Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 17 (27.4.1847)
- Date
- 1847-04-27
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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WO Msentsagen mußten, oder man durfte keine Seele von ihnen am Leben lassen. Dasselbe erhellt aus Könige 1, „der König Salomo liebt? fremde Weiber 1k. vonwelsie nicht unter euch kommen," wo zweifelsohne auf die lehtalligirte Stelle angespielt wird, obwol daselbst andere (nicht die 7) Nationen genannt sind. (S. hierzu.) So wird auch (Malach 2,) als geschehene Gräuelrhal in Israel bezeichnet: „daß man liebte und ehelichte die Täckter fremder Götter," ohne Ausnahme, und (Esra 10) mußten sich die Israeliten von allen Weinen sammt den von diesen erzeugten Kindern trennen. Wie viele zärtliche Bande der Liebe zwischen Mann und Weib. Vater und Kinder wurden da zerrissen, welch häusliches Glück diesem strengen Verbote geopfert. Nehemia beeidete und beschwor das Volk aufs Neue, nicht in eheliche Verbindnisse mit den Bewohnern des Landes er§o O'obw v'riin v'7ncf> zu rreren. In Mischna Ocnp 67) und Breißa (;'-w:v 52) ist es ausgesprochen, daß die Trauung mir einem oder einer Fremden (worunter der Talmud Nichrjuden versieht) als nicht geschehen zu betrachten ist, viss. r*v36, "c>7s) 68, 45 und 69, 2'» und r z'f» L'ö bezeichnet dieses Verbot als ein biblisches, für alle Nationen und in die Categvrie der strengeren gehörend, aus dem Grunde, weil ein von einer Nichrjüdin erzeugtes Kind nicht Jude ist. (Vgl. r"v v*c). Aus bisher Gesagtem erhellet zur Genüge aus v'simv und rnpa, rvcp ,v'f>'32 daß dem Juden die Ehe mit Nichrjuden verboten, und zwar biblisch verboten ist. Wie muß man sich nun wundern, solche jetzt als nicht verboten erklären zu hören, und um so mehr, da man die bekannte Institution eines Rabbi aus dem Liren Jahrhundert, die dieser nur auf eine bestimmte Zeit, die längst vorüber, fortsetzte, (wie bekannt wollte R. Gerschvn seinen nur bis zum Schlüsse des 5ten Jahrtausends s. m. 4210 a. ne. v. gelten lassen) und jetzt höchstens noch als nzp angesehen werden kann, als geltend anerkennet? Cxeerpte ans einer Rede des Hrn. Oberrabb. S ZV. Schreiber zu Presburg. (Fortsetzung.) Wirklich scheint nach der flüchtigen Uebersicht diese Verleumdung des Haman mehr widersprechend, als boshaft zu sein. Zuvörderst giebt sie Israel für irreligiös aus, es schlaft in seiner Pflichtübung, heißt es; bald aber werden die Segel in entgegengesetzter Richtung gespannt, und Israel stehet als ein frommes, gläubiges Volk wieder da. Augenscheinliche Jnconseqcnz und Lüge sprachen zugleich, war ja doch nach Angabe des Talmuds ciicnü selbst Zeuge, daß Israel da zumal keinen Anstand nahm, von dem königlichen Mahle zu genießen, wie die bekannte Stelle in c'r> schon bekundet: Achtzehntausend Juden haben an jener Tafel gegessen. Auch scheueren sie, wie der c77p behauptet. die vermischten Ehen nicht. (Siehe L77p Aber ganz eines Hamans würdig tritt nach unserer Voraussetzung jene Anklage in Bosheit hervor. ES schlummert in Ausübung seiner eigenen Religions- Pflichten, sagte derwutherfülke Haman, und weich irdisches Gesetz könnte ihm also noch heilig sein, wenn es seine eigene Religion mit Füßen tritt, sein heiligstes Gut mir profaner Stirn entehrt? Denn, drückte er seiner Anklage den Stempel der überwiesenen Wahrheit auf, denn seiner Religion nach dürfte es weder essen noch trinken mit uns; jede Verschwägerung mir andern Nationen ist ihrer Religion zufolge ihnen streng untersagt. Daß sie aber diese drei angeführten Verbote wirklich übertraten, das brauchte er dem Könige nicht erst zu sagen, davon war trncnlr selbst Augenzeuge. Es waren dies nach obbemeldetem Talmud Tyatsachen, die sich einmal nicht verleugnen ließen» Demnach wäre der Sinn in jener Talmudstelle folgendermaßen zu nehmen, miw jv 2v7> jr?, es schläft in seinen Religionspflichten, 5>oic rn'tni, da doch ihre Gesetze von allen andern abweichen,;!r»7y f>!>7, sie sollen weder essen noch trinken u. s. w., v'cw w? r>dr drückt et, sich schließlich in seinem Hasse gegen Israel aus; da, wo es sich um Vollstreckung der Staatspflichten handelt, da, sagt er, treten sie schon als Rechtgläubige auf, da müßten sie bald Sabbath, bald Festtage feiern, alle Vorwände wissen sie zu gebrauchen, wo diese Leichtfertigen dem Staate dienen sollen, sie sind eS nicht werth, daß sie der König dulde. Und in der That der Tal,