Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 18 (4.5.1847)
- Date
- 1847-05-04
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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139 innerung an Besagtes als Muster durch alle Zeiten hinzntragen: Das. meine Theueren, das ist Pflicht des Juden zu jeder Zeit und Stunde! Durch alle Tage, vom Morgen bis zum Abend unseres Lebens muß diese Erinnerung uns voranleuchten. — Und diese Pflicht entnehmen wir aus dem oben angeführten Satze »p'i welches heißt r „Und diese anberaumren Purimrage sollen nicht vorübergehen bei den Jehudim?72n vVAv deren Andenken aber schwinde nie aus der Erinnerung ihrer Nachkommen. Wir sollen wol das Purimftst zu seiner Zeit feiern, aber uns dessen zu erinnern, müssen wir nicht grade am Purim, sondern durch das ganze Leben bleibe jener Gedanke bei der Nachkommenschaft Juda's. Sehr trefflich sind nun die Worte des Talmuds, (Ende Joma) wo es heißt, t>P7rcö irni? 7>p ':2p H ^'2 7p5 „Warum ist Ester zu einer Morgenröthe denn verglichen? wie die Morgenrölhe das Ende der Nacht, so auch 702f> das Ende aller göttlichen Wunder." Schon sind seit jeher um diese Stelle alle Comenkatvren beschäftigt; wie klar leuchtet aber nach unserer Voraussetzung der Sinn dieser Symbolik. Denn alle in Mizrajim geschehenen Wunder verfolgten einzig und allein den Zweck, uns aus dem tiefen Schlummer der Unwissenheit zu heben, um die göttliche Aussaat einer waltenden Vorsehung, die alles lenkt und leitet, unrer Israels Söhne zu str.uen, auf daß sie die Lehren Moschr's empfangen können. Wie es heißt in der heiligen Schrift 'Ev >!,, „Euch zog ich heraus, sonderte Euch ab, um Euch zu einem Volke mir zu nehmen"» Wie bald aber mußte die Aussaat auf dem verwilderten Boden verwehen, wie oft wollte nicht das Volk die heilige Thora von sich werfen, denn nur mir Unwillen hat dasselbe, flach Behauptung unserer Weisen, r>'r>r>M vb'pn p:'-'2 72 02'öp 222 722. alsbald empfangen. Es wollte sich von andern Völkern aus Furcht, dadurch vielleicht von jenen verachtet zu werden, nicht absondern lassen. Da erst zu den Zeiten c7icr>2, wo Israel von den furchtbaren Folgen ihres bösen Eigendünkels, so wie von ersprießlichem Segen der Wiederkehr zu der Thora sich genug überzeugte: da erst lernten sie recht den Werrh der Thora kennen. Mit Freude und herzlichem Ergüsse ergriffen sie das heilige Kleinod c^cnf» 'p'I w'p 722 2v. Und es ging auf die leuchtende Sonne des Glaubens an dern verdunkelten Horizont des niedergebeugken Volkes. Also ward mit vvfcher langst abgezielte große Plan erreicht und daS Wunder 72LÜ's der errungene Zweck aller bis jetzt geschehenen Wunder, und mit Recht heißt es?'2'22 ö2 es war dies Wunder das Strebziel aller Wunder, die der Herr bis jetzt entstehen ließ. Darum, geliebte Brüder, muß es jedem ^7? 75 als süßeste Plicht obliegen, das Purimfest froh und weil der Herr sie der Hand ihrer Henker entriß, nein freuet Euch deS funkelnden Lichtes, zu dem wir mittelst jener Tage gelangten, des- LichkeS der Thora, dessen Goldstrahlen wahrhaft erwärmen. „Den Jehudim ward Licht, Freude und Wonne": ja, wohl bemerken unsere. Weisen in erhabenem Wortsinne „Licht" das ist das Licht der Thora 27w il 27if>. Wir könnten anfpielend sagen, darum Härten auch die Männer der großen Versammlung für das Purimfest Vergnügungen sinnlicher Art, als Essen und Trinken, für gut befunden und nicht lieber für jene Wunder alle wie am Peßacb, Lobgesänge und Dankgebete ejnqeführt, weil dadurch wir bezeugen wollen, daß wir damals ungetheilcen Sinnes mit Herz und Seele, mit Geist und Körper, ohne Kampf u. Mißmuth, ja mir reiner ungetrübter Freude uns mit der heiligen Thora beschäftigten, also auch unser irdischer Theil. der vorhin sich gegen daö Gesetz streubte, nahm es nun freudig auf. Er freute sich daher auf seine Weise der frohen Beistimmung zur Annahme der Thora. Aus dieser einfachen Ursache mußten die Festungsstadrc, von denen Nachmonides sagt, daß sie vor jener drohenden Gefahr zum Theil gesichert wären dennoch auch das Purimfest annehmen. Selbst '277p und 72vj7 jene sicher Geborgenen, (Sa io^f» doch Königin war. und '277p selbst Verdienste um den König harre) stimmten im Jubelton des allgemeinen Festes ein, weil jenes Fest wie wir eben sagten der Seetenfrecheit, nicht der Erlösung von der Gefahr galt, darum mußte AüeS sich freuen die Nichtgefährdeten und die Gefährdeten. Und sehr treffend klingen jetzt die Worte unseres Textes -. 702Ü1 »277V V'P 75f>2!2t 'P' oft ''21 '277p l^L'1 und will sagen, daß nur im Sinne '277p und 72Ot> alle Jehudim den Purim feiern mögen. So wie diese sicher nur wegen der' Erlangung der Thora am Feste sich freueten, sollen eS auch v'p'inrn owsn die Nahen und Fernen, sowvl die an der Gessche Grenzenden, als