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Der treue Zionswächter · 1847-06-01 · 22 (1.6.1847) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
22 (1.6.1847)
Date
1847-06-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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»W 18S in Correspondenz stehen, so ersuchen wir Ew. Wgb., einliegende 7 Thaler pr. Crt. an den Herrn Redacteur des „Z.-W." gelangen zu lassen. Die Gabe ist zwar klein und dennoch groß bei dieser Zeit, wo wir so viele schmachtende Herzen, mit Mangel und Noch ringende Familienväter zu laben haben. Das Wenige zeige nur, daß wir uns auch unserer frommen und nochleidenden Brüder im heiligen Lande, an dem unsere ganze Zukunft geknüpt ist, erinnern und vwc!> 72^1 vvpw -wbi Möge der Tröster Zions unser Thun unter unsern Brüdern Nachahmung finden lassen, so daß Israel auch jetzt noch drei Eigenschaften charakterisier» V'7LN »bmn O'rc'3 O'wkn ,1s L' v'rvo 7>ci>c. Schon im Voraus für Ihre desfallsige Mühe herzlich dankend, zeichnet Ew. Wohlgeboren ganz ergebenster Vorstand der israelir. Gemeinde. N. D. Levy. Is. Kaufmann. S. Mayer jun. Weisweiler, den 20. März.1817. Mähren. Trebitsch, 20. Mai. Geehrter Herr Redacl.! Ich glaube keineswegs in der Tendenz Ihres geschätzten Blattes zu irren, wenn ich glaube, daß es sich nicht nur die Aufrechthaltung des von unfern Altvordern vererbten heiligen Glaubens zu seinem schönen und erhabenen Ziele gesetzt; und demselben auch wirklich mit allem Muth und aller Ausdauer trotz der wüthendsten Stürme auf dem Meere der Meinungen mit rüstiger, leitungswürdiger Hand zusteuerr, sondern daß es auch — und es hat auch in der That hievon schon schöne Proben abgelegt, — den Mildthätigkeirs- und Wohlthätigkeitssiim,. der von jeher die schönste Perle in Isxaels Krone bildete,*) und feine mächtigste Aegide auf dem von ihm Jahrhunderte hindurch durchwanderten rauhen und dornenbesäeten Pfad war, in Israel fürder zu erhalten und in seiner reinsten Glorie und erhabensten Schöne zu bewahren. Ich hege also die gerechte Hoffnung, daß Sie mir gerne die Spalten Ihrer geehrten Zeitschrift öffnen werden, um ein Factum zur Oeffentli *) Nach dem bekannten Ausspruche unserer Weisen (gcs. And.) in Jebamoth F. 79 u: w,r>2 r» v'-v'- zu bringen, das sowolrühmlichst erwähnt, als auch nachgeahmt und beherzigt zu werden verdient. Es hat leider, wie Sie wissen, der göttlichen Vorsehung in ihrem weisen, geheimen Nathschlusse gefallen, in diesem Jahre mit einer Theuerung und zum Theile auch mit einer Lebensmittclnoth uns hcimzusuchen, und wenn sich in Folge derselben die Lebensvcrhältnisse düster gestalteten, so mußte dieser Schlag die Armen und Unbemittelten noch drückender und härter treffen. Auch hier hatten die zahlreichen Armen unserer Gemeinde mit unsäglichem Jammer und Elend zu kämpfen, und es sah sich unser würdiger und gelehrter, Ihren Lesern rühmlichst bekannter Oberrabbiner, Herr Joachim Pollak, veranlaßt, diesem Uebel einigermaßen abzuhelfen und dasselbe nach Möglichkeit zu lindern. Zu diesem Zwecke hielt er am 7r>2 's Mo eine gediegene und wohlgeordnete Rede, den Tert der Sidra trefflich dazu benutzend, um hervorzuheben, daß der Geist, der durch unsere heilige Thora weht, ein humaner und menschenfreundlicher sei, und daß, nach dem Ausspruche des weisen Hillel (Tract. Sabb. F. 31. g) und der heiligen Schrift selbst (Proverb. 2, 17) On-w 4-, rv'2'277''2-r? „auf Nächstenliebe, Wohlthun, gegenseitiger Eintracht und friedlichem Zusammenhalten der Menschen die göttliche Religion Israels basire"; dann auf die Veranlassung der Rede übergehend, forderte er in einer energischen und eindringlichen Sprache die Reichen und Bemittelten der hiesigen Gemeinde zum Erbarmen über ihre bedrängten und leidenden Mitbrüder und zur schleunigen Abhülfe ihrer Noth aus. Und wahrlich, der so ansgestreute, gottgefällige Saame fiel in keinen undankbaren Boden! — Tags darauf nämlich hielt der Herr Rabbiner und der ehrenwerthe Gemeindevorstand allhier, an dessen Spitze der ebenso hochherzig und edelmüthig, als auch als redlich und uneigennützig hier bekannte Herr BerLöw Bachräch steht, eine Sitzung ab, bei welcher durch freiwillige Spenden sämmtlicher Neichen und Bemittelten, von welchen Letzteren viele weit über ihre Kräfte hinaus beisteuerten, eine Summe von beinahe 800 fl C. M. zusammengeschossen wurde. Für dieses Geld wird nun Getreide eingekauft, und hievon wöchentlich über 800 Pfund gesundes und schmackhaftes Brot verbacken, welches sodann von einer hiezu ernannten Armen-

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