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Der treue Zionswächter · 1847-06-08 · 23 (8.6.1847) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
23 (8.6.1847)
Date
1847-06-08
Page
– (sequence 2)
Language
German
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stacht; große Degebenheiken, mlangenehme Unterhairnngdns widrige Einblicke s^ten den Denker, bringen die iLeelenkkäfte aus ihrem- Glcichgewichro.. Der Einsame,, der Zurückgezogene lebt still, lebr ohne Aufregung, ohne Leidenschaft. Zn größter Drille und Welrentftemdwng werden die größten Werke hervorgebracht, mrr Iftlhe Anderes verliert. Denn wenn daS äußere geräuschvolle Leben den Geist feßelt, die Seele in eine andere Lage verseht, wenn das Aeußere mir dem Inneren in Ge- Harmonie geschehen, welche so sehr in allen Lebensverhäitnissen erforderlich ist, und sonst einen so wohlrhäugcn Einfinß übr. Man wird jedoch aus dem bishehalren wissen wollen, gegen dieses, wenn unS der Ausdruck erlaubt ist, Absperrungsprincip haben sich die bedeutendsten Nabbinen erklärt, und im Kusari H. 60 1k. wird eine herrliche Entwickelung gegeben, wie im Zudcnthume eine solche Erscheinung nicht startfinden könne, und heißt eS ja sogar im Talmud ifi st/MIN 'fi pis)' sttnow ebenso an vielen andern Stellen, welche das Zusammenleben in der Gesellschaft anempfehlen. Allein da die Außenweltdas äußere Ltben so geräuschvoll, so genußsüchtig» so leidenschaftlich oft auftrilt, da darsieüen und in ihrem rechten Lichte zeigen wollen. Und bietet das Leben nicht genug unerquickliche Seiten bar, wovor der Vernünftige und religiöse Mensch zuvor» öffentlichen Leben in seine stille Zelle, um nicht Zeuge zu sein von dem Unfüge, von der Entweihung des Heiligsten, von der Herabwürdigung des Höchsten und der Verachtung und Zerrrerung des Edelsten, was die menschliche Brust beseelt, erhebt und tröstet? Gegen daS Mitansehen eines solchen Treibens haben sich allerdings unsere Nabblnen erklärt, die Werke eines R. Zizchak Erämach und eines Dechai den Joseph sind hierin unsere Vorbilder, uttd wenn wib' d'en Principien nachlebeN, welche in diesen Werken uns yorgeschrieb'en sind, so werden wir' füp Manches entschädigt und vor den Nächtheilen beschützt, welche die äußere Welt unS oft darzureicbcn stiebt. . Doch, kehren wir-nach dieser Digresfion zum Gegenstände unsers Thema's zurück.— Was. Großes) Erhabenes und Nuhmwürdiges schon in der Welt geleistet wurde, im Nei.be des Geistes, ist sehr oft, ja meist von einzelnen großen Männern, die in der Stille ihres Gemachs wirkten und dachten, ausgegangen. Leidende suchen oft die Einsamkeit, als ob die Stille der Narur, das Verweilen in den von Gebirgen cingeschlossenen Thälern, die Kelsen und Waldsiröme eine Abhaltung wären gegen die Strenge des Mißgeschicks, als^ ob sie Ersatz zu bieten vermöchten gegen die Störungen der Außenwelt, als ob der Ruhe und Sülle die Kraft inne wohnte, zu beruhigen die Stürme des Herzens, die Bewegungen und Bedrängnisse deS GcmürheS. Bei jeder Klage über Unbilden flüchten wir oft in die Einsamkeit; sie vereint uns wir durch unglückliche Genußsucht, durch ein eifriges Haschen nach stetem Interesse, in Mißliebigkeir, Femd-eligkeir sich zerspaltet, ja oft durch unversöhnlichen Haß sich die ärgsten Mißstände bereiter und die für den Kö'per same hingegen, dessen Geist nicht zerrüttet, nrchr erschüttert werden kann durch solche Vorfälle, dessen Körper mithin auch keinen Schaden nimmt, er wird zu sich selbst, zur Narur, zu seinem Schöpftr zurückgrführr. Es erstarkt die Kraft seines Geistes und seines Amos lcbre in der Einsamkeit und wußte durch göttlich« Eingebung sciudn prophetischen Reben die herrlich« Kraft und den kräftigen Nedeschwung zu verleihen, der uns beim Lesen seiner Prophczeihungen so sehr erhebt. Zecheskel erhielt seine großen Visionen vom Herrn in der Einsamkeit in Ebenen, an Flüssen, fern vom Wohnsitze der Menschen. — Zn der Einsamkeit und in der freien Narur kennen wir in unser Inneres schauen, unsere Gefühle und Gedanken verfolgen und erkennen, während Sorgen und Zerstreuungen tm Gewühl des Lebens unfern Geist von so ernsten und wichtigen Betrachtungen abziehen. Einsam und zufrieden schauen wir nun von ferne dem Treiben des Tages zu, unS' erfreuend am Studium deS Gesetzes,

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