Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 18 (4.5.1847)
- Date
- 1847-05-04
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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i n d einen Berliner *Lorrespondenten, hat den Verstand verloren (NL. Wenn man überhaupt verlieren kann, was man nie besessen har). Seit langer als zwei Zähren schon unaufhörlich geängstigt, erschreckt und gepeinigt durch eine rächende Nemesis, die sich ihm stets in der Gestalt zweier Buchstaben „Z.-2V." darstellte , hat das ohnedies schwache und gebrechliche Gemüth, gefoltert von Gewissensbissen, von Furcht und Neid, solch wiederholtem Andrange nicht zu widerstehen vermocht, ist einer eigenthümlichen Manie zur Beute geworden. Wohin er blickt, wohin er sich wendet, der Vedauecnswerthe, überall wähnt er sich von dem rastlosen Z. - 2V. verfolgt und gedemüthigr; jede Qual, jede Gewissenspein, dem eigenen krankhaften Gemürhe entkeimt, wer anders, als das tyrannische Z.-2V. har sie über ihn hcraufbeschworen. Mag man ihn noch so viel belehren, es durch die Thar beweisen, nicht gedenke, wie man seinen Namen kaum nenne, um Nichts in der Weit auch nur das Geringste mit ihm zu thun haben wolle; Alles vergeblich. Z.-2V. und abermals Z.-2V. ist der stete Refrain seiner um- Hären wir, Beispiels halber, einige seiner jüngsten Eipectorarionen, für die er freilich nicht zurechnungsfähig : „D erlin, 31 März. Aus dem Datum meine» Schreibens werden sie leicht schließen können, ohne den Scharfsinn des Z. - 2V. zu besitzen, daß ich an I-rv schreibe. Es wird daher noch erlaubt sein, über Sauerteig und snn der jüdischen Zustande zu referiren. 1)r. Z. traute sich selbst, weil ihm von Andern nie getraut wurde. Seitdem die große Gemeinde zu Köslin das Selbstvertrauen ihres Seelenhirten kennt, haben alle n e u n Mitglieder beschlossen, sich in Zukunft selbst zu trauen, und ihrem Rabbiner somit gar die Sporteln zu entziehen. Nun ist aber ohne Or. I. keind. h. die Gemeinde zählt nichts. Man wird daher genächigt sein, die Braut zu (sie!?) Hilfe zu nehmen, was nach George Sand und der über, eine derartige Polemik zu handhaben. Einmal zurückgewiesen, dann aber um keinen Preis noch ein ferneres Wort! D- Red- N.-V. erlaubt ist. Viele Gemeinden behaupten ihre Prediger als svn und haben daher, in ihrem beängstigten Gewissen an den Z.-2V. die Frage gestellt, ob ste ihre Prediger an (siel?) Peßach sehen dürfen. Der Z.-W. schlägt den Tracrat Peßachim nach und sinder, daß man svn sehen dürfe — die Genossenschaft — ü")st> — har beschlossen, daß Fasten der Erstgeborenen am Nüstcage abzuschassen, weil die erstgeborenen Zuden schon genug geschlagen sind. Hingegen har der Z. - 28. die Entdeckung gemacht, „daß alle Zuden am heurigen Tage fasten müssen, indem eS von ihnen ölbiL' »1125 '23 heißt." Herr E. har sich ein Patent auf diese theologische Entdeckung ervecen, die (sic:?:) ihm auch errheilt wurde. Es dürfen nämlich innerhalb 6 Zähren nur dis Abonnenten des Z.-2V. fasten. — Eine andere Entdeckung des Z.-2V. ist, „daß man kein Fleisch essen dürfe, weil Sauerstoff darin enthalten sei." Starr des Fleisches schlägt der Z.-2V. sein Blatt vor, das eine Sätrigkeit (sic:!?) bis zum Ekel hervorruft, ^robrrtum est. Hiesige Schöngeister behaupten, Lola Monte; wäre eine Züdin, So viele Ovser bringt der Z.-2V. zur Ausbreitung des Zudenrhums." * „Der Z.-W. hat ein strenges Verdikt auf (?) den Schwefeläiher gelegt (?) da er an Sodom erinnert. Die neueste Nummer dcsZ.-2V. hak mich überrascht. Zch setze seine eigenen Werre her: Nokhwendiake»r das NL2 einznführen rc. Der Z.-2V., mein Liedlingsblatr, erscheint nächstens mit Carricaruren." Daß der arme Mann, wie man ans diesen Aeußcrungen hinlänglich entnehmen kann, den Verstand gänzlich verloren, und zwar, wie dem Psychologen leicht erkennbar, daß er an einer firen Zdee laborirr, für deren Ausdruck ihm die Schreckensbuchstabcn „Z.-W." gelten, ist mehr als sonnenklar. Wie aber dem armen Schacher zu helfen, ist hier die große Frage? denn so wenig er es auch verdient, fühle ich doch herzliches Mitleid mit ihm. — Jenes „Z.-W.^ ist am Ende doch kein leeres Phanrasiegemälde, das ohne allen und jeden Grund so mächtig auf ihn eingewirkt. Der Arme hat in seinem ganzen Leben kein anderes Interesse im Auge gehabt, als sein eigenes pekuniäres. Trotzdem reüssirte er, weil man eben nichts Besseres hatte. Kömmt sich da ungerufen ein vorlautes Z.-W., weiß sich alsbald Gewährung zu verschaffen und — geschehen ist es um Zutrauen und Existenz des schwachen