Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 22 (1.6.1847)
- Date
- 1847-06-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Per Organ r»r Wahrung der Interessen des orthodoxen Iudenthmns. Mit König!. Dänischem Privilegio. Verantwortlicher Re-acteur: vr. Enoch, Director und Oberlehrer zu Altona. 3. Jahrgang. Altona, den L. Juni L84V. 22. Inhalt. Crefeld, beurtheilt von U—.. Seite t77 Bon A ..- 178 Die Bestimmung und Aufgabe des Menschen- und Zeitungsnachrichten aus Berlin, Berlin, Breslau, Rheinpreußen, Trebitsch. Bayern, Heidingsfeld (bei Würzburg), dem Elsaß. Altona.181-181 Testament nnter-er Benennung einer Erbschaft. Von L. Bo-enheinrer, Confistorial. Oberradbiner zu Crefeld. Beurtheilt von U—. Der Geist der gegenwärtigen Zeit, der stets für Literatur und profane Wissenschaften in regem Schwünge begriffen ist, wendet seine Thätigkeir selten den jüdischen Branchen derselben zu. Die Gleichgültigkeit mdeß, m«r welcher dieselben im Allgemeinen betrachtet werden, scheint aber am Meisten und am Empfindlichsten die ralmudisch - rabbinische Literatur zu berühren. Nur selten sieht man die jetzt lebende Generallon jemn für Geist und Forschung so fruchtbaren Feldern deS Wissens ihre Aufmerksamkeit widmen; wenige nur beschäftigen sich mit der biblischen Literatur, und die Wenigsten mit der rabbini,ch-talmudischen. Und doch ist es gerade letztere, die für jeden gebildeten, geschweige denn gelehrten Juden und in jeder Beziehung daü näthigste und nützlichste Studium ist. Wir stellen hier nickt in Abrede, daß die Ausbildung in hebräischer Sprache und biblischer Literatur ebenfalls nothwendig und sehr empfehlungswürdig ist, wie können aber kühn die Be» hauprung aussprechen, daß diese nur in Verbindung mit Talmud und Eommenraroren erst ihren wahren Werrh erlangen. Ein niederschlagender Gedanke wäre es daher für uns wenn den Rückschritten, die in diesen Wissenschaften seit einigen Decenien gemacht worden, nicht entqegengewirkt würde denn so nur wäre eS möglich, dem Destruckionsgeist, der sich im Judenthum Dahn gebrochen, einen bleibenden Damm entaeaeniusehen. Ein eifriges Forschen im Talmud und o-pr-o allein vermag den Geist des wahren Judenrhums zu stärken und zu erheben, und wir sehen in neuester Zeit den erfreuendsten Hoffnungen entgegen, da es auch noch jetzt Männer giebr, die im Interesse des rabbtnifchttalr mudischen Judenrhums wirken. In diesem Sinne begrüßen wir das vor Kurzem erschienene Merkchen: Testament unter der Benennung einer Erbschaft, von