Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 22 (1.6.1847)
- Date
- 1847-06-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2625941-2626146-2626169--0954-2628536- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
L- Dodenhcimer, mit wahrer Freude und Anerkennung. Können wir demselben auch nur einzig und allein Schlüsse de« Talmuds und der entnehmen, so läßt sich dennoch nicht leugnen, daß der Verfasser, ein anerkannter gelehrter Talmudist, hierbei mit Klarheit und nach vorherigem genauen Quellenstudium zu Werke «egangen sein muß. Mit einem gründlichen Forschen nach der Quelle einejeden von den v'pvv ausgestellten Grundsatzes, evolvirr der Verfasser seine ralmudische Gelehrsamkeit und seine Belesenheit in den hierzu gehörigen Lommenrarvren auf das Glänzendste und Reichhaltigste. Wir können es dem Verfasser nur Dank wissen, daß er seine Muße gerade dem mosaischralmudischen Erbrechte widmete, denn die herin so oft vorkommenden Wirren und Jncidenzfälle greifen so sehr ine Leben ein, sind Gegenstand so häufigen Aufschluß- ErbittenS Seitens der richterlichen Behörden, haben mannigfach schon als Mittel zur Anfeindung des Talmuds und somit der jüdischen Religionslehre überhaupt gegolten, daß es ein mehr als verdienstliches Werk ist, diesen schwierigen Knoten nach dem getreuen Quellenstudium entwirrt, ihn so dargestellt zu haben, wie er der einschlägigen Praxis ohne Weiteres als Norm der ralmudischen Gesetzgebung-selbst gelten kann, waS freilich noch mehr der Fall sein wird, wenn der gelehrte Verfasser, wie er verspricht, erst die andern, dieselbe Materien behandelnden ergänzenden Hefte wird Nachfolgen lassen haben. Möge — damit schließen wir — der hochwürdige Verfasser auch in andern Fgchern deS Rabbinisch - Talmudischen solche gediegene Resultate seincr Studien zu Tage fördern, wie die hochgelehrten, gründlichen Mitarbeiter im si'L imc" durch ihr segensreiches Witten bereits einen edlen Sporn zur Cultivirüng der rabbinischen Wissenschaften der Gesammt-"JuWh?it gegeben H dann' ist seinem Werke dft'^rülle 'Äifge'setz^,' daE har es wahre Bedeutung audh^r ZveligiW üM ZÜdeinhum gewoüoelft U—: ----- » Die DriHv-oxeu rm Kampfe gegen ^7''/Hie I^ssökeristen. Von A. (Beschluß.) Allein unsere theuern, treuen Genossen, die noch schuldlosen Herzens und unentweihten, religiösen Sinnes am heiligm Glauben der Väter hangen und aus allen Kräften dem Herrn dienen, wie sein uns gevffenbarter heil. Wille es von uns fordert, diele unsere lieben Brüder und Schwestern auf diesem Lebenspfade zu erhalten, sie vor Verlockungen und Fehltritten zu bewahren, ist unsere Pflicht, und in der Bürgschaft für sie finden wir die Aufforderung zum Kampfe gegen die Angriffe, welche von den Reformern gegen unS anstürmen. Alles Unheil, aller Abfall wird in ihrem Herzen geschmiedet. Diese, des Gesetzes in seiner wahren Deutung unkundig, sind nun gegen jeden 7'vör, Qrn, gegen Alle, die nicht wie sie zur Claffe der wv gehören, von unbändigem Hasse erfüllt. Oonf. Talm. Pesach. 49 a: srßn vv 7vt> . »ö w Die Orthodoxen, denen die religiösen Pflichten über Alles heilig gelten, die zugleich auch die Nächstenliebe als t>7w3 ^2 erklären und üben, Härten sicherlich nie eine Fehde in Work und Schrift begonnen, würde eS sich um bloße Beeinträchtigung deS Vorcheils, der Ehre und des persönlichen Vorzugs handeln. Daß sie sich aber lebhaft für die heiligen Interessen bekümmern, daß sie daS Ansehen der heiligen Lehre, ihrer Weisen und Lehrer zu schützen bemüht sind, und den Eingriffen der Neuen Schranken zu setzen, denselben murhig entgegenrrcren, wird billig nicht als Kampfsucht, nicht als anmaßende Einmischung in die Bestrebungen des vorgeblichen Fortschrittes erklärt, sondern durch ihre heilige Absicht die Beschützüng deS väterlichen Glaubens und der Gläubigen gerechtfertigt werden. Ps. 120: '21 Wprvö wi, vrnsi. Man hat nicht allein den seit vielen Jahrhunderten sancrionirren öft-L» öc axop, die onpn ö's O'2,p7p vpnc. die Ordnung, den Inhalt und die h. Sprache unserer Gebete, so wie die synagogaldienstlichen Verrichtungen überhäupt freventlich angegriffen, sondern selbst den TalmudiKtt" mit den v'pdv, thettS zu verwerfen,^ theilS detett Sinn zu verdrehen sich nicht gescheut. - '7^»^W-Afjken Grame /über.^die schmähliche iÄnrastuflg.chM)Heiligsten. gedenken wir hier auch der in mehreren ^neueren"Schriften- (echten;»2 v >7x2) ausgedrückken Ansichten über rnvwrv VMM, vor welchen ruchlosen Kritikern sich das Gefühl nur sträuben muß. Wb finden jedoch wiederum tröstliche Beruhigung in der Erfahrung, daß die Neligionsfeinde. so oft und so kühn sie nur immer auftraten, sammc ihren nichtigen Lehren vorn Strome der Zeit weggespült wurden und blos in einer schimpflichen Erinnerung der Nachwelt aufbewahrt blieben (orn-Zn öp: V2