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Der treue Zionswächter · 1847-06-08 · 23 (8.6.1847) · page 7

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
23 (8.6.1847)
Date
1847-06-08
Page
– (sequence 7)
Language
German
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«M IN Hk» tterproto kolke oder auf Creuznach's v"c; nein, man geht um Tausende von Jahren zurück und sagt, bdim '2D 7pLp sei 12^7» gewesen, deshalb dürfen Posaunen bei einer^MIL-Confirmation ebenfalls mcht fehlen. Großartige Logik, würdig eines modernen Nabbinen, weiland Präsidenten hochwürdiger Nabbincrversammlung! Bedauernswerthe Synagoge! Sollte cs wirklich mit Dir dahin gediehen sein, daß es jeder Eharlatanerie freisteht, ihre Narrenkappe in deine geweihten Räume hineinzuschlcudern , ihre Fratzen - Phisiognomie deinen hehren Zügen aufzudrücken? Doch nein! Du stehst fest und unerschütterlich in ehrwürdigem Glanze da, man kann dich verunstalten, kann dich vcrlänmdcn, aber erschüttern kann man dich nicht, die Pfeile, die Wahnwitz und Fanatismus gegen dich schlenkern, prallen merklich zurück gegen die abtrünnigen Häupter derer, die verräthensch sie gegen den eigenen Mutrcrbusen entsendet. Da ich einmal von abtrünnigen Häuptern rede, so erlauben Sie mir, w. H.N., in Bezug auf fol, che. Ihnen einen diesmal nicht unverdienten Vorwurf zu machen: Ihre No. 2k giebt den ProspcctnS der „Pracktischen Philosophie des Buches Hiob" von M. Löwenthal, mit einigen hinzugefugten emfehlendcn Worten Seitens der Nedaetion. och-^2, möchte ich Ihnen zninfen! Oder soll ich es Ihnen erst sagen, wie besagter L. nachdem er zuvor in Fulda, allwo er Privarlehrer war, Vorträge gehalten haben soll, deren Nationalismus so weit ging, daH der dortige gelehrte und fromme Rabbiner sogar sich zum Einschreiten genöthigt fand, was L.'s Entfernung von dort zur Folge hatte, später hier an der sogenannten r> 'o - Schule Lehrer war, und in Lehre und Leben für nichts weniger als einen orthodoxen Juden gehalten wurde? Soll ich Ihnen ferner sagen wie-; doch wozu persönlicher Beziehungen, wo das eigene Wort so klar u. deutlich spricht! Lesen Sie z. B. die lOte Anmerkung der Einleitung, wo, im strengsten Widerspruche gegen und cnpa, sowol als -nc neueren profanen Verfassern zugeschrieben; lesen Sie. wie in Bezug auf andere, allgemein für heilig anerkannte Werke geürtheilt, wie Ideen und Motive deS n't> selbst gehandhabt werden: Sie werden eS Mir gewiß eingestrhen, bei der Geltung, die der Z.- W. im Kreise der Orthodoxie sich erfreuet, hätte L/S Werk nicht gedacht, viekwem'ger noch empfehlend gedacht werden müssen.*) Ich hoffe. Sie werden diese meine freimüthige Äußerung mir bestens zu Gute halten, allein 7in öß'n c'5 R. Frairkfsrt a. Nt. Wie wir vor kurzer Zeit vernahmen, ist der Antrag gestellt worden, die RalM bincrversammlung möchte dieses Jahr ihre Sitzungen, welche zu Mannheim stattfiuden sollten, vertagen. Die Rücksichten, welche diesen Beschluß veranlaßren, sind die gegenwärtige Theuerung, und der Mangel vieler Lebensmittel, welche alle herbeiznschaffen, der jetzige Bestand der Kasse nicht hinreicht, sowie Hoffnung auf Vergrößerung und Zunahme des dermcligen Kapitals nicht vorhanden ist. Da nun ohne Essen der Mensch nicht leben kann, und namentlich die Alten, welche Theil an dieser großen Versammlung nehmen, doch einige Nahrung für ihren Körper haben muffen, um die geflügelte Siede ihres Geistes dem zahlreichen Auditorium leichter vortragen und hören lassen zu können, so anch die Jüngeren ohne Speise nicht znrechtkommen, so wird wol das Pnbliknm mit dieser Entschließung, die Sitzungen zu vertagen, sich gerne zufrieden geben und sich beruhigt suhlen. Nus Bayern. Gegen die in den öffentlichen Blättern enthaltene Zeitungsente, als wäre das k. Ministerium geneigt den Rabbinern des Landes, welche an der Nabbinerversainmlung Theil zu nehmen wünschten, die Erlaubniß des Besuches zu ertheilen, hegen wir biesclbst bescheidene Zweifel. Wir glauben vielmehr,- daß diese Nachricht von einem derjenigen erfunden wurde, welcher gerne den desirucriven Tendenzen, wie sie die Nabbinervcrsammlnng so häufig bekundet hat, seine Zustimmung giebt, und an Neuerungen, welche eine Auflösung der Religionen zur Folge haben, sein größtes- Vergnügen findet. 2kev.

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