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Der treue Zionswächter · 1847-06-08 · 23 (8.6.1847) · page 8

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
23 (8.6.1847)
Date
1847-06-08
Page
– (sequence 8)
Language
German
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»W 192 Würzburg, im r*in y»o. ZurMilderung der auf die Armen und den Mittelstand besonders hart influirenden Theuerung der unentbehrlichsten Lebensmittel sind nach den Berichten d. Bl. schon allenthalben die wohlthätigsten Vorkehrungen getroffen und angewandt worden. Wir freuen uns, den früheren ^Mittheilungen, welche der tr. Z.-W. hierüber von hier aus seinen geehrten Lesern machte, neuerdings einen Beweis hinzuzufügen, wie der fromme Sinn, der sich in der treuen Erfüllung der besonderen Pflichten gegen Gott ö'I kund giebt, auch in der Menschenliebe in n"a' öp?- sich auf's Nachdrücklichste bewährt. Auf den Vorschlag und Antrag des ehrwürdigen Distrikts - Rabbinen, Herrn S. B. Bamberger dahier haben sich die wohlbegüterten Gemeindeglieder dieser Stadt und Umgegend zur Darreichung ansehnlicher Beiträge zur Versorgung der minderbemittelten Familien und Personen bereit erklärt. Mit dem ehrwürdigen geistlichen Vorstande vereinigt übernahmen hierauf zwei edelgesinnte hies.Banquiers: Hr. Samuel H. Frank und Hr. Mayer I. Mayer, die sowol ihres religiösen Charakters als ihrer pekuniären Mittel wegen zu den Ersten der hiesigen Bürger gehören, das viele Zeit, Mühe und Kosten erfordernde Geschäft der persönlichen Verwendung für die Realisirung dieser Proposition. Die heil. Sache, in ihrer Wichtigkeit und Nothwendigkeit durch diese frommen Männer lebhaft dargestellt, fand überall die verdiente Anerkennung und deren Bemühungen die reichlichsten Früchte. Die bis jetzt schon beträchtlich angewachscne Summe wird wo! hinreichend sein, den nothwendigen Bedarf für alle Dürftigen, die sich Ln der Umgebung von mehreren Meilen vorfinden, auf die Dauer von etwa einem Vierteljahre verabreichen zückönnen, bis der Allgütige durch eine glückliche Ernte, wie sie die gegenwärtige 7'oa günstige Witterung in Aussicht stellt, bessere Zeiten herdeiführt. Außer dem Hervn Distr. - Rabb. und den beiden genannten Herren, welche die Derforgungsangelegenheit eifrigst leiteten, ward auf Antrag derselben auS der Zahl der Contribuirenden ein besonderes Comite, bestehend aus den Herren F. Keifer, F. Hirsch, Sam. Jeidels und A. Schwabacher gewählt, die schon seit 14 Tagen täglich zur Consultation zusammentreten. Nach den Beschlüssen derselben wird jedem der Nothleidenden, welche dir Vorsteher der umliegenden Orte namhaft zu machen, und deren Verhältnisse genau zu erörtern hatten, wöchentlich eine Unterstützung gereicht, mittelst welcher dieselben die Ausgaben für den erforderlichen Lebensunterhalt zu bestreiten im Stande sind. Von der Summe dieser mildthätigen Spenden ward auch ein ziemliches Quantum dem hochl. Stadtmagistrate zur Vertheilung unter die Stadt-Armen überbracht, das mit dem innigsten Wohlgefallen und Danke entgegengenommen ward. Außerdem hat der Banquier, Herr 2oel Jacob v. Hirsch dahier sehr ansehnliche Summen Geldes derselben hiesigen städt. Behörde zu gleichem Zwecke zustellen lassen.*) Lobend und dankend gedenken wir mit allen Bewohnern Würzburgs und seiner Umgebung der frommen Bestrebungen des ehrw. Hrn. Distr.-Rabb. ob seiner weislichen Fürsorge, — der edlen beiden Herren, die sich bereitwillig uund nverdrossen der mühsamen vielseitigen Verwendung unterzogen, — und der sämmtlichen Geber und Wohlthäter, durch deren reichliche Gaben die Sorgen und Ihränen so vieler Nothleidenden gestillt wurden. Lohne sie der Vater der Wittwen, Waisen u»d Armen durch seinen himmlischen Segen! ») Diese Worte zielen nicht auf die Lobpreisung einer Sache ad. deren Besorgung alö nothwendig von der religiösen Pflicht geboten ist, aber anfeuern mögen sie diejenige« Brt es Wechsel. Verlag: Herol d'sche Buchhandlung in Hamburg. Druck: Gebrüder Bonn in Altona.

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