Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 22 (1.6.1847)
- Date
- 1847-06-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Streben nach immer höherer Bildung seine Kräfte zu weihen. Es ist sein Trank und seine Speise. Aber dennoch ist es erlaube und wohlgerhan, sowvl wegen der menschlichen Schwäche überhaupt, als auch wegen der dem reinen Streben nach dem Wahren und Guten entgegenstehenden Hindernisse und Schwierigkeiten , auch noch, außer den höchsten Gründen, andere Antriebe und Beweggründe,- in edler Anstrengung nimmer zu ermüden, namhaft zu machen und aufzuzählen. Wir reden zu Lehrern, und solchen, die cs werden wollen; sie werden gewiß dem Folgenden beistimmen. Zur Tüchtigmachung und zum Streben nach höherer Vollendung in der Menschen- und Lehrerbildung treibt uns: 1) die Pflicht an, die wir als Bürger des Staats übernommen haben oder übernehmen wollen. (Fortsetzung folgt.) Zeitungsnachrichten. Preußen. Berlin. Täuschen alle Anzeichen nicht, so ist es keinem Zweifel unterworfen, Daß der Entwurf zu dem Judengesetze, wenn auch vielleicht mit einigen Modifikationen, dennoch seinem wesentlichen Inhalte nach, unverändert von den Ständen wird angenommen werden. Wir, die wir von unserm Standpunkte aus das von der Regierung ausgesprochene Prinzip einer nationalen Sonderheit nicht in Abrede stellen können, vielmehr ausdrücklich billigen müssen, sehen in dem Gesetze zunächst die Sicherung dieses nationalen, daher religiösen Interesses und leben der festen Zuversicht, daß selbst der Besitz politischer Rechte theilweise entbehrt und geopfert werden könne und müsse, sobald das vorherrschende religiöse Element solches Opfer fordere oder wenigstens nothwendig mache. Berlin, den 26. Mai. Der bekannte vr. A. Geiger aus Breslau war vor einigen Tagen hier und predigteobwol er die hiesige sogenannte jüdische Reformgenossenschaft in ihren Principien mehrfach angegriffen, doch in ihrem Versammlungssaale. Wie man hört, war es auch beabsichtigt worden, dem vr. G. eine Gastpredigt in der Hauptsynagoge zu vergönnen, ja mehrere sich so nennende Gemeinde- Vorsteher entblödeten sich nicht, die Sache zu befürworten, ohne zu bedenken, wie gar abgeschmackt — um nicht mehr zu sagen — ein solcher Antrag ist. Jene Herren, welche so gern christeln, hätten sich erst fragen müssen, ob man z. B. dem Vr. Rupp (einesolche Eharackter- und Gesinnungslosigkeit kann freilich bei diesem Herrn gar nicht vorausgesetzt werden) gestattet haben würde, in den Landeskirchen zu predigen. Daß Hr. Geiger und die hinter den Eoulissen stehenden Dirigenten ihren Zweck nicht erreichten, verdankt man der Energie eines Vorstehers, welcher die Sache nicht einmal zur Berathung bringen wollte. (H. E.) Breslau. Geigers Ansehen hier ist in stetem Abnehmer! begriffen, seine früheren intimsten Freunde und Anhänger sind 'ihm jetzt gänzlich entfremdet. Vorzüglich gilt dieses von den Kuratoren des F'schen Nachlasses, und als kürzlich G. für die neue Synagoge eine Orgel verlangte, entgegncte einer derselben, M., früher sein eifrigster Freund und Anhänger: ./Am Ende, Herr Doktor, bringen Sie uns noch ein' —t in die Synagoge hinein, dem müssen wir doch bei Zeiten Vorbeugen." Mit der Religionsschule geht es mehr als matt, und schämte man sich nicht, man würde sie unbedingt gänzlich fallen lassen. Aus Rheinprenßen. Gestern, w. H. Red., erhielt ich von Herrn I. Auerbact,, gegenwärtig in Jülich (Negierungs-Bezirk Aachen), ein Schreiben mit dem Ersuchen, einliegendes Schreiben des webllöbl. Vorstandes zu Weisweiler Ihnen zur Veröffentlichung durch den „treuen Zions - Wächter" zu übermachen. Ich hoffe, Ihnen, so Gott will, bald viel Erfreuliches mittheilen zu können. Besagtes. Schreiben lautet, folgendermaßen: „Herrn I. Auerbach in Jülich '. Aus Ihren im „treuen Zions - Wächter" enthaltenen Arbeiten entnahmen wir Ihre Verbindung mit dem von allen wahren Juden hochgeehrten Redakteur dieses Organs der zugleich die Befördc- . der für die nothleidenden Brüder Ln Jerusalem gespendeten Gaben übernommen. Da es uns nun au zuverlässiger Versorgung unsres Geschenkes gebricht und Sie ohnedies mit dem Herrn Redakteur