Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 21 (25.5.1847)
- Date
- 1847-05-25
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Buch der Bibel dem Volke so gänzlich fremd und mir zugänglich geblieben, als gerade dieses gehaltvollste, schönste und vollendetste Kunstwerk der hebräischen Poesie: so glaubt der Verfasser allen Freunden der heiligen Schrift welche dieselbe als Grundlage aller Erleuchtung des Geistes und wahrhaften Bildung des Herzens lieben und verehren, in der oben angekündigten Schrift keine ganz unwillkommene Gabe darzubringen. Die bezeichnte Schrift wird außer der Einleitung über Zweck und Gedanken, Zeitalter und Abfassungsarr, folgende 5 Theile enthalten: 1) den hebräischen masorhetischen Text in mögr lichster Correccheir; 2) eine dem hebr. Texte Wort für Wort zur Seite gehende rhytmisch gegliederte Uebersetzung; 3) einen über jedem Capitel sich befindenden Ne» beinhalt, der sowol alle eigenrhümlichen Bilder und Kcrnsprüche der morgenländischen Dichtung deutlich hervorhebr, als auch den innern Zusammenhang und Zdeengang des betreffenden Capitels nachweist; 4) eine ausführlich bearbeitete Gedanken-Darstellung. Diese har zunächst den Zweck, den Hauptfaden und die vielen einzelnen feinen Fäden des orientalischen Kunstgervebes, weiche sehr oft ganz verworren und abgerissen erscheinen, von Stelle zu Stelle zu entwickeln und aneinander zu schlingen, und so durchs ganze Buch hin, bis zur Lösung des Knotens fortzuspinnen; so wie auch alle Gedanken und Wahrheiten des heil. Buches, in pracrisch moralischer Hinsicht mit besonderer Anwen. düng auf die religiösen Verhältnisse unserer Zeit dem Leser vorzuführen; endlich 5) einen daß Grammatische, Exegetische, Dogmatische, Historische, Geographische und Naturhistorische des betreffenden alterthümlichen Buches, in möglichster Kürze beleuchtenden Commentar. Daß Ganze hat demnach den Zweck, das hochwichtige aber orientalisch r dunkele Buch Hiob, jedem jüdisch denkenden und fühlenden Leser.in deutscher Auffassung klar und deutlich vvrzusühren. Ueber Werth und Brauchbarkeit des herauszuger benden Buches erlaubt sich der Verf. auf die unten abgedruckten und beiliegenden Empfehlungen namhafter Gelehrten hinzuweisen. Was den SubscriptionspreiS betrifft, so glaubt der Verfasser solchen, bei dem reichen, mannigfachen Inhalte und bestmöglichem Drucke in groß 8 auf Maschinen Papier auf 2 fl. 42 kr., auf schönem Schil: ler,Papier auf 3 fl. 30 kr. bestimmen zu dürfen. Schließlich werden alle Menschenfreunde: ngele gentlichst ersucht, durch rege Theilnahme und zahlreiches Subscribiren, das Unternehmen nach Kräften fördern zu wollen. Or. Moritz Löwenrhal. Frankfurt a. M., im Zuni 4846. Da die Empfehlungen der verehrlichen Gelehrten hiesiger Stadt, durch Verzögerung nicht beigedruckc werden können, so mögen wenigstens die Zeugnisse von zwei namhaften auswärtigen Gelehrten, das eine vom Oberstudienrath, Ritter des Großh. Hess. Ludwig-Ordens, ordentlicher Professor der Philosophie Or. Hillebrand, das zweite vom ordentlichen Professor der orientalischen Sprachen, Herrn Or. Vullers, denen das Herauszuge bende Buch längere Zeit zur Einsicht vorlag, hier ihren Platz finden. „Herr Löwenthal hat mir die Schrift, welche er herauszugeben gedenkt, vorgelegt, und ich habe mich nach Ansicht derselben überzeugt,, daß sie, abgesehen von dem Fleiße, womit sie ausgeführt worden, durch ihre ganze Tendenz und Halmng dem Zwecke, welchen der Verf. dabei angestrebr, entspricht. Ein solches Unter, nehmen halte icy außer seinem allgemeinen Ziele nach, aus dem Gesichtspunkte der gegenwärtigen Zeit für sehr nützlich, indem cs vorzüglich geeignet scheint, dem Volke, wofür es zunächst bestimmt ist, aus seinem eigenen Nationalgeistesschatze die schönsten Lehren vorzuführen. Und so glaube ich denn, das Werk gerade nach dieser Seite hin freundlicher Aufmerksamkeit besonders empfehlen zu dürfen." Gießen, den 7. Zuni 4846. I)r. Professor Hillebrand. „Herr Or. Löwenthal har mir seine Bearbeitung des Buches Hiob zur Einsicht vorgelegt. Diese zeugt von vier lem Fleiß und empfiehlt sich durch, klare Darstellung der darin enthaltenen moralischen Wahrheiten. Auch muß das sichtbare Streben des Herrn Verf. dem Leser ein klares und anschauliches Bild von dem Zdeengange des hebräischen Dichters zu geben, rühmlichst anerkannt werden. Das Ganze ist höchst musterhaft ausgeführt." Gießen, den 7. Zuni 4846. Or. Vullers. Da das eben angekündigte Werk gegenwärtig in schöner Ausstattung erschienen ist, so werden alle Freunde der heiligen Schrift ersucht, dasselbe kräftig unterstützen zu wollen. D. Red. d. Bl.