Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 22 (1.6.1847)
- Date
- 1847-06-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2625941-2626146-2626169--0955-2628537- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
v' *) Wir dürfen nun freilich auf den Vers: 12' 22^ 22^ '? uns stützend den dreistesten Angriffen und äußersten Gefahren kühn und ruhig entgegenblicken. ») Oft bezeigten, im Alterthume vornehmlich. Nichtjuden, lichen Werth an den edelsten Metallen und entfernte sich ehrfurchtsvoll aus demfclben mit dem Aufträge, das Heiligthum, das er entweiht zu haben fühlte wieder zu reinigen re-, ck. rol. los. anrig. XI^. 4 8» denen die Apostaten unserer Zeit so freigebig umgehen, zu erwerben suchten, ein Freundschaftsbündniß. Unter dem Consulate des L. An. Gallus und M. Cora. Tethegus schrieben die Römer (ct. dckscc. I 8. ^os. nnt. XU. 17) als Judas Macc. sie gegm Demetrius um Schutz bat, an die Syrer: «Warum habt ihr das jüdische Volk beeinträchtiget und unterdrückt? Wisset, ihnen daher die Mühe machet, eine zweite Gesandtschaft an uns zu schicken, sich über euch zu beschweren, so wollen wir euch als Feinde halten, und euch zu Wasser Juden unter Jonathan zu erneuern, gingen die Römer mit der größten Bereitwilligkeit ein, ebenso und mit der größten Ehrenbezeugung unter dem Hohenpriester Simon. Auf gleiche Weife schrieb der römische Senat padocienrc. die heftigsten Drohungen, sofern sie auchmnr die geringste Feindseligkeit gegen die Juden ausüben würde«. Unter Hyrcan Simon entschied der römische Senat wiederum in ihrer Streilsgche. gegcn AntiochuS zu Gunsten der Juden und ließ den jüdischen Gesandten auf ihrer Rückreise durch die Statthalter der Provinzen alle mögliche Ehrenbezeigung widerftchreri.' Erst als sich in der jüdischen Ration Abfall und Treulosigkeit gegen die . Religion in der Schmähung des Lempeldienstes und der frommen Priester knndgab, wandelte die alte Freundschaft auf einmal in Feindschaft und wie vom Himmel berufen traten nun die Römer von Zeit zu Zeit bekriegend und verheerend gegm die Juden auf. (Ueber die Gunstbezeigungen gegen die Juden von Seiten des großen Julius Cäsar und späterer mächtigen Gebieter soll bei einer anderen Gelegenheit Mehreres mitgetheilt werden.) Wenn hier und dort im deutschem Vaterlands die Zahl her Gottvergessenen und Verirrten sich mehrt, wenn sogar Volkslehrer u. Volksvertreter zur Empörung gegen Gott und die heil. Religion aufreizen und ihren Wahn für wahr und himmlisch halten, wenn Hunderte von Geistesschwachen ihnen blindlings folgen, — ach, wog schadet das dem Judenrhum, dessen Millionen Bekenner ni'i N2' in andern euroväischen Staaten in Asien und Afrika und andern fernen Erdtheilen dieses närrische Spiel der Reformerei nicht kennend mir strengster Sorgfalt dem Herrn des Weltalls c"' nach alter Sitte dienen. Demnach müssen auch wir an der Starre, woher all dieses kommt, uns zur Gegenwehr ermannen, und im Kamvfe für GokreS heiliges Wort und für seine treuen Gläubigen laßt uns wiederum unsere Ahnen zum Vorbilde nehmen. Als die Männer Zuda'6 einst unter der Leitung Nehemjah'S die Mauern der wieder erbauten Stadt Zeruschalajim zur Hälfte aufgeführt hauen, fanden sie an den Arbim. Amonim und Persern heftigen Widerstand, welche aus Besorgmß vor dem Gedeihen der Zerusalemischen Schutzmauern sich zum Streite wider die Zuden verbanden. Diese aber riefen den himmlischen Vater um Hülfe an und Nehrmiah richtete an das Volk und seine Fürsten folgende Worte: „Fürchtet Euch nicht vor ihnen; an den Herrn, den großen und den furchtbaren denket, und kämpfet für Eure Brüder, Eure Söhne und Eure Töchter, Eure Frauen und Eure Häuser!" — Und von dieser Zeit an standen die Helden mir ihren Waffen umgürlek an der Vollendung des Mauerwerks, mit Einer Hand arbeitend und mit der andern die Waffe gegen den andrängenden Feind richtend,*) währ rend die ausgestellten Posten daS Volk vor unerwarteten Einfällen der Feinde schützten. — Nicht minder unwichtig und norhlvendig ist in unserer Zeit, unser Widerstreit, unsere . Gegenwehr, unsere Vercheiditzung. um die Angriffe dH Deform von der Heilig.kett des *) Als einst Pompejus dem Hyrcan zu Gunsten gegen die freundlichsten- Boxstellungen and reichlichsten Donationen den Tempel zu erstürmen schon begonnen hatte, nahm er mit Staunen wahr, wie bei den Juden der Eifer für den Gottesdienst so groß war, daß alle feindliche Marter und ihre nothwendige Bertheidigung sie nicht stören konnte, denselben in der alten Ordnung wie in den Zeiten des tiefsten Friedens zu vollziehen; Gebet, Lobgesänge. Opfer gingen von Seite der Priester »nun-