblick über die zurückgelegre Bahn, die von ikrer Gründung an gehr, und bis zu ihrem jetzigen Standpunkte sich hinziehr; daß sie heute die gemachten Erfahrungen in sich zurückzu» rufen sucht daß sie ihre Geschichte überblickt. Wahrlich, wer in unserer Zeit ein Jubiläum er» lebt, der kann auch auf eine Inhalt,, auf eine lehrreiche Geschichte zurückblicken. Welche Veränderungen, welche Ereignisse haben sich nicht in diesem Abschnitte zusammengedrängk! rc. Eine solche Gleichgiltigkeit — fährt der Verfasser weiterhin fort — von vorn herein in dem Kinde zu befördern, ist aber eine Versündigung, die sich Jeder vorwerfen müßte, wenn er auch für sich selbst noch so indifferent wäre. DaS kindliche Gemüth liegt noch offen da, die religiösen Keime aufzunehmen, sein junges Herz umschließt sie noch leben-warm; hier ist also der rechte Boden, auf dem diese Keime sich entwickeln und zu einem kräftigen Lebensbaume erwachsen können. Die Volksschule wenigstens müßte da- Heiligrhum bleiben, in welchem für die uns von Gott anverrrauren Kinder die lauteren Quellen der Religion entspringen, der Tempel, in dem wir ihnen daS Wort Gotte- Mw tiefer Ehrfurcht lehren. — Die Kenntnisse der Thora müssen fle audem heiligen Born schöpfen, der uns fett Jahrtausenden ungetrübt und unverfälscht geblieben. — Der Knabe wenigstenmuß und kann in der heiligen Sprache so beschäftigt werden, daß ihm darin das Gebet leicht verständlich und anregend werde. — . (Fortsetzung folgt.) Zeitungsnrrchrirhten. Preußen. Derlt», vom 14. Juni In der heurigen Sitzung beschäftigte sich die Versammlung lediglich nur