Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 22 (1.6.1847)
- Date
- 1847-06-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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kl äglichen Lehren, durch die Nachmessung ihrer völligen religiösen Entartung haben wir in Worr und Lehre unser»» Gegnern den Eingang und den Einfluß auf das Volk zu verhindern. Aber es genügt bei Weitem unserer religiösen Pflicht nicht, kampfgerüsiet blos zu warnen, adzuwehren, und unsere Lieben und Theuern tnn an dem Studium der heil. Thora, an der Uebung ihrer heil. Bestimmungen und ihrer Vorbereitung unter irnv arbeiten, — gleich- Srreben eine kräftige Stütze und sichert uns d»n Sieg aus Gottes Hand. Die Treue und Liebe, weiche wir nn Dienste des Herrn, im beiondercn religiösen Leben sowol als im Verkehre und Umgänge mit unseren Mitmenschen bewähren, erhöhet in uns die Festigkeit d.s Muchs und die Standhaftigkeit im Vertrauen auf d,e himmlische Gnade so sehr, daß wir den ^Versuchungen und harten Fügungen der Zeit und des Schicksals, welche die Vorsehung allwcislich lenkt, ein mit Geduld ausgerüstetes Herz enrgegenstellen Solche Geistccstärke erfülle die frommen Herzen aller Orthodoxen, diese erleichtert ihr den Kampf und den Sieg über ihre von rm /nv-ri lw trotzenden Opponenten. Hier und da fehlt es nicht an Wendungen des Schicksals, durch welche die Vorsehung dem irdischen Leben einige Reize entzieht, um sie dem religiösen Leben zuzuwcnden, und die Umstande besiern die Abtrünnigen und führen sie zur Uebcrzeugung, daß das Menschenleben nicht unter dem Spiele des blinden Ungefährs, rige Geschicke "vermochten noch immer, den Menschen aus dem Taumel der Sinncnlust der eingebildeten Hoheit und Unabhängigkeit zur Gorteserkenntniß, zur Demüth und'-'F^ömm^eir^ Mückzuführcn. Ader der Allgütige bewahre uns vor der strafenden Rache, der auch oft der Schuldlose sammt dem Schuldigen um terliegt. Und er, der sein Volk Israel und die zu dessen ewigem Glücke ihm geoffenbarte Religion vom Anbeginnen bis auf diese Tage mit seinen schützenden Fittigen deckle,-der Sünden und Missetharen großmürhig vrrgiebt, der die Besserung der Menschen, nicht ihren Untergang wünscht, Er erleuchte die Pfade und Herzen der Irrenden, richte auf die Wankenden und Fallenden und leite uns allesammt in Eintracht mrr Milde und Gnade zu unserer ewrgen, heiligen Bestimmung. Die Bestimmung und Aufgabe des Menschen- und Lehrerlebens. (Fortsetzung.) Daraus folgt, daß der Erzieher und Lehrer die allcrstärksten Antriebe zur wahren Kultur in sich und in seinem Berufe finden muß; daß es für ihn doppelt Antriebe dazu als die bereits genannten giebr es in der That nicht. Zur Selbstbildung soll den Menschen d»e reine Liebe zur Bildung anfeuern. Wie das Gure an und für sich letzter Zweck (End z w eck) ist, so will auch die wahre Bildung um ihrer selbst willen erstrebt sein. Glaube nur Keiner, daß er sie im schnöden Dienste der Welt, oder wenn er nur überhaupt darauf ausgeht, sie ausschließlich um andrer Zwecke willen zu suchen, wenn er sie also zu einem bloßen Mittel hcrabwürdigt: daß er sie alsdann finde und zum Eigenthum gewinne. Die Wahrheit zeigt sich nur dem, der reinen, lauteren Herzens ist und von reiner Begeisterung für sie erglühet. Wer sie nrcht um ihrer selbst willen suchet, findet sie nicht. Der durch und durch wahre oder nach Wahrhaftigkeit strebende Mensch kennt kein seligeres Geschäft, als der Wahrheit im weitesten Sinne des Wortes nachzustrcben, um, so viel es einem Menschen nur vergönnt ist, die reine Wahrheit, die ganze Wahrheit, nicht als Wahrheit kennen zu lernen, und sich der erkannten im reinen Dienste zu weihen. Wer so gesinnt ist dem öffnet sie ihre Thore; wer sie aber nur als milchgebende Kud zu benützen die Absicht Hat, der muß sich statt des reinen, lauteren Goldes, mir Blechpfennigen begnügen. Also steht es mit der Culkur und mit der Bildung. Diese hohen Dinge wollen um ihrer selbst willen erstrebt sein. Wer es thut, dem fällt alles Andere zu. Denn wahre Bildung ist dem Reiche Görkes zu vergleichen, ist selbst das irdische Reich Gottes. Daher bedarf es auch für den wahren Freund der Wahrheit und Bildung gar keines Zuspruches, dem