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Der treue Zionswächter · 1847-05-04 · 18 (4.5.1847) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
18 (4.5.1847)
Date
1847-05-04
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Zwittcrgeschöpfcs. Zn zwei Zähren so um allen Credit, und was ihm bei Weitem mehr ist, um allen Erwerb gekommen, den verhaßten Eindringling geachtet und geehrt, genährt mit dem eigenen Ferre, in dem Maasse blühen und erstarken sehen, als man selbst schwindet und vergeht; das ist freilich Grund genug, um jeye traurige Erscheinung hinlänglich zu erklären! Habt Mitleiden mir ihm, Zhr Barmherzigen, denen unser Wort nicht ganz gleichgültig, lasser noch einmal Gnade für Recht ergehenScher, er ist unschädlich genug, auch meint er cs nicht zu böse, ihm ist's einzig und allein um Materielles zu rhun, nun, entziehet ihm Euer Wohlwollen nickt ganz. Schon die Klugheit räch es Euch; er möchte sonst gar würhend werden, uud daun ist es um dich, armes „Z. - W." gewiß geschehen. Also nochmals, lasset ihn nicht ganz sinken; Zhr werdet sehen, er wird sich ferner nicht so ungebärdig und wild gehoben. Also Futter, nur immer Furrer!! OensorinvL. Preußen. Berlin. Unter den Ln Bezug auf religiöse Bestimmungen bcmcrkcnswerthen Anordnungen des den Ständen vorgclegten Entwurfes zum Zndcngcfeizc, möchte kaum eine von größerer Bedeutung sein, als die, die eine eigene Behörde zur Entscheidung obschwebcnder Cultusfragen, ein Art jüdischen Consistorinms hier in Berlin constituirt. Die Wichtigkeit einer solchen Behörde für die Gestaltung unserer allgemeinen jüdisch - religiösen Zustände ist zu sehr in die Augen springend, als daß noch ein einziges Wort weiter dafür erforderlich wäre. Aber wie wird diese Behörde constituirt, ans welchen Mitgliedern wird sic zusammengesetzt, wird sic Judcnthum oder Modernität und Lichtfreundschaft vertreten? Natürlich mögen diese Fragen jetzt noch ziemlich vcrfrühct erscheinen; allein der acht religiöse Geist, der durch den ganzen Entwurf sich hindurchzieht, die Wahrnehmung eines streng kirchlichen resp. synagogalen Elements, auf das überall hingewiesen, die besondern Beziehungen, die nirgends verwischt, alles dieses vereint läßt uns schon jetzt die entschiedene Hoffnung aussprechen: es werde diese einstige kirchliche Oberbchörde Preußens, wenn auch mit gewohnter Unparteilichkeit alle Nüancen in derselben vertreten sind, dennoch stets eine treue Wahrerin der gottgeoffenbarten Religion sein, die nicht den Umsturz, vielmehr die Erhaltung und Befestigung desselben will, und in diesem Sinne eingesetzt, instruirt, wirksam sein wird. Daß die Wahl Berlins zum künftigen Sitze dieser Oberbehörde in diesem Sinne gewiß nicht ohne Absicht, nnd die entsprechendste, ist leicht cinzusehen. Aus Aurhcjscn. Bei der jetzt herrschenden Thcncrung verdient cs gewiß erwähnt zu werden, daß mit Genehmigung Kurf. Negierung aus dem Schulfonds sämmtlichen Nabbincn nnd Lehrern der Provinz Niederhessen eine Thcuerungszulage, und zwar den Verbeirathctcn von lO THalcrn, wie der Unvcrheiratheten von 5 Thalcrn bewilligt worden ist. War es bei dem humanen Geist unserer Negierung einerwie bei der aufmerksamen Fürsorge unscrs Prov. Vorsteher- Amts andererseits kaum anders zu erwarten, so wünschen wir die Veröffentlichung des Faktums um so mehr, als dadurch vielleicht in andern Ländern zu ähnlichen humanen Handlungen, Seitens der jüdischen oder sonstigen Landcsbehördcn Veranlassung gegeben werden möge. fasset. Die Besetzung der Landrabbinerstelle ist, wie im vorigen Bl. gemeldet, noch immer in Verhandlung. Kurf Ministerium des Innern hat nämlich dem Vorsicheramte aufgegeben, über die Nabbinen Lipschütz zu Laudsberg und vr. Feuchtwang zu Octtlugen sich gutachtlich zu äußern. Wie man hört, sott die Majorität des Vorstehcramts sich gegen diese beiden und günstig für Fasse! und Wassermann sich ausgesprochen haben; doch zweifelt man sehr, ob Kurf. Ministerium auf Fasset Rücksicht nehmen wird, da er weder studirt hat, noch zu dem vorgeschriebenen philosophischem Eramen befähigt ist Mehr aber noch möchten die seither von F.

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