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Der treue Zionswächter · 1847-04-27 · 17 (27.4.1847) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
17 (27.4.1847)
Date
1847-04-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
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»ZG 131 «« mud widerspricht, wie bereits gezeigt, der Anklage Hawaiis nicht. Er harre sich auf rharsächlicher Wakrheit gestützt und in jenen gesprochenen Worten den Zustand Israels rreu abzebilder. Israel war zu jenen Tagen tief gesunken; in eben die heillose Idee verfallen, in welcher heure so viele von uns sind. Auch sie glaubten durch das Adstreifen der Thoragesetze ihren socialen Standpunkt zu erheben; auch sie schrieen, von gaukelndem Tauschwert verblendet, zu laß uns dem Wege, sich ewig von ihrem Väterglauben zu trennen, um nur der Fessel der Bedrückung sich zu entledigen. Als sie der König zur Tafel lud, da eilten sie schnell hin, berauscht von täuschenden Gedanken, dadurch sich nun des Druckes zu entledige»,, jede bisher erduldete Schmach von sich gewälzt zu sehen. (Fortsetzung folgt) Würdigung der Jeschiwah zu Presbrrrg. Von einem Unparteiischen. Preeburg stehet heure zur Bewunderung der ganzen jüdischen Welt da: »vie es allein von dem Jrrgeiste der allenrhalbeu im Zudenthume wüthet, verschont geblieben, und nicht in den famäsen Strudel hineinger zogen.worden ist. Welche zähe Wurzel — hört man an andern Orten sprechen — mußte nickt das Alte in seinem Boden gefaßt haben, wenn der starke Zeitgeist sie noch nickt brach! Welch unübersteigliche Höhe seine religiösen Mauern, wenn daS khürmende Element, die Unmasse der Neuerungen, seine schaumenden Fluchen Nicht darüber stürzen kann! Wie kolossal, wie felsenfest! Aber, ist^ die allgemeine Frage, wer har ihm diese Stärke und Festigkeit im Glauben verliehen, daß es den gewaltigen Stürmen der Zeit und der Mode trotzen kann, daß es die Angriffe, die das alte Iudenchum an andern Orren erleidet, nur zu beweinen, nicht aber zu befürchten har? Und wer, der heute noch schirmend ihr Haus bewacht, daß der Verderber es nicht betrete? Dieses scheint der Welt ein Räthsel, welches sie gerne unaufgelöst ließe, weil sie sonst unumgänglich norhwer:^ dig glauben müßte an dem wahren Ernste und der Würde, die der Geist des alten Zudenkhums seinen Anhängern eingeprägr, wo er mit Echtheit aufgefaßt wurde, »veil sie dann nach ihrer eigenen Einsicht gezwungen wäre, eine Wahrheit zu gestehen, die sie gerne für eine Thorheit gelten ließe, »veil sie einfehen »vürde. daß, wenn sie diese rärhselhafre Erscheinung erhellen wollte, der alte Glauben mehr Standhaftigkeit besitze, als moderne Aufklärung, weil sie erkennen würde, daß die örthodorie »nir mehr Warme, mit größerer Innigkeit ihrem ewigen Gorre, so wie dessen alrehrwürdigen Sinai anhängt, als neologe Reformsuckr, die mir ihrem neuen Glauben tausend andere weltliche Interessen verbindet. Diese Stärke im Glauben, diese Warme, mit der Presburg, bei dem ganz erkalteten Religionssinne, das Altherkömmliche umfaßt; diese Liebe zu ihm, daß es der Popanz, die in dem weiten Bereiche des alten und neuen IudenthumS aufgerichret stehet nicht frähnr und seine Gaben schändet, daß es dein heutigen.Tage, obgleich er Israel aus seinen finsteren Fugen in die lickten Räume der freien Schöpfung führt, bei all seiner Glorie und Majestät dennoch enrgegenweint, weil er einen schwarzen Fleck in seinem Sckooße birgt, der das Glaubensschisma hervorgebracht hat: das ist das Werk der heiligen Zeschiwah und ihrer Jünger — Israels schönste Dlürhe, die sich hier am Baume des Lebens entfaltet. Diese ehrwürdige Kaste, die in der übrigen Welt, weil nicht gekannt, häufig verkannt »st, har schon seit Jahrhunderten, und noch heute den größten Einfluß auf den intellektuellen Zustand der hiesigen Gemeinde. Heure wie allemal stehen die vornehmsten Häuser unter ihrem moralischen Einflüsse, und die Zugend ist allein ihrer Obhut anvertraut; sie sind wie Neben um jeden reichlichen Tisch gepflanzt, und in manchen Lebensverhältnissen sind sie treue Nathgeber und Freunde. Mai kennt überall ihre Parteilosigkeit U. ihren reinen Sinn, man achter und liebt sie wegen ihres ungekünstelten Betragens in dem Maaße, als man pedantische Heuckler nur verachten würde. Ihr eifrigstes Bemühen ist, bei ihren Gönnern den Hausgenius der Frömmigkeit zu erhalten und zu nähren. An jedem Tische ertönt das Work Gorres aus ihrem Munde, und des Israeliten finstere Leidenszeir wird häufig heraufbeschworen, daß nicht Hochmurh die den Juden vor Allem zierende Demnrh auslösche. Und ihr Streben? Seher, der reine Wille, die echte Frömmigkeit ist nicht fruchtlos. Es bedarf nach dieser Vorausschickung gewiß nicht der Rechtfertigung, wenn wir hier eine nähere Skizze der hiesigen den Lesern d. Bl. geben. Die c'inn machen hier einen Hauptzweig der

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