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Der treue Zionswächter · 1847-06-08 · 23 (8.6.1847) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
23 (8.6.1847)
Date
1847-06-08
Page
– (sequence 5)
Language
German
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»ZH 18S HZ» söhne, die heiligen, heiliger noch als dawürdige Drüderpaar der gottgesandten Volksführer und Leh, rer selbst, sie die erschauet das Antlitz de- Allmächtigen, die Glorie seiner Majestät, sie starben dahin, als sie barbrachten fremdes Feuer Ml cb vI'-rpM. Und als an dem Tage, wo nach langer Abwesenheit die Lade de-Herrn in ihre Behausung wieder heimkehren sollte, in dem Uebermaße seiner Freude rmv die Gorteslade berührte, da schlug ihn der Herr wegen des Einbruches, m>d mit dem Leben büßte er die Schuld. (Beschluß folgt). Die Bestimmung und Aufgabe des Menschen- und LehrerlebeuS. (Fortsetzung.) Der Staat begründet die Lehrstellen um der Lehre, nicht um der Lehrer willen. Wer ein solches Amc begehrt, muß sich selbst als Mittel zur Erreichung deS Zweckes deS Amtes, das er sucht, betrachten, und vor Allem liegt eS ihm ob, sich den Grad der Bildung anzm eignen, den das Amt in Anspruch nimmt, und fort und fort sich zu höheren Leistungen zu befähigen. Wer eS nicht also macht, wird mir Recht als ein Mischling betrachtet, der daS Amt sucht und besitzt, damit es ihm diene. Wer sich daher nicht gegen den Staat, d. h. gegen die Gemeinschaft im Leben und speciell gegen die einzelne Stadt oder Gemeinde, wo er angestellt ist oder wird, und gegen Eltern und Kinder die ihm übergeben werden, auf die gröbste, strafbarste und unverzeihlichste Weise vergehen will, har sein Lehramt mit der höchsten Treue und Gewissenhaftigkeit zu verwalten und an sich selbst, als dem ersten Stücke und Faktor einer guten Erziehung und eines fruchtbaren Unterrichts, mit wahrer Unermüdlichkeit zu arbeiten. Dazu verpflichtet ihn» 2) auch die Rücksicht auf sein zeitliche- Pohl. Es gab eine finstere Zeit, in der man von dem Werthe der irdischen Güter nicht sprechen durfte, ohne von Scheinheiligen oder Phantasten verlästert zu werden. Ls war die Zeit deS Fanatismus, der Kasteiungen und Dyßübungen. AuS verkehrt aufgesaßteu religiösen Meinungen verbreitete mau Haß und Abscheu gegen die »eine, erhabene Natur, und wähnte in dem Grabe sich geistig zu verklären, in dem man sich von ihr entferne, -uS dem öffentlichen Leben entweiche und auf allen Genuß irdischer Güter verzichte. Diese Zeit ist. Gottlob! vörüber. Wol ist der Geist mehr als daS Fleisch; wol liegt die Bestimmung deS Menschen über dieser Erde und Allem, was gesehen werden kann; wol findet der wahre Mensch in der Befriedigung geistiger Bedürfnisse seine höchsten, erhabensten Freuden, sein Leben selbM aber auch daS irdische, die Güter dieser Erde, haben, wenn nicht den höchsten, doch immer einen Werth und eine Bedeutung. Denn wie sie zur Erhaltung des Leibes unentbehrlich sind, so sind sie die Bermitteler, Hebel und Bedingungen zur Erstrebung geistiger Güter. An und für sich haben sie gar keinen Werth, und an und für sich mag eS vielleicht ganz gleichgültig fein, ob ein Mensch arm ist oder reich; eS wird nur darauf ankommen, wozu er Armulh und Neickthum benutzet: aber da sie unter den bestehenden Verhältnissen dem Menschen die Mittel verschaffen, ein menschliches Leben zu führen und sich zu wahrer Geistesbildung emporzuarbeiten, so kann nur der Schwärmer ihren Werrh und ihre Bedeutung verkennen. Ein gewisses Maaß von Desitzlhum irdischer Güter gehört zum zeitlichen Wohlsein, und wer über drückende Sorgen um Kleidung, Nahrung und Obdach für sich und die Seinigen nicht erhaben «st « gehr fast unausbleiblich in den Sorgen für dieses Leben zu Grunde. Darum wünschen wir jedem Lehrer „sein bescheiden Theil", damit er nicht verzage und sich nicht erhebe, und damit d«e Schwingen seines Geistes nicht erlahmen. (Beschluß folgt.) Hannover. Emde«. Am 15. Mai hreld der Hr^ Landrabbiner Hirsch feinen AbschiedS-Vortrüg^ vodisinem zahlreichen Publikum, dem sich die ersten Personen der wohllöblichen städtischen Behörde, verschiedene Geistliche, mehrere hiesige christliche Bürger aaschlossen, in der Synagoge Hieselbst. Herzergreifend war der Akt, in welchem der tiefgerührte Geistliche die geweihete Stätte zum letzten Make betrat, um die Abfchiedsworte an feine ihm zur Leitung auvertraute Gemeinde zu richten, und ihr, mit der

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