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Der treue Zionswächter · 1847-05-18 · 20 (18.5.1847) · page 13

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
20 (18.5.1847)
Date
1847-05-18
Page
– (sequence 13)
Language
German
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165 iWs- Gemeinde nicht als ihren Seelenhirten anerkennen wollen, ist kein 33, selbst wenn er von Grafen und Fürsten in sein Amt eingesetzt wurde und sich jeden Augenblick Oberrabbi oder Fö-Nabbi unterzeichnet. — Der werthe Leser wird wol fragen, was haben die Orrhodxen, die v^p!», die pilpulistischen Seelen gegen Löw? Sind eS vielleicht die berühmten „wollenen Hosen mit den leinenen Taschen" und die vor seiner Thür gesehenen „Spuren des Seifenwassers",*- oder derlei etwas? ist Herr Löw kein Talmudist von achtem Schrot und Korn? Wir wollen hier keine Charakteristik Löw's entwerfen, auch würde eine solche zu nichts füh ren. Denn würden wir behaupten, daß Herr Löw nicht einmal so viel talmudische Kennmiß besitzt, wie ein gewöhnlicher -»in ttt'c» und daß es in Papa vielleicht ein halbes Hundert v'M 'öv3 giebt, die ihm in dieser, jedem Rabbinen unentbehrlichen Wissenschaft weit überlegen sind; so würde sein Intimus Feite!, der sich so gern in Hyperbeln gefällt, Herr Löw in der Judenzeitung einenzweiten nennen**); möchten wir sagen, daß über den religiösen Lebenslauf des Herrn Löw die verschiedensten, keineswegs für ihn günstigen, glaubwürdigen Gerüchte im Umlaufe seien; so würde wieder sein Sancho Pan» sa Feitel darauf schwören, daß selbst 7'vn c>7v '7 keinen exemplarischeren Lebenswandel geführt habe; und hätten wir sogar die Verwegenheit, selbst das profane Wissen des Herrn Löw ein höchst mittelmäßiges, ein ganz gewöhnliches, ein ex vmiübus allyuitl, ex loio irrlnl zu nennen, dessen Freibrief zur sogenannten Reformation, zum Ausbau des Judenthums darin besteht, weil er einen Wust ungeordneter Kenntnisse besitzt und dahinstrebt, mir pfauenartiger Selbstbeschauung und lächerlichem Dünkel seiner unbedeutenden Persönlichkeit, einem leeren Schemen, huldigen zu lassen? dann möge Gott uns beisiehn! Man würde uns unwissend, urtheilsloS, eine Läwen-Größe nicht erfassend, schelten***), die allezeit rüstigen Löw'schen Panegyriker hätten für jedes tadelnde mcin i^m es ist unbekannt, ») S?»A? Z. "A« a. <?. No."?. **) No. 50 der ->A. Z. d. I.« heißt es wirklich schon »bei ihnen (allen ungarischen Rabbinen) auch hierin (im Talmud) die Spitze bieten: Auch gut!« »»*) S. No. 6 der »A. Z. d. Z.« 1814. Wort unsererseits tausende des Lobe-, und daS entfernte Publikum möchte noch immer nicht wissen, auf wessen Seite das Recht und die Wahrheit seien. Da eS unS aber hier bloS darauf ankommr, nachzuweisen, warum die orthodoxen Papaer vermöge ihrer religiösen Anschauung unmöglich Löw*) als ->'c,p7,37 der möüe nach den recipirten Codices, d. h. nach dem Schulchan Aruch und v'pOv entscheiden soll, der überhaupt alle Functionen eines 37 in einer frommen jüdischen Gemeinde zu versehen hat, anerkennen können; so wollen wir von seiner Befähigung, von seinem prackischen Lebenswandel gänzlich schweir gen u.blos einigeStellen aus Löw's bisher veröffentlichten literarischen Arbeiten in extenso anführen. Einen Mann, dessen religiös Grundsätze mit der religiösen Anschauung deS orthodoxen Zudenthums in so schroffem Widerspruch stehen, kann keine Macht in der Welk einer frommen Gemeinde zum Rabbinen aufdringen. Löw schrieb zu dem vom bekannten Chorin, Rabbi zu Arad, i. I. 1839 in Wien erschienenen „v'3'pr?!>' oder Kind des hohen Alters" eine Einleitung, benamset: „die Reform des rabbinischen Ritus aus rabbinischem Srandpuncte." In dieser Einleitung heißt es S. 11, „zuerst zeigt er — Chorin — daß nach dem das Orgelsptel beim Sabbarhgotresdienst in der Syna» goge einem Juden nicht versagt sei." Löw ist mit diesem 7/7'c, ganz einverstanden und fragt S. 13 mit einer bewunderungswürdigen Naivität: ,,warum also steht man an. noch den Einen kleinen Schritt vorwärts zu thun? Ist doch das Musiciren am Sabaath, wie schon Abr. Kohn nachgewiesen, nicht einmal streng verboten! Hoffentlich werden aber bald Israels Sühne und Töchter auch auf dem Lande die freien Sabbathstunden den schönsten, unschuldigsten Freuden, der Musik, weihen. Die Sabbathfeier wird immer mehr nnd mehr ihren unfreundlichen, essenischen Charakter verlieren und so Israels und dessen Lehre würdig erscheinen."**) S. 13, „der zweite Vorschlag (Chorins) erlaubt unter ei- *) Löw's allbekannter religiöser Ru^erhielt,in chngstn Zctt versichm?, daß Löw ein?2>rr, geworden sei. (??) »») Warum sich Low nicht zur deutschen R- - V. gemeldet. erklären wir uns dadurch, weil die gelehrten Herren noch im Jahre 1845 (S. »A. Zd- J-« No. 32) darüber

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